Blog - Dresden - VDR - Fotografie - Digital Stuff

Mai 19 2012

Apocalypse beim 5. Dresdner Comicfest 2012

Kategorie: Dresden

Wie angekündigt habe ich mich heute auf den Weg zum Comicfest auf den Martin-Luther-Platz gemacht. Die nunmehr vierte Ausgabe des ausgedruckten Internets mit dem Titel „Apocalypse“ sollte in meinen Besitz gelangen und meine bisherige Sammlung von ausgedruckten Interneten (ja, da gibt es durchaus mehrere!) komplettieren. Jojo aka Beetlebum war selbstverständlich höchstselbst vor Ort, um die Exemplare zu signieren und mit Wunschmotiven zu verzieren. Ich habe gleich mal die Gunst der Stunde genutzt, um meine noch nicht besonders ausgereiften Fertigkeiten in der DSLR-Filmerei an einem praktischen Beispiel zu verfeinern. Jojo blieb gar nichts anderes übrig, als meinem Vorhaben mehr oder weniger wortlos zuzustimmen. Und wie das mit dem Internet so ist: Soeben noch vor meiner Linse, im nächsten Moment in der Schnittmaschine und wenig später auch schon im WWW. Doch sehet selbst:

Die sommerlich-erfrischende Musik stammt von den Los Sundayers, der Titel nennt sich Si Mueves und ist auf dem Album Cógelo! zu finden. Weitere Informationen und noch viel mehr gibt es auf www.jamendo.com.

PS: Der Klick auf HD erhöht den Sehgenuss spürbar!

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Mai 19 2012

Eine Himbeere – geliefert mit DHL Express

Kategorie: Hardware,Raspberry Pi


Heute Morgen wurden wir von einem DHL-Express-Boten aus dem Bett geklingelt. Während sich die Begeisterung bei meiner Frau sichtlich in Grenzen hielt, war ich urplötzlich hellwach. In einer einzigen Bewegung schwang ich mich aus dem Bett direkt an den Türöffner und von da aus ins Bad in die nächstbeste Hose. Ein prüfender Blick in den Spiegel lieÃ?en in mir leichte Zweifel aufkeimen, ob ich dem DHL-Menschen in diesem Aufzug vor die Augen treten könnte. Geschenkt! Noch kurz das spärliche Haupthaar gerichtet und ab zur Tür. Da hörte ich ihn schon schnaufen. Fluchend und fast schon vorwurfsvoll meinte er, dass er heute schon 5 Expresslieferungen zugestellt hätte und er jedesmal bis in den letzten Stock klettern musste. Den Hinweis, dass er für den letzten Stock in meinem Fall noch die eine oder andere Stufe hätte nehmen müssen, verkniff ich mir lieber. Da hielt ich ihn nun endlich in meinen Händen – nach fast drei Monaten. Die Expresslieferung hätte man sich meiner Meinung nach auch klemmen können.

Raspberry Pi

Leider habe ich erstmal keine Zeit zum Basteln – aber schon die eine oder andere Idee, was man mit dem kleinen Racker so alles anstellen könnte. Wer an dieser Stelle noch nicht viel mehr als Bahnhof versteht – Wikipedia ist dein Freund.

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Mai 18 2012

Sudoku in der Dresdner Heide

Kategorie: Dresden,Geocaching


Was erhält man, wenn man die Dresdner Heide in 9×9 gleich groÃ?e Felder teilt? Richtig – ein Sudoku. Und zwar ein recht groÃ?es. Immerhin ist die Dresdner Heide mit 50 Quadratkilometern ein ziemlich stattliches Waldgebiet. Ein findiger Geocacher – Vorsicht, ab jetzt ist das eher was für Insider – hat dies tatsächlich umgesetzt, das Gebiet in ein riesiges Sudoku aufgeteilt und daraus einen Multi gemacht. An insgesamt 27 Stellen finden sich Hinweise auf Zahlen, mit denen man das Sudoku füllen kann. Hat man alle Ausgangszahlen gefunden, kann man das Sudoku lösen und die Koordinaten des Finals errechnen.

