Der Schaubudensommer steht vor der Tür. Zeit für den alljährlichen Blick auf das gebotene Programm. Wie in jedem Jahr sind einige Dauerbrenner natürlich wieder mit von der Partie. Annamateur darf selbstverständlich nicht fehlen. Zeitiges vor Ort sein ist hier wie immer Pflicht. Auch die Echse gibt sich wieder die Ehre. Habe ich in den letzten Jahren leider nicht das Vergnügen gehabt. Da die Echse in diesem Jahr sogar den Deutschen Kleinkunstpreis eingeheimst hat, muss ja vermutlich auch was dran sein, am Erfolg. Empfehlen kann ich ebenso die Oralneurotikerselbsthilfegruppe. Bereits 2011 gesehen und für gut befunden. Vom ersten Eindruck interessant finde ich Cie. Zero en Conducta aus Spanien. Ordentlich Laune machen bestimmt auch Gankino Circus.
Wie in jedem Jahr gilt: Die einzelnen Veranstaltungen finden nur an ganz bestimmten Tagen und häufig auch zu Zeiten statt, die erst am gleichen Tag bekannt gegeben werden. Wer sich für die Eintrittspreise interessiert, der kann sich im Artikel aus dem letzten Jahr informieren.
Dank des dezenten Hinweises einer Stammleserin werde ich am Freitag zum ersten zweiten Mal die „Lange Nacht der Wissenschaften“ in Dresden besuchen. Wie in jedem Jahr ist das Angebot wieder überwältigend. Da so eine Nacht nicht besonders lang ist, sollte man vorab eine möglichst kluge Auswahl treffen, um die interessanten Veranstaltungen möglichst effizient abzuarbeiten. Android-Nutzer können in diesem Jahr erstmals von einer eigens zusammengeschusterten App profitieren. Nach einem ersten kurzen Test kann ich dieser Anwendung das Prädikat „durchaus brauchbar“ verleihen. Sie hilft dabei, in die angebotenen Veranstaltung, je nach eigenen Vorlieben, etwas Struktur zu bringen. Mein Highlight:
Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, Friedrich-List-Platz 1, 01069 Dresden
Kinderprogramm
18.00 – 23.00 Uhr
Computer gegen Mensch – Wer gewinnt auf der Carrera-Bahn?
Raum:S 221
Kurzinfo:Teste Deine Reaktionsfähigkeit und trete beim Modellautorennen gegen unseren Computer an. Gewinnst Du gegen unseren Computer, so wirst Du mit einem Eintrag in der Online-Bestenliste belohnt und kannst dies Deinen rennsportbegeisterten Freunden zeigen.
Wobei ich mich frage, was so eine Carrera-Bahn im Kinderprogramm zu suchen hat. 😉
Eine scheinbar nutzlose aber extrem kurzweilige Anwendung für den Raspberry Pi könnten „Useless Machines“ sein. Kennt ihr nicht? Hier einige schöne Modelle.
Hach – was habe ich mich bei den Videos weggeschmissen. Bei jedem einzelnen! GröÃ?tenteils kommt bei diesen Geräten natürlich sehr viel einfachere Hardware, als der Raspberry Pi zum Einsatz.
Fast zwei Monate nach dem diesjährigen Fotomarathon wurden gestern endlich die Preisträger bekannt gegeben. Der auf den ersten Blick lange Zeitraum erklärt sich aus der Vielzahl an Teilnehmern. Nicht weniger als 1600 Fotos mussten durch eine fachkundige Jury beurteilt werden.
