Mai
16
2015
Na? In der aktuellen Dresdner Kleinstadtposse „Marina Garden“ auch ein wenig den Ã?berblick verloren? Frank hat sein Halbwissen zu dem Thema mal zusammengesammelt und eine beeindruckende Zusammenfassung der Fakten erarbeitet. Objektiv, neutral und mit gut recherchierten Argumenten untermauert. Respekt von meiner Seite! Warum musste da eigentlich erst ein Blogger kommen?
Mai
06
2015
Wenn einer so ein Häuschen baut – dann kann er was erzählen. Jeder Häuslebauer hat nicht nur eine Geschichte drauf, bei der es darum geht, dass irgendetwas nicht so funktioniert hat, wie es geplant war. Behaupte ich mal. Von kleineren Reibereien von vor dem Start des eigentlichen Hausbaus mal abgesehen, sind wir bisher von solchen Geschichten verschont geblieben. Das änderte sich Ende letzter Woche.
Als wir mit dem Elektriker vor Ort waren, um Dinge wie Schalter, Steckdosen und Brennstellen (für Laien: Lampen) mit einem groÃ?en Bleistift an die Wände zu kritzeln, fiel uns auf, dass die erst einen Tag zuvor eingesetzten Fenster im Erdgeschoss irgendwie merkwürdig aussahen. Zwischen Fensteroberkante und Rolladenkasten war noch jede Menge Platz. Hatte der Maurer jetzt eine Steinschicht vergessen? Oder hatte sich der Fensterbauer vermessen? Leider fehlte mir an dem Tag der Plan mit dem passenden Schnitt, um mittels Zollstock die eine oder andere Theorie zu untermauern. Da half nur die Nachfrage beim Bauleiter – und – siehe da – so nach und nach konnte ich ihm die Information aus der Nase ziehen, dass sich der zuständige Fensterbauer beim Messen vertan hatte. Dem Fensterbauer ist so etwas laut eigener Aussage wohl in 30 Jahren noch nicht passiert. Nunja. Die neuen Fenster sind schon in der Produktion und sollen in der nächsten Woche ausgetauscht werden. Ã?rgerlich ist natürlich, dass diese Geschichte den ganzen Zeitplan etwas durcheinander bringt.
Aktuell warten wir noch auf das Angebot des Elektrikers. Laut Bauvertrag ist eine bestimmte Anzahl von Steckdosen, Schaltern und Brennstellen vereinbart. Alles weitere bedeutet Zusatzkosten. Wir haben natürlich einige Zusatzwünsche ( vor allem Leerrohre 😉 ) geäuÃ?ert, die wahrscheinlich ihren Preis haben. Das Positive an der Fenster-Geschichte: Wenn die Fenster nach dem staubigen Schlitzen der Kanäle für die Elektrik wieder ausgetauscht werden, müssen wir sie nicht putzen. 😉
Nachfolgend heute mal ein paar Fotos vom Innenleben unseres Häuschens. Allen voran ein „Fenster des AnstoÃ?es“.
Apr.
24
2015
In den letzten zwei Wochen hat sich wieder viel getan. Die Sichtbereiche des Dachstuhls und die Stützen des abgeschleppten Daches wurden gestrichen. AnschlieÃ?end wurde binnen zwei Tagen das Dach komplett gedeckt. Wichtige Fragen wie die Lage der Fallrohre (Laien dürfen auch Dachrinnen sagen) und die Art und Weise, wie der Schornstein verschindelt werden sollte, mussten abschlieÃ?end geklärt werden. Bei den Dachfenstern der Südseite haben wir uns zähneknirschend für AuÃ?enrollos entschieden. Als langjähriger Bewohner eines vergleichbaren Kinderzimmers in sonniger Lage, wollte ich unserem Kind diesen Luxus gönnen. Da der Markt für derartige Fenster in Deutschland mehr als überschaubar ist, sind leider auch die Preise eines Monopolisten würdig.
Heute war ich vor Ort, um mit dem Installateur jede Menge Fragen zu klären. Recht schnell einigen konnten wir uns bei der Lage der Sonnenkollektoren, die wir clevererweise auf der Südseite platziert haben. Die Lage der Zuleitung der Kollektoren zur Gastherme war dann schon etwas kniffliger. Schwieriger war auch die Frage, wo der AuÃ?enanschluss für das Wasser platziert werden soll. AuÃ?erdem wird mehr und mehr deutlich, wie wichtig die genaue zeitliche Planung der einzelnen Gewerke ist. Glücklicherweise kennen sich die Subunternehmen sehr gut. Die Kommunikation scheint bisher zu passen. Hier wieder ein paar Fotos vom aktuellen Stand:
Die nächsten Schritte sind Fenster & Türen, die Rohinstallation des Elektrikers, der Trockenbau und der Innenputz. Im Idealfall in genau dieser Reihenfolge. 😉 Je nachdem, wie schnell der Gasversorger mit meinem Antrag für den Gasanschluss vorankommt wird in einem Monat auch endlich mal wieder geschachtet. Genügend Erfahrung habe ich ja jetzt.