Also dachte ich mir heute angesichts des herrlichen Tages und dem noch jungfräulich-unverplanten Brückentag: Warum nicht das Angenehme mit dem Angenehmen verbinden? Rauf aufs Fahrrad, ab in die Heide und Zahlen suchen. Wer die Heide kennt, weiÃ?, dass es dort viele schöne Strecken zum Radeln gibt. Erhöht wird die Schwierigkeit durch die Tatsache, dass viele Strecken für das Gelände spezialisierte Fahrräder vorraussetzen. Ich besitze ein Solches nicht. Mein Bergamont trägt zwar einen ziemlich montanen Namen, wurde jedoch eher für den Asphalt gebaut. Und so kam es wie es kommen musste. Dank der bisweilen recht tückisch gelegenen Zielkoordinaten, war es ein ums andere Mal nötig, die befestigten Wege zu verlassen, und auf Teils recht schmalen Pfaden zu fahren. AuÃ?erdem gab es die Zusatzaufgabe, die jeweiligen Koordinaten mittels einer möglichst kurzen Gesamtstrecke abzufahren. Da brauchte es hier und da schon die eine oder andere Abkürzung, die mir mein treues Rad irgendwann mit einer kleinen Panne quittierte. Ein Ast hatte sich durch mein Vorderrad gebohrt. Mit einem lauten Krachen riss er mir das vordere Schutzblech (Schutzplaste wäre in meinem Fall korrekter) aus der Halterung. All diejenigen, die an dieser Stelle eine detailierte Beschreibung eines möglichst martialischen Sturzes erwarten, muss ich leider enttäuschen. Dank meiner katzengleichen Reflexe kam ich (anders als damals) unverletzt zum Stehen. Nach wenigen Minuten hatte ich die verbogenen Teile wieder einigermaÃ?en zurechtgezogen, so dass ich mein Vorhaben weiterführen konnte. Apropos Reflexe. Die braucht man übrigens auch, wenn man mit dem Smartphone in der Hand während der Fahrt zu navigieren versucht, und sich die Beschaffenheit des Untergrundes urplötzlich ändert. (Mehrfach) Glück gehabt und wieder was nichts gelernt.

Das Ende der Geschichte? Knapp 50 Kilometer gefahren. 6 Stunden unterwegs gewesen. Smartphone leergelutscht und ohne Navi gerade noch so nach Hause gefunden. 6 Zahlen fehlen noch. Ich mag übrigens kein Sudoku. Frau meint, das Sudoku wäre mit dem bisherigen Zahlenmaterial (noch) nicht lösbar. Na Toll. Nebenbei noch 5 Traditionals mitgehen lassen.

Geschafft – fertig (also ich, nicht das Sudoku) – glücklich.

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Mai 14 2012

LensViews: Timelapse Florida 2012


Der Dresdner Blogger, Fotograf und Timelapser Kenny von LensViews war neulich in Ã?bersee – genauer gesagt in Florida – und konnte es selbst im Urlaub offensichtlich nicht lassen. Zufälligerweise hatte er seine Canon 7D mit diversen Objektiven und eine GoPro Hero 2 im Gepäck. Dass seine Gerätschaften auch ausgiebig in Benutzung waren, zeigt sein kleines Timelapse&SlowMotion-Filmchen, bei dem schon der simple Titel „Florida 2012“ etwas neidisch macht.

Schön auch der Anflug auf den Dresdner Flughafen ganz zum Schluss. Mir war es leider noch nie vergönnt, in einem Flieger vor einem solch klaren Fenster Platz zu nehmen. 😉

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Mai 10 2012

yablar – Ein bisschen weniger Alpha

Kategorie: Programmierung


Die vielen eMails der letzten Tage haben mir gezeigt, dass an so etwas wie yablar.de durchaus ein Bedarf besteht. Ich habe dies zum Anlass genommen, die Entwicklung noch ein klein wenig voranzutreiben. So sind in den letzten Tagen eine ganze Menge neue Blogs hinzugekommen. AuÃ?erdem wurden einige wenige Fehler beseitigt und es wurde an der Rechtschreibung gefeilt. Ich hätte nicht gedacht, dass sich jemand die Mühe macht, die FAQs zu lesen. 😉 Kurz: Danke für die lobenden Worte, die sachdienlichen Hinweise und die Ideen zur Weiterentwicklung.