Ich selbst war natürlich wieder angetreten, um meinen letztjährigen dritten Platz in der Kategorie Analogfotografie zu verteidigen. Und – was soll ich sagen – als die 10 Fotos des diesjährigen dritten Platzes gezeigt wurden, war nicht ein einziges meiner Fotografien darunter. Meine Frau, die mich zur seelisch-moralischen Unterstützung begleitet hatte, grinste mich frech von der Seite an: „Na? Wird wohl in diesem Jahr doch nichts?!“ Betont gelassen und mit einem herablassenden Blick versuchte ich ihr zu verstehen zu geben, dass die Bekanntgabe des ersten Platzes noch ausstehen würde. Sie feixte noch immer und schien sich an meiner Nervosität zu erfreuen. Wenn ich ehrlich sein soll, hatte ich nicht wirklich Hoffnung. Die bisherigen Preisträger waren schon ziemlich gut. Auch Platz zwei ging nicht an mich – der Drops war für mich damit gelutscht. Während ich mir schon einige belehrende Worte für meine Frau zurechtlegte, mit denen ich ihr erklären wollte, dass nicht die Preise, sondern vielmehr die Idee hinter dem Fotomarathon den Reiz ausmachen würde, wurde zunächst der erste Preis in der Kategorie digital vergeben. Bereits beim ersten gezeigten Bild quiekte es hinter uns. Eine junge Frau hatte gewonnen die, noch während ihre Fotos in Form eines kleinen Filmchens an die Wand geworfen wurden, nicht müde wurde zu erklären, dass sie doch gerade erst mit dem Fotografieren angefangen hätte und ihre Kamera auch nur ein Einsteigermodell gewesen wäre und überhaupt. Ein Bilderbuchbeispiel für meine immer wieder gern vorgetragene Predigt, dass nicht die Kamera das Entscheidende an einem guten Foto ist, sondern derjenige, der durch den Sucher schaut.
Nun komme ich – man ahnt es vielleicht schon – zu (m)einem Höhepunkt in diesem kleinen Beitrag. Dem ersten Preis in der Kategorie Analogfotografie. Gleich das erste Foto war wie ein Schock für mich, denn es kam mir erfreulich bekannt vor. Das Grinsen im Gesicht meiner Frau war einem Schockzustand gewichen. Nun grinste ich! Unfassbar! Mit wackeligen Knien ging ich nach vorn, um den Applaus der Teilnehmer nebst meinem Preis in Empfang zu nehmen. Selten hat man mich so dermaÃ?en sprachlos erlebt.
Als Gewinn wurde mir neben der obligatorischen Urkunde ein Gutschein für ein Jahresabo bei FotoTV.de und eine analoge Kompaktkamera überreicht. Irgendeine Kompaktkamera? Nein! Natürlich nicht. Eine Lomo! Irgendeine Lomo? Nein! Eine Lomo mit Fisheye-Objektiv. Genau handelt es sich hierbei um folgendes Modell (Amazon-Link!):
Der Erfolg von den über viele Jahre hinweg populären Lomografie-Kameras lässt sich nur schwer erklären. Billig wirkende Knipser aus Plaste, die qualitativ scheinbar minderwertige Fotos auf analogem! Film produzieren. Die stetig wachsende Lomo-Community spricht jedoch eine andere Sprache. Für mich ist es (vor allem in Bezug auf das schon lange herbeigesehnte FishEye-Objektiv) ein äuÃ?erst spannender Preis, bei dem ich darauf brenne, ihn in den nächsten Tagen mal auszuprobieren. Auch in unserem diesjährigem Urlaub wird das Schmuckstück neben den anderen drei! Kameras einen Platz in unserem Gepäck bekommen – so ich denn meine Frau von der Notwendigkeit der Mitnahme überzeugen kann. 😉
Doch nun genug der vielen Worte. Ladies & Gentlemen – ich präsentiere – die Gewinnerfotos der Kategorie Analog:
Ganz zufrieden bin ich (natürlich) nicht. Technisch sind die Fotos einfach nicht sauber genug. Hier ein Härchen oder ein Regentropfen auf der Linse. Dort nicht ganz gerade oder der Bildausschnitt nicht exakt dort, wo ich ihn haben wollte. Von der Belichtung mal ganz zu Schweigen. Andererseits sind diese scheinbaren Mängel das, was das Konzept des Fotomarathons ausmacht. 10 Themen, 10 Fotos mit jeweils genau einem! Versuch. Keine Nachbearbeitung, kein Löschen. Herrlich! Wieviel SpaÃ? ich während des Fotomarathons (trotz widriger Wetterbedingungen mit Regen und Kälte) hatte, kann man in meinem Fazit nachlesen.