Apr.
23
2015
Am kommenden Samstag (25.04.) findet der nunmehr fünfte „Fotomarathon Dresden“ statt. Seit 2012 habe ich jedes Jahr daran teilgenommen und so meiner in die Jahre gekommenen analogen Knipse noch eine Daseinsberechtigung verschafft. Bisweilen sogar mit vorzeigbaren Erfolgen. In diesem Jahr fällt der Termin leider zeitgleich auf das Wochenende vom Mobilecamp. Eigentlich wollte ich auf zwei Hochzeiten tanzen, habe mich nun allerdings dagegen entschieden. Man wird ja auch nicht jünger. Am 30. April nächsten Jahres werde ich mich dafür wieder auf die Fotomarathon-Strecke begeben – komme was wolle.
Mein Ticket für die Teilnahme am analogen! Wettbewerb möchte ich an dieser Stelle verschenken. Einfach einen Kommentar unter diesen Beitrag setzen. Das Los entscheidet.
Das Ticket hat immerhin einen Wert von aktuell 15 Euro. Man erhält dafür mindestens 5 Stunden Unterhaltung und je nachdem, was man abliefert, auch einen Preis. Die Details kann man sich an dieser Stelle zu Gemüte führen. Wer sich nicht so recht vorstellen kann, was bei so einem Fotomarathon passiert, der sollte sich meine Berichte der letzten Jahre (2012, 2013, 2014) zu Gemüte führen.
Tags: Fotomarathon, Fotosuche
Apr.
11
2015
Gestern wurde mit dem Aufsetzen des Dachstuhls der Rohbau fertiggestellt. Trotz der Osterfeiertage und den Wetterkapriolen der letzten Tage liegen wir nur drei Tage hinter dem Bauablaufplan zurück. Nimmt man unseren „Zweiten Spatenstich“ als Startdatum für die Arbeiten, dann hat es vom Aushub der Baugrube bis zum Richtfest lediglich 40 Tage gedauert. Ohne jetzt wirklich groÃ?e Erfahrung auf diesem Gebiet zu haben, denke ich, dass das eine ganz sportliche Leistung ist.
Binnen eines knappen Tages wurde der bereits in Teilen vormontierte Dachstuhl Stück für Stück auf das Dach gehievt und dort zuzsammengebaut. „Wie Lego“ meinte der Zimmerer. So wie es sich gehört, wurde dieser wichtige Meilenstein gebührend mit einem Richtfest gefeiert. So wie es die Tradition verlangt, wurde mir als Bauherr die Ehre zu Teil, den letzten Nagel ins Gebälk zu schlagen. Nachdem ich schon bei unserem Polterabend vor vielen Jahren in dieser Disziplin kläglichst versagte, konnte ich auch diesesmal wieder mit einer ähnlich schwachen Leistung zur Belustigung der Zuschauer beitragen. Nachdem das gut 20 cm lange und um die 5mm dicke Nägelchen die ersten Schläge durchaus gut voran kam, stockte der Vortrieb dann wie vermutet. Der Nagel krümmte sich, wurde wieder gerade geklopft, nur um sich nach wenigen Schlägen wieder zur Seite zu neigen. Irgendwann hatte der stattliche Zimmermann dann doch Mitleid mit mir und brach den Nagel mit einer routinierten Handbewegung direkt über dem Gebälk ab. Wenn ich Zimmermannsnägel einschlagen könnte, dann hätte ich das Haus selber und ohne Hilfe gebaut, meinte ich dann noch scherzhaft, was dem Zimmerer ein müdes Lächeln auf sein Gesicht zauberte. Der Zimmermann griff zu einem bereitgestellten Schnapsgläschen, wünschte uns Glück und alles Gute und warf das in einem Schluck geleerte Glas auf den Boden. Wäre es ganz geblieben, hätte es Unglück gebracht. Was soll ich sagen – es zersprang in viele kleine Einzelteile. Nun kann wirklich gar nichts mehr schiefgehen.
Als die Zimmermannsleute gegangen waren, verriet mir der Bauleiter, dass die Zimmerer ihre Nägel in vorgebohrte Löcher schlagen. Fies, aber irgendwie sympatisch.