Etwas überrascht  und zugegebenermaÃ?en auch irritiert war ich, als ich auf den Twitter-Account DDBlogs und die „Dresden Blogs“-Seite auf paper.li gestoÃ?en bin. Hallo? Da „klaut“ jemand ohne zu fragen die Feeds, die ich zuvor schon geklaut …äh … aufbereitet habe? Und das auch noch kurz bevor ich selbst auf die Idee kommen konnte, yablar im Social-Web zu verbreiten. Nach längerem Nachdenken kam ich dann aber doch zu der Erkenntnis, dass eine derartige Weiterverbreitung dem eigentlichen Grundgedanken von yablar.de, die Blogs einer Region „sichtbarer“ zu machen, nur dienlich sein kann.

Nun zum eigentlichen Update – keine Angst, am Aussehen hat sich nichts groÃ? geändert. 😉

Die wohl wichtigste Ã?nderung besteht in der Möglichkeit, den Ticker nach Kategorien zu filtern. Diese werden quasi halbautomatisch mittels eines mehr oder weniger intelligenten Systems der Auswertung von Tags und Kategorien den jeweiligen Blog-Beiträgen zugeordnet. Schon jetzt macht sich jedoch bemerkbar, dass dies nicht gerade das gelbe vom Ei ist. Da viele Blogger (mich eingeschlossen) eher nachlässig bei der Vergabe von Tags und der Zuordnung in Kategorien sind (bei mir landet der gröÃ?te Teil in der vielsagenden Kategorie „Dies&Das“), ist es bei vielen Beiträgen schier unmöglich, diese automatisiert einem bestimmten Thema zuzuordnen. Hinzu kommt, dass viele Beiträge gleich in mehrere Kategorien passen oder sich schlimmstenfalls gar nicht den bisher vorhandenen Kategorien zuordnen lassen. Hier muss also noch geschraubt werden.

Weitere Ã?nderungen? Na klar – unter der Haube – aber die sieht man ja naturgemäÃ? nicht.

PS: Achja – wer sich fragt, was das im Ticker für merkwürdig Kreise sind und jeweils einen immer gleichen senkrechten schwarzen Strich innerhalb des Kreises erkennt, der sollte sich mal einen richtigen Browser installieren! 😛

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Mai 02 2012

yablar – Dresdner Blogliste 2.0 [update]

Kategorie: Dresden,Programmierung


Nicht ohne Stolz habe ich in den letzten Jahren immer wieder vernommen, dass meine kleine bescheidene Sammlung von Dresdner Blogs oft als erste Anlaufstelle für die nach lokalen News dürstenden Dresdner herhalten durfte. Anfangs noch liebevoll gepflegt und öfter mal aktualisiert, ist sie in den letzten Jahren leider immer mehr zu einem Link-Grab verkommen. Blogs kamen und gingen oder stellten sich mit der Zeit als nur halbherzig gepflegte Projekte heraus. Eine solche á la „Web 1.0“ händisch gepflegte Liste muss irgendwann scheitern. Darum habe ich mir vor einiger Zeit mal gedacht, das Ganze auf eine ZwoPunktNull-würdige Ebene zu hieven.

Herausgekommen ist an einem der vergangenen eiskalten Winterabende yablar.blechkopp.net. Dort findet man nicht nur die um einige Informationen erweiterte und aktualisierte Liste Dresdner Blogs, sondern (quasi als „Abfallprodukt“) einen News-Ticker. Stündlich wühlt sich ein Crawler durch die hinterlegten Feeds und sammelt neue Beiträge. Somit ist es (auch ohne Feed-Reader) möglich, auf dem Laufenden zu bleiben. Alles ohne Anmeldung, Werbung oder sonstige versteckte Gemeinheiten. Etwas überlegt habe ich, welche Feeds ich tatsächlich mit in die Liste aufnehme. Zum Einen sind viele Seiten sicherlich meilenweit vom eigentlichen Grundgedanken des Blogs entfernt. Zum Anderen befassen sich viele Seiten – wenn überhaupt – nur nebenbei mit regionalen Themen. Ich habe mich jedoch letztendlich dazu entschlossen, sowohl die Definition von Blogs als auch die veröffentlichten Inhalte mit möglichst wenigen Bedingungen zu knechten. Ein minimaler Bezug zu Dresden (da reicht schon das Impressum) und ein Feed reichen für eine Aufnahme völlig aus. Ganz nebenbei bekommt man damit einen schönen Ã?berblick über die erstaunlich bunte Themenvielfalt. Falls noch Blogs fehlen sollten -> Mail an mich.