Weitere Preisträger kann man sich auf der Webseite des Fotomarathons anschauen. Impressionen der letzten Jahre findet man auch auf dem angeschlossenen YouTube-Kanal. Erstmals konnte Dank zusätzlicher Geldgeber auch eine Ausstellung mit allen Teilnehmerbildern eröffnet werden.
Wo : Quality Hotel Plaza Dresden, Königsbrücker Str. 121A, 01099 Dresden
Wann: 22. Juni – 28. Juli, täglich kostenfrei zugänglich
Die „Mehreinnahmen“ kommen auch in diesem Jahr wieder dem Dresdner Verein LUBA Dresden e.V. zu Gute. Dieser kümmert sich um die Erfüllung von Wünschen benachteiligter Kinder. Mein besonderer Dank geht an die Macher des Dresdner Fotomarathons. Was diese bisher in den letzten Jahren auf die Beine gestellt haben, ist schon bemerkenswert. Umso erfreulicher zu hören, dass es mittlerweile schon Sponsoren gibt, die von sich aus fragen, ob sie finanzielle Unterstützung leisten können.
Während die ganze Welt bei den Protesten in der Türkei auf den groÃ?en Knall wartet, scheinen diese eine überraschende Wendung zu nehmen. Gestern Abend stellte sich ein Mann auf den Taksim-Platz. Einfach so. Zwar offensichtlich mit der Absicht zu protestieren, aber doch anders als dies bisher geschah. Kein Transparent, keine Parole. Einfach nur dastehen.
Mittlerweile haben auch andere diese Art des Protestes aufgegriffen. Sucht man bei Twitter nach #Duranadam und #standingman, stöÃ?t man auf zahlreiche weitere Aktionen.
Vor vielen Monden – ich glaube, es war Weihnachten 2011 – hatte ich von meiner Frau einen Gutschein für das „Dunkelrestaurant Sinneswandel“ in Dresden geschenkt bekommen. Und wie das mit Gutscheinen so ist – sie geraten in Vergessenheit – bis sie irgendwann mal kurz nach Ablauf der Gültigkeit wieder auftauchen. So war es auch in diesem Fall. Glücklicherweise hatte man Verständnis für unsere Vergesslichkeit und gab uns eine letzte Chance.
Das „Dunkelrestaurant Sinneswandel“ befindet sich in einer Ecke von Dresden, in der ich bisher nur selten gewesen bin. Kleinzschachwitz um genau zu sein. Noch genauer: StraÃ?enbahn #2 bis eine Haltestelle vor der Endhaltestelle. Je nachdem, von welcher Richtung aus, versteht sich. Das Etablissement gehört in die Kategorie „Erlebnisgastronomie“ und macht seinem Namen alle Ehre. Es ist dunkel. Sehr dunkel. Um nicht zu sagen Zappenduster. Man sieht rein gar nichts und das ist auch das Konzept des Ganzen.