Danksagung:
Danke an die Bauleute und die Zimmerer. Danke an die Helfer und die Griller. Danke für die Biertischgarnituren. Danke für die schicke Birke. Danke an alle Gäste und für die zahlreichen Geschenke (das Foto zeigt nur einen kleinen Teil). Kein Dank geht an die letzten drei Bier, die irgendwie schlecht gewesen sein müssen…
Apr.
01
2015
Tag für Tag radle ich knapp 5km mit dem Rad auf Arbeit. Meist bin ich zu früher Stunde noch allein auf weiter Flur. Heute hatte ich mit Niklas, dem aktuellen Sturmtief, einen treuen Begleiter. Während ich gestern auf dem Heimweg noch von seiner Anwesenheit profitierte, und Dank des permanenten Rückenwindes in jedem Streckenabschnitt eine neue Bestmarke aufstellen konnte, blies mir der Sturm nun direkt ins Gesicht. Und das auf dem bei dieser Wetterlage recht anspruchsvollen Elberadweg. Permanent hatte ich das Gefühl, trotz übermenschlicher Anstrengungen so überhaupt gar nicht vom Fleck zu kommen. Jeden Millimeter musste ich mir hart erkämpfen. Während ich so vor mich hinschnaufte, bemerkte ich während eines routinemäÃ?igen Schulterblicks, dass es sich hinter mir nicht weniger als drei weitere Radler in meinem stattlichen Windschatten gutgehen lieÃ?en. Belgischer Kreisel – schrie ich gehetzt über meine Schulter. Keine Reaktion. Was ist nur aus den Möchtegern-Radlern der heutigen Zeit geworden…
Tags: Fahrrad
März
31
2015
Ab sofort kann man das beliebte Spiel Pac-Man auch in Dresden spielen – und das ist wortwörtlich gemeint. Glaubt ihr nicht? Hier ist der Beweis – Kenner sollten das Dresdner Hechtviertel schnell identifizieren können:

Und so funktioniert es: Auf maps.google.de gehen, auf das Symbol unten links klicken & den Bereich auswählen. Sobald genügend StraÃ?en erkannt werden, kann das Spiel auch schon losgehen.

März
30
2015
Heute hatten wir Besuch auf der Baustelle. Mike hatte sich angekündigt. Mike heiÃ?t das aktuelle Sturmtief. Obwohl die lokalen Medien vermelden, dass Mike Dresden und seine nähere Umgebung verschont hätte, hatte ich doch etwas Muffensausen. Vom gemütlichen Bürofenster aus betrachtet, fand ich schon, dass sich der gute Mike ganz schön austoben würde. Spontan entschloss ich mich, nach Feierabend nochmal auf der Baustelle nach dem Rechten zu schauen. Die Abdeckung der Mauer (siehe Headerbild) hatte sich teilweise gelöst und flatterte wild herum. Sinnigerweise hatte man diese mit den doch recht leichten Ytong-Steinen beschwert, welche der Wind an einigen Stellen von den Wänden gefegt hatte. Jetzt habe ich auch eine ungefähre Vorstellung davon, wofür diese Helme gedacht sind, die professionelle Bauarbeiter immer auf ihren Köpfen tragen. Auf dem zur Hälfte fertig gemäuerten Obergeschoss haben die Bauleute eine Palette Rigips für die Trockenbauer abgestellt. Mit der Abdeckplane hatte Mike kurzen Prozess gemacht, so dass der Regen ungehindert seiner Wege flieÃ?en konnte. Frage an die Experten: Sind die Rigips-Platten nun überhaupt noch zu gebrauchen?
Ansonsten gab es glücklicherweise keine gröÃ?eren Schäden. Die Gerüste stehen fest und zeigen sich bisher von Mike unbeeindruckt. Hier und da steht die eine oder andere Pfütze, aber das lässt sich ja durch das momentan noch fehlende Dach leider nicht vermeiden. AuÃ?erdem sind wir das Nass ja mittlerweile gewöhnt. 😉

Noch während meiner Inspektion, die übrigens bei Sonnenschein stattfand, verdunkelte sich der Himmel schlagartig und ein greller Blitz sauste vom Himmel herab. Wenige Augenblicke später prasselte ein kapitaler Hagelschauer auf mich hernieder, so dass ich den Ort des Geschehens fluchtartig verlassen musste. Während Mike sich noch ein wenig austobt, steht schon sein Kollege Niklas in den Startlöchern. Die Prognosen verheiÃ?en leider nichts Gutes.