Das System ist so aufgebaut, dass man den ganzen SpaÃ? ohne groÃ?en Aufwand theoretisch auch mit anderen Städten aufziehen könnte. Ganz nebenbei könnte dadurch auch ein schöner Ã?berblick über Themen/Blogs der Bundesländer entstehen. Falls jemand Interesse hat, die „Patenschaft“ für eine weitere Stadt zu übernehmen -> einfach mal bei mir melden.

Achja – yablar (wie es zu diesem grandiosen Namen kam und warum die Seite so hässlich ist, kann man in den FAQs nachlesen) ist in einem sehr frühen Entwicklungsstadium. Also – nicht kaputtmachen!

Update: Jetzt auch mit Stylesheets…pöser Cache…danke Heiko! 😉

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Mai 01 2012

5. Dresdner Comicfest

Kategorie: Dresden


Im letzten Jahr war ich das erste Mal beim „Dresdner Comicfest“ auf dem Martin-Luther-Platz und habe mir dort einen Ausdruck des Internets für den unschlagbaren Preis von Zwofuffzisch käuflich erworben. Auch in diesem Jahr lädt die „Dresdner Comicszene“ am 19. Mai zum nunmehr 5. Mal Comic-Fans und -Macher zu einem solchen Fest ein. Schaut man sich die aktuelle (sicherlich noch nicht ganz vollständige) Liste der zu erwartenden Künstler an, zeigt sich selbst mir als Laie der eine oder andere bekannte Name. Selbstverständlich ist auch – wer hätte das gedacht – Johannes Kretzschmar aka Jojo aka Beetlebum wieder mit von der Partie. Das wäre doch die Gelegenheit für das „Beetlebum-Heftchen #4“. 😉

5. Comicfest Dresden 2012

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Mai 01 2012

Fotosuche Dresden 2012: Ein Fazit


Die zweite (für mich die erste)Fotosuche Dresden“ ist seit einigen Tagen Geschichte – höchste Zeit ein Resumee zu ziehen.

Sollte ich es nach den umfangreichen Auswertungen des zusammengeknipsten Materials widererwarten nicht in den Kreis der erlauchten Gewinner schaffen, wird man nicht sagen können, dass es an meiner Vorbereitung gelegen hätte. Ganz im Gegenteil. Bis ins kleinste Detail hatte ich mir einen Schlachtplan zurechtgelegt, durch welchen ich den ruhmreichen Sieg mit Leichtigkeit erlangen sollte. Das begann schon mit der Wahl der Kamera. Meine analoge Spiegelreflexkamera sollte es sein. Weil – so vermutete ich jedenfalls – heutzutage kaum noch jemand mit solch antiquierter Technik an einem Fotowettbewerb teilnehmen würde und mir dann – dank fehlender Konkurrenz – ein Platz auf dem Siegertreppchen sicher sein würde. Muhahahaha! 😉 Pustekuchen! 🙁 Vor Ort merkte ich schnell, dass sich scheinbar mancheiner meiner Mitstreiter meine kongeniale Strategie kopiert hatte. Na toll. Aber ich wäre nicht, der der ich bin, wenn ich nicht noch ein Ass im Ã?rmel gehabt hätte. Extra für den samstäglichen Anlass hatte ich mir einen guten schwarz/weiÃ?-Film besorgt. Warum? Nunja – schon mein damaliger Dozent im Fach Fotografie wusste zu berichten: Schwarz/weiÃ? ist schon die halbe Miete, da kannste auch bei verrissenen Fotos noch halbwegs Stimmung rüberbringen. Und bei dem Wettbewerb am Samstag? Wieder Pustekuchen! Man bekam – angeblich wegen der Chancengleichheit – den Film gestellt und musste sich mit einem bunten Analogfilm, der vermutlich nicht unbedingt der allerbesten Qualität entsprach, begnügen. Ich war schon ein bisschen verärgert. Da hätte man auch vorher mal an irgendeiner Stelle über diese nicht ganz unwichtige Kleinigkeit im Reglement ein Wörtchen verlieren können. Egal – die Chancen waren ja nun tatsächlich gleich und die Spannung auf das, was da kommen würde, lieÃ? das Grollen in mir schnell verfliegen.

