Der einzig momentan halbwegs auf dem Raspberry Pi funktionierende Web-Browser ist Midori. Dieser ist zum Beispiel auch bei Raspbian vorinstalliert. Er gilt als besonders ressourcenschonend. Dennoch ist das Browsen anstrengend und bei mehreren Tabs Dank der langen Wartezeiten fast unmöglich. Die Prozessorleistung Prozessorauslastung schnellt bei jedem Klick durch die Decke, was der Geschwindigkeit beim Seitenaufbau alles andere als zuträglich ist. Als einer der performantesten Browser gilt heutzutage Google Chrome. Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis es mit Chromium die quelloffene Variante von Google Chrome, auch auf den Raspberry schafft. Hier eine kleine Installationsanleitung, die ich mir von hier geklaut habe:
Nun noch der CPU den maximalen Arbeitsspeicher mittels Kopieren der start.elf zur Verfügung stellen, und schon kann chromium mittels
chrome â??disable-ipv6
gestartet werden. Dabei handelt es sich natürlich erst um eine sehr frühe Version. Immerhin kann man im Vergleich zu Midori deutliche Geschwindigkeitsvorteile (besonders bei mehreren Tabs) erkennen. Sollte sich der Raspberry in Zukunft doch noch als Desktop-Ersatz eignen…?
Hach – das waren noch Zeiten. Als man noch jedes Bit seines Arbeitsspeichers persönlich kannte und Dank der 640k-Grenze lernen musste, mit seinen Ressourcen sparsam umzugehen. Heutzutage knallt man sich den Rechner gigabyteweise mit RAM voll und ist damit alle Sorgen los. Doch glücklicherweise bringt einen der Raspberry wieder für einen kurzen Moment zurück in die gute alte Zeit. Dieser besitzt nämlich stolze 256 Megabyte! Arbeitsspeicher. Jüngere Windows-Nutzer werden sich kopfschüttelnd fragen, wie man damit überhaupt ein Betriebssystem, geschweige denn Anwendungen zum Laufen bekommt. Allein der Blick in den Taskmanager zum Studium des Verbrauchs von Arbeitsspeicher aktueller Web-Browser, dürfte den einen oder anderen kopfschüttelnd zurücklassen. Doch damit nicht genug – hinzu kommt auch, dass sich die CPU des Raspbian den Arbeitsspeicher noch mit der Grafikeinheit teilen muss. StandardmäÃ?ig sieht die Aufteilung wiefolgt aus:
Leider ist diese Einstellung mehr oder weniger statisch und lässt sich nur über das Kopieren vorbereiteter Scripte und zusätzliches Booten manipulieren:
Maximaler Arbeitsspeicher für die CPU, minimaler Videospeicher:
Schon erstaunlich, wie schnell die Entwicklung des Debian-Ablegers für den Raspberry Pi voranschreitet. Raspbian heiÃ?t das Ganze und ist seit einer Woche nicht mehr nur in der auf Debian 6 basierenden Squeeze-Version, sondern im auf Debian 7 basierenden Wheezy verfügbar. Folglich heiÃ?t das Image natürlich auch Raspbian Wheezy. Während das gröÃ?te Manko an der Vorgängerversion die fehlende Unterstützung der hardwareseitig durchaus vorhandenen Gleitkommaunterstützung war, ist dies in Wheezy nun endlich auch verfügbar. Je nach Anwendung kann man sich auf bis zu 40% Leistungszuwachs freuen. Ausführliche Benchmarks zu diesem Thema kann man in einem interessanten Artikel auf dem Blog des Entwicklers Adam Armstrong begutachten. Auch die Installation ist etwas vereinfacht worden, so dass nun die einzige Schiwerigkeit darin liegen sollte, eine kompatible SD-Karte aufzutreiben. Als Desktop-Ersatz taugt der Raspberry natürlich noch immer nicht wirklich – aber wer will das schon. Die Stärken dieses kleinen Rechenknechts liegen in ganz anderen Bereichen. Mein eigenes kleines Projekt wächst und gedeiht auch schon ein wenig – später (vermutlich viel! später) mehr dazu.
Update: Eine schöne Anleitung für die Installation und erste Schritte zur Einrichtung gibt es auf jankarres.de.