In einem gemütlichen und hell eingerichteten Vorraum wird man über den Ablauf instruiert. Wir durften aus vier 4-Gänge Menüs wählen und uns ein Getränk aussuchen. Danach erhält man eine Tischnummer und wartet, bis einen der Kellner in einen weiteren Raum bittet. In diesem ist es – nachdem die Tür verschlossen wird – dunkel. Der Kellner ist blind und trotz gerade wegen der für alle gleichen Dunkelheit deutlich im Vorteil. Man selbst steht hilflos in der Gegend rum und hofft, an die Hand genommen zu werden. Das geschieht dann auch. Mit verblüffender Leichtigkeit schlängelt man sich gleich einer Polonaise durch den Gastraum, von dessen wirklicher GröÃ?e man keine Ahnung hat. Irgendwann ist man am Tisch angekommen. Mit einem Klapps auf Tisch und Stühle „zeigt“ der Kellner das Mobiliar. Man ist froh, sich endlich irgendwo festhalten zu können. Ã?ber zwei Stunden sitzen wir uns nun gegenüber. Um uns nichts als Dunkelheit und die Geräusche und die flüsternden Gespräche der anderen Gäste. Es ist unser Hochzeitstag. Mal was anderes – gesehen hat man sich ja oft genug in den letzten Jahren 😉
Das Restaurant trägt den Beinamen „Sinneswandel“ und genau das ist es auch, was die Lokalität so interessant macht. Mit einem Schlag des Augenlichts beraubt, ist man gezwungen, sich irgendwie zurechtzufinden. Motorisch im Grunde einfach zu bewerkstelligende Dinge wie das Bestreichen von Brot mit Dipp oder das Hantieren mit Besteck werden zum Geduldsspiel. Kleine Erfolgserlebnisse lassen einen fast schon in Freudentränen ausbrechen. Anfangs noch ständig auf der Suche nach dem Getränk, hat man es sich dann doch schnell angewöhnt, es immer an der gleichen Stelle abzustellen. Natürlich gibt es auch kleinere Rückschläge. Bei mir waren es die Kartoffeln, die ich erst ganz zum Schluss meines Hauptgangs gefunden hatte, als die Sauce schon komplett aufgebraucht war. Oder die Kugel Eis, die ich irgendwie unbemerkt mit dem Unterarm über den halben Tisch verteilt habe. Der entscheidende Punkt ist jedoch der, dass das Auge mal ausnahmsweise nicht mitisst. Man steckt sich Dinge in den Mund und hat absolut keine Ahnung, was einen erwartet. Während sich meine Frau bereits im Vorfeld für ein ganz spezielles Menü (LandLiebe) entschieden hatte, hatte ich mich für die „Ã?berraschungsvariante“ entschieden und somit überhaupt keinen Schimmer. Geschmeckt hat alles ausgezeichnet. Damit die Augen nicht völlig eingeschnappt sind, kann man nach die Speisen später auch noch auf einem kleinen Bildschirm betrachten. Hier stellte sich in meinem Fall auch heraus, dass ich bei meinem Nachtisch etwas „übersehen“ hatte. Verdammt!
Alles in allem kann man das Dunkelrestaurant durchaus empfehlen. Etwas nachteilig finde ich die gleichzeitige Kombination mit einer „Gourmet-Qualität“ und den entsprechend gehobenen Preisen.
AbschlieÃ?end wieder die zusammenfassende Beurteilung. Dabei gibt es eine Bewertung von 1-10 blechKöppen, wobei 1 und 10 nie erreicht werden können!
Ich beneide die Leute nicht, die tagtäglich im Viertel ihre Runden drehen, nur um irgendwann ein geeignetes Plätzchen für das geliebte Kraftfahrzeug zu finden. Wir selbst sind stolze Besitzer eines Parkplatzes auf einem benachbarten Hinterhof. Der Vermieter stellt uns diesen natürlich nicht einfach so zur Verfügung, sondern lässt sich die Nutzung fürstlich bezahlen. Umso ärgerlicher, dass es immer wieder vorkommt, dass wir bei späterer Heimkehr auch dort keinen freien Platz mehr vorfinden. Und das, obwohl der Zugang seit kurzem nur durch ein sich via Fernbedienung automatisch öffnendes Tor möglich ist. Hat der feine Herr Vermieter vielleicht den Ã?berblick über seine Goldader verloren und den einen oder anderen Stellplatz gleich mehrfach vermietet? Oder wagt es gar ein anderer Mieter mehrere Karossen für den Preis von einer abzustellen?
Seit einigen Wochen steht vor dem Nachbarhaus wegen Bauarbeiten ein Halteverbotsschild, welches die Parkplatzsituation zusätzlich verschärft. Das brachte mich auf eine kongeniale Idee: Warum nicht selbst direkt vor unserem Hauseingang so ein Schildchen aufstellen und den Platz somit für unser Wägelchen frei halten? Zu umständlich? Mitnichten – kann man heutzutage auch online einrichten lassen. Und wenn ich mir die Preise so anschaue, wäre diese Methode im Vergleich zu unserem gemieteten Parkplatz auch in finanzieller Hinsicht fast schon konkurrenzfähig.