Ungefähr 80 Teilnehmer hatten sich auf dem Neumarkt eingefunden. Uns wurde neben einem kleinen Verpflegungsbeutel (Apfel, Wasser und was zu knabbern) auch ein Umschlag ausgehändigt. Dieser enthielt die ersten 5 Themen und durfte erst Schlag 14 Uhr gemeinschaftlich geöffnet werden. Der Inhalt – oh…ha – Sprichworte. Da schaute man dann doch etwas verdutzt aus der Wäsche. Zu sowas wie „April, April, der weiÃ? nicht was er will“ und ähnlichen scheinbar wahllos ausgesuchten Sprichworten sollte nun also jeweils ein Foto geschossen werden. Dabei durfte man weder ein Bild löschen (im Analogbereich eh schlecht zu bewerkstelligen), noch von der vorgegebenen Reihenfolge abweichen. Ich saÃ? eine Weile am Neumarkt rum, und kam auf keinen grünen Zweig. Keine Idee – nada – niente. Irgendwann entschloss ich mich dazu, einfach durch die Gegend zu laufen – und – siehe da – plötzlich ging es Schlag auf Schlag. Mehr als eine Stunde vor der vorgegebenen Zeit hatte ich alles im Kasten. Die Zeit bis zur Ausgabe der restlichen 5 Themen verbrachte ich verdienterweise im Biergarten. War die erste Etappe noch keine wirkliche Herausforderung, hatte es die zweite schon in sich. Eine halbe Stunde vor Abgabeschluss fehlten noch ganze drei Fotos. Es lag nicht mal an den fehlenden Ideen – diese hatte ich durchaus – allein die Motive sträubten sich mit aller Macht. Zum Thema „Alte Liebe rostet nicht“ wollte ich mir auf dem Elberadweg ein paar rüstige Rentner nebst Drahtesel zum Zwecke der Ablichtung schnappen. Hatte ich während der ersten Etappe noch zwei Touristen dazu bewegen können, mir in die Linse zu grinsen, erwischte ich auf dem Elberadweg trotz mehrerer Versuche keinen Einzigen. Der Grund: Dort waren scheinbar nur Dresdner unterwegs und diese sind – besonders dann, wenn auch das Alter entscheidend ist – nur schwer zu so etwas verrücktem wie einem Foto zu bewegen. Rettung nahte an einer Ampelkreuzung in der Radeberger Vorstadt. Dort schickte sich gerade ein Trabi an, die Kreuzung zu queren. In meinem Kopf schien gerade ein ganzer Kronenleuchter hell zu erstrahlen – das wars doch – „Alte Liebe rostet nicht“ – verdammt! Nun rächte sich meine Wahl der ungewohnten Analogkamera. Es war mir leider nicht möglich, die Gute zeitnah in Gang zu setzen, so dass vom Trabi im Sucher leider nur noch eine blaue Dunstwolke zu erkennen war. Verdammt – irgendwo musste ich jetzt einen Trabi herbekommen. Vor 20 Jahren noch hätte man mich dafür ausgelacht. Während die Suche in der Neustadt noch erfolglos blieb, wurde ich im Hecht fündig. Leider war dieses Modell besonders rostig und besonders lieb schien es auch niemand mehr zu haben – egal – Klick! Die letzten 15 Minuten verbrachte ich unter anderem damit, meine Frau zum Thema „Das Leben ist eine Baustelle“ im Sandkasten in unserem Hinterhof zu drapieren und in mordsmäÃ?iger Geschwindigkeit zurück zum Neumarkt zu radeln. Punkt 18 Uhr war ich vor Ort – puh.

Fazit: Trotz – NEIN – vielmehr wegen der vielen „Schwierigkeiten“ – hat es SpaÃ? gemacht. Im nächsten Jahr gerne wieder. Dann aber mit deutlich weniger Vorbereitung und Equipment (ein Stativ ist für solch einen Wettbewerb völlig ungeeignet), denn der SpaÃ? scheint bei der Fotosuche an vorderster Stelle zu stehen.

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