Als selbsternannter Alpha-Blogger hat man es nicht leicht. Ständig auf der Suche nach bloggenswerten Neuigkeiten, denn Kleinbloggersdorf will unterhalten werden. Ã?ber die Jahre hinweg hat man da auch durchaus seinen Lesern gegenüber ein gewisses Gefühl der Verwantwortung entwickelt. Am Anfang hat man noch gedacht, dass man sein einziger Leser wäre, und ohne es zu merken steht man plötzlich sogar in einem merkwürdig-zwielichtigen Rampenlicht des Internets. Findige Marketingstrategen der Onlinewelt machen sich so etwas gern zu Nutze. Man nehme etwas Spannung gepaart mit Exklusivität und Unterhaltungswert – und schon findet sich irgendein Blogger, der über eine beliebige Neuigkeit voller Enthusiasmus berichtet. Aus einer simplen Idee heraus kann dadurch mit vergleichsweise wenig Aufwand Publicity entstehen. Früher nannte man das schlicht Ã?ffentlichkeitsarbeit. Heute liegen diese Praktiken zwischen professionellem Online-Marketing und profanem Linkbait.
Letzte Woche hat es mich erwischt. Ein handbeschriebener rosa! A4-Umschlag mit einem „Top Secret“-Aufdruck wurde von meiner Frau aus unserem Briefkasten gefischt. Umgehend wurde ich aufgeregt kontaktiert und genehmigte in Abwesenheit meiner selbst trotz besagter Klassifizierung die sofortige Ã?ffnung des „Corpus Delicti“. Zum Vorschein kam eine rote Folie und folgender Brief (anklicken zum VergröÃ?ern):
Ich gebe zu, dass ich der Versuchung nicht widerstehen konnte, mich für kurze Zeit gebauchmiezelt zu fühlen. Jemand von einem „Ministerium für glückliche Zufälle“ hatte MICH auserkoren. Zufall? Nunja – als Blogger habe ich da wie schon erwähnt so meine Zweifel.
Heute nun flatterte ein weiterer Brief in unser Haus. Aufwändig personalisiert, denn eine „Google Streetview“-Ansicht unserer StraÃ?e prangte auf der einen Seite. Auf der anderen war ein verschlüsselter Text aufgedruckt der sich – wer hätte das gedacht – mit der Folie entschlüsseln lieÃ?. Na? Jetzt seid ihr bestimmt gespannt, was der ganze Aufwand zu bedeuten hatte?! Die Auflösung ist (leider) recht simpel und machte mich mit der mir bisher noch unbekannten Suchmaschine „Snipon“ bekannt:
Snipon.de ist eine lokale Produktsuchmaschine. Man gibt den Namen eines Produktes ein und man erhält eine regionale Trefferliste. Ein „Alleinstellungsmerkmal“ gegenüber „normalen“ Produktsuchmaschinen gibt es auch, da auch die klassischen Print-Werbeprospekte indiziert werden. Eigentlich nichts Neues. Kennt man zum Beispiel von den beiden Marktführern in diesem Bereich marktjagd.de und kaufda.de. Dann doch etwas überraschend für mich war die Tatsache, dass Snipon ebenso wie Markjagd in Dresden angesiedelt ist.
Doch nun zurück zu meinem „Auftrag“: Ich soll mir nun Snipon anschauen und mittels eines eigens eingerichteten Agenten-Terminals meine Meinung kundtun, um dann vielleicht einen von drei Preisen zu gewinnen. Ob ich mich darauf einlasse? Na klar! Ich finde die Idee gut und auch wenn es bei der Umsetzung an der einen oder anderen Stelle Probleme gab (in dem Brief von heute werde ich darauf hingewiesen, dass sich gleich bei mir um die Ecke ein Schlecker befindet ;-)) bin ich doch von dem betriebenen Aufwand positiv überrascht. Die für diese Aktion zuständige Marketingabteilung darf sich ein Bienchen ans Revers heften!
Die Kosten für einen Kamera-Slider (auch Dolly oder DSLR-Slider genannt) haben mich anfangs schon mächtig staunen lassen. Für ein Gerät, mit welchem jene Spielereien kunstvollen Kamerafahrten möglich sind, muss man 500-1000 Euro hinlegen. Dabei sind die Zutaten relativ simpel. Der hohe Preis entsteht eher durch den Mangel an Angeboten und die vergleichsweise geringe Nachfrage. Dies sind auch die Gründe, warum sich im Internet erstaunlich viele Seiten mit DIY (Do-It-Yourself)-Anleitungen für „Kamera-Slider“ beschäftigen. Das Gestell aus Schienen, Motor und Zahnriemen lässt sich aus einfachen Bauteilen aus den Sortimenten von Baumärkten und Elektronik-Versendern zusammensetzen. Grundlage für die Steuereinheit ist oft ein Arduino Uno der wiederum Basis für das Steuergerät mit dem Namen „MX2 Dolly Shield“ ist. Dieses kostet immerhin schon stolze 225 Dollar. Mit etwas Elektronik-Kenntnissen kann man sich die Steuereinheit auch aus diesem 55 Dollar günstigen Bausatzselbst zusammenlöten. Interessant wäre auch die Umsetzung auf Basis eines Raspberry Pi. Ich bin mal gespannt, wann sich hierfür erste Interessenten mit Zeit und MuÃ?e zur Umsetzung finden.