Vor einigen Tagen war ich mal wieder auf der anderen Elbseite. Wie die meisten Rechtselber habe ich über die Jahre eine von Vorurteilen geprägte aber dennoch gesunde Abneigung gegen das linkselbische Gebiet entwickelt. Darum hüte ich mich davor, allzu oft die heimischen Gefilde in Richtung besagter Elbseite zu verlassen. Neulich ging es aber nicht anders. Ein Termin auf der Loschwitzer StraÃ?e wollte wahrgenommen werden. Diese – so verriet mir die Online-Map meines Vertrauens – war ohne eine Elbquerung quasi nicht zu erreichen. Also sattelte ich meinen Esel aus Draht und machte mich auf den Weg ins Ungewisse.
Eigentlich kam ich ganz gut voran bis…ja…bis ich an einer Lichtsignalanlage durch rotes Licht (wir Farbenblinde sagen immer oben) zum Halten aufgefordert wurde. Anders als viele Fahrrad-Rowdies nehme ich solch ein Licht auch immeroftmeistens gelegentlich ernst. Und wie ich da so stehe und mir die Sonne auf die kahle Stirn scheinen lasse, höre ich, wie von hinten ein anderer Radler angebraust kommt. Während ich noch damit rechne, dass er, ohne auch nur ansatzweise den Anschein zu erwecken, den Haltevorgang einleiten zu wollen, an mir vorbeischiessen würde, schaltet die Ampel auf grün (wir Farbenblinden sagen immer unten). „Weg!“ – ruft er atemlos und umkurft mich mit einem eleganten Schlenker. Erst jetzt habe ich Gelegenheit, mir den ungeduldigen Zeitgenossen mal etwas genauer anzuschauen. Er gehört zu dem Typ Mann, die ihr Defizit bei der KörpergröÃ?e mit gezieltem Aufbau von Muskelmasse wettmachen wollen. Die Rahmenhöhe seines niegelnagelneuen Mountainbikes würde mir vermutlich nur bis zur Kniekehle reichen. Mit einem beeindruckenden Stechtritt, der selbst den guten alten Lance A. neidvoll erblassen lassen wurde, schickte er sich an, möglichst schnell Meter zwischen sein Hinter- und mein Vorderrad zu bringen. Kopfschüttelnd setzte auch ich meinen Weg fort. Mein Radfahrer-Stil ist ja eher an Jan U’s. angelehnt. Der Gang kann mir nicht hoch genug sein. Runtergeschalten wird nur, wenn keiner guckt. Mit scheinbar gemütlichem bei gleichzeitig kraftvollem Tritt schwebe ich förmlich durch die Prärie. Körperlich – selbstverständlich – am Limit, was ich mir aber nicht anmerken lasse. Und wie ich da so vor mich hin gleite, merke ich, wie mein Kontrahent trotz seiner wilden Strampeleien keinen einzigen Meter gut macht. Eher im Gegenteil. Peu à peu komme ich näher. Nicht, dass ich den Windschatten über die MaÃ?en ausnutzen würde. Ich bin einfach besser. Denke ich so bei mir. Ich hole tief Luft, presse ein möglichst relaxtes „Obacht!“ durch meine Lippen und lasse die Klingel 1x scheppern. Mein Kontrahent scheint mich gar nicht bemerkt zu haben, so erschrocken zuckt er zusammen. Fast schon demütig macht er mir Platz. Ich rausche mit einem deutlichen Ã?berschuss an Geschwindigkeit an ihm vorbei, nur um direkt vor ihm den Radweg in eine NebenstraÃ?e zu verlassen. Nicht etwa, weil ich am Ziel angekommen wäre. Vielmehr hatte mich dieses kleine Rennen dann doch ganz schön geschlaucht.