Mit portableslider.com ist mir heute ein interessantes Projekt vor die Nase gekommen. Im dortigen Onlineshop kann man besagte Steuereinheit inkl. Gehäuse für faire 130 Euro käuflich erwerben. Bald soll es dort auch einen kompletten Slider zu kaufen geben. Ich bin auf den Preis gespannt.
Eine interessante Selbstbauanleitung zum Thema (mit Stückliste und detailierter deutschsprachiger Beschreibung) findet man auf www.hoeflers.com.
Ja – was wäre so ein heiÃ?er sonniger Dresdner Sommer wie der jetzige ohne das Seifenkistenrennen an der Saloppe? Die Sonne schien quasi in Strömen und auch die zehntausenden Besucher lieÃ?en sich trotz hier und da auftretender Regentropfen nicht von ihrer Meinung abbringen, dass es nicht regnen würde. Geboten wurde feinster Motorsport auf allerhöchstem Niveau. Zahlreiche Teams traten mit teils recht abenteuerlichen Konstruktionen gegeneinander an. Der mittlerweile 12. „Prix de Saloppe“ ist in den letzten Jahren zu einer Institution geworden und gilt unter Fachleuten und Kennern der Seifenkisten-Szene als das Rennen der Saison.
Und so haben auch wir uns in diesem Jahr wieder trotz aller meteorologischer Unkenrufe unter die Besucher gemischt. Am Ende waren wir durchnässt bis auf die Haut. Gelohnt hat es sich dennoch – allein schon wegen der wiedermal spektakulären Bilder.
Trotz der mehr oder weniger gezielt eingesetzten fotografischen Tricks…
…das mit der Bewegungsunschärfe – um die teilweise atemberaubenden Geschwindigkeiten zu unterstreichen – klappt aber nicht immer – ist eher ein Glücksspiel!
…kann man die wahre Dramatik im Motorsport natürlich nur im Bewegtbild festhalten. Hierfür habe ich in diesem Jahr sogar meine DSLR (komplett in Farbe, Ton leicht übersteuert, dafür in HD!) bemüht – sehet und staunet. Zuschauer mit ängstlichem Gemüt oder schwachen Nerven sollten folgende Videos NICHT abspielen!
Ich gebe zu – das klingt erstmal etwas merkwürdig. Warum sollte man nicht den gewohnten Weg über die Einbindung des Javascript-Snippets gehen wollen, um die Nutzer einer Internetseite mittels Google Analytics zu tracken? Ganz einfach: Manchmal steht einem als Entwickler schlicht und ergreifend kein JavaScript zur Verfügung – beispielsweise beim Tracken von Feeds. Zwar kann ich den Klick auf ein Feed-Icon und damit das Abonnieren desselben durchaus auch über das Analytics-Ereignistracking verarbeiten. Allerdings kann ich dadurch natürlich nicht das spätere direkte Abrufen des Feeds erkennen, da es sich bei einem Feed um reines XML handelt und JavaScript dort nichts zu suchen hat. Bisher war mir nur der Umweg über Feedburner bekannt. Nun bin ich bei der Suche nach einer anderen Lösung für mein yablar-Projekt auf eine vielversprechende „Google Analytics PHP Client“-Lösung namens „php-ga“ (ab PHP 5.3) gestoÃ?en.
Das Prinzip: Die Tracking-Parameter werden via PHP analog zum Javascript-Snippet gesetzt und über einen simplen HTTP-Request abgesendet.
Nun könnte man auf die Idee kommen, das komplette Tracking in PHP umzusetzen. Damit würde man dem Nutzer, der bei einer JavaScript-Umsetzung immerhin noch die Möglichkeit hat, das Laden des JavaScripts zu unterbinden, komplett die Kontrolle entziehen. Meiner Meinung nach nicht die feine englische Art. In meinem Fall möchte ich lediglich herausfinden, wieviele Zugriffe es auf die Feeds gibt und welche Gerätschaften benutzt werden…alles für die Weiterentwicklung versteht sich!