Ja – was war das heute für ein herrlicher Sommertag. So warm und so schwül wie lange nicht. Genau die richtige Mischung für ein anständiges Unwetter. Und so kam es wie es kommen musste. Pünktlich zum Beginn des Konzerts von Helge Schneider bei den Filmnächten am Elbufer zogen sich die dunklen Wölkchen zusammen und nahmen Kurs auf das Gelände der Filmnächte. Man muss nicht Kachelmann heiÃ?en, um anhand des folgenden Fotos das Unheil kommen zu sehen.
Auch Helge Schneider war die GroÃ?wetterlage nicht entgangen und so eröffnete er scherzhaft mit den Worten…“Da stehen dunkle Wolken über dem Sächsischen Finanzministerium“…sein Konzert. Als die ersten Gewitterböen über die Bühne peitschten, wurde ihm dann schon ein wenig anders. Nach den ersten Blitzen folgten dann auch die ersten Regentropfen, die sich nach und nach zu einem ordentlichen Gewitterregen zusammenfanden. Als erprobte Besucher der Filmnächte waren wir dafür selbstverständlich gewappnet. Regenponchos sind schon was feines. Mehrmalige Nachfragen des Künstlers, ob man das Konzert nicht abbrechen solle, quittierten die Besucher mit einem kollektiven Nein. Da war selbst Herr Schneider sichtlich gerührt ob der bedingungslosen Zustimmung.
Fazit: Volle Buxe – also durchnässte Kleidung trotz der Ponchos – dennoch sehr schönes Konzert – ein echter Helge eben.
Nicht erst seit diesem Jahr findet in Dresden mit der Ostrale eine Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste statt. Fünf volle Jahre lang habe ich es nicht geschafft, mir das Ganze mal anzuschauen. Heute – dank unseres Urlaubs und des (für Ausstellungen) hervorrangenden Wetters – habe ich mich mal nebst meiner Gattin zum Ostragehege begeben, um uns ein bisschen Kultur zu gönnen. Ich gebe zu – beim Thema „zeitgenössische Künste“ legt sich automatisch meine Stirn in Falten und Skepsis beginnt sich in meinem Frontallappen auszubreiten. Was da oft unter dem Deckmantel der Kunst als ebensolche verkauft wird, versteht wohl nur der Künstler beim Zählen der Scheine, die er von irgendeinem Möchtegern-Kunstliebhaber zugesteckt bekommt. Dies ist vermutlich auch der Grund, weswegen ich bisher unbewusst von einem Besuch der Ostrale Abstand genommen habe. Ein weiterer ist sicherlich der für meinen Geschmack deutlich zu hohe Eintrittspreis. Als für irgendeine ErmäÃ?igung nicht in Frage kommender darf man satte 14 Euro berappen. So quittierte ich die Frage des Ticketverkäufers, ob denn in unserer kleinen Besuchergruppe Studenten oder gar Rentner! mit von der Partie wären mit einem müden Lächeln.
Die Ausstellung bot deutlich mehr als ich zu hoffen gewagt hatte. Allein das Gelände des alten Schlachthofs ist ein einziges Kunstwerk. Gerade für passionierte Knipser und Liebhaber von „Lost Places“ ein wahres Eldorado. Die Kunstwerke kann man – wer hätte das gedacht – nicht in einem Satz beschreiben. Zu vielfältig und zu abwechslungsreich, als dass man ein allumfassendes Fazit ziehen könnte. Für uns hat sich der Besuch – trotz des hohen Preises – gelohnt.
Auch schön: Unbekannterweise wurde mir auf meinen eigenen Wunsch hin eine vegan zubereitete Soljanka vom „Veganischen Cateringservice“ gereicht. Hätte ich mich mal vorher infomiert. Wobei – dann hätte ich vermutlich gar nicht mitbekommen, dass „so’n Zeug“ ganz schön lecker sein kann…aber nicht weitersagen…ist mir peinlich! 😉
PS: Ich entschuldige mich in aller Form bei der Dame im dritten Stock der Fettschmelze für das Drücken des Knopfes. Wenn da so ein Knopf in der Gegend rumliegt, kann ich einfach nicht anders, als in einem scheinbar unbeobachteten Moment draufzudrücken. Ich habe ja dann immerhin unter fachkundiger Anleitung wieder alles in Ordnung gebracht…;-)
Ein Jahr nach dem kleinsten Stop Motion Video folgt – mir ist fast so, als wäre es erst wenige Minuten her 😉 – das gröÃ?te Stop Motion Video der Welt. Wieder wurden die einzelnen Frames mit einem simplen Handy abfotografiert. Wieder ist das Ergebnis richtig gut geworden:
Und wieder gibt es auch ein sehenswertes Making-Of:
Und wieder habe ich dieses Schmuckstück auf www.petapixel.com gefunden.
Mal wieder ein richtig gut gemachtes Video aus dem Bereich „Stop Motion„. Das Verblüffende: Kein teures Kamera-Equipment steckt hinter diesem Streifen, sondern ein stinknormales Telefon mit Digitalkamera. Wobei – so verblüffend ist das nun auch wieder nicht – weiÃ? doch jedes Kind, dass die Kamera nicht mehr als ein Werkzeug ist und Idee und Ausführung letztendlich über die Qualität entscheiden. Beides ist in diesem Fall mehr als gelungen.
Mindestens genauso unterhaltsam ist auch das „Making-Of“:
Auf psd-tutorials.de kann man ein mit 237 Seiten sehr ausführliches PDF zum Thema „Freistellen von Haaren“ herunterladen. Das Besondere: Das Tutorial ist nicht nur kostenlos, sondern bis zum 7. August 2011 komplett ohne die sonst notwendige Registrierung abrufbar. Zwar stammt es bereits aus dem Jahr 2009 – jedoch hat sich an den Grundlagen nichts wesentliches geändert, so dass die beschriebenen Techniken auch heute noch ihre Daseinsberechtigung haben. Interessant ist das Ganze natürlich nicht nur für die Königstechnik – das Freistellen von Haaren – sondern generell für das Freistellen an sich. Folgende Themen/Methoden werden bearbeitet:
Die Links führen jeweils zu Video-Tutorials zu den einzelnen Themen. Das eigentliche PDF-Tutorial kann man bis zum Wochenende unter www.psd-tutorials.de herunterladen. Danach vermute ich, dass es nur über eine Registrierung bzw. das psd-tutorials.de-typische Punktesystem herunterzuladen ist.
Was macht man an solch einem wunderschönen Regentag wie heute? Richtig – man schnappt sich kurz nach dem Aufstehen die letzten beiden Karten für das Pokalspiel zwischen Dynamo Dresden und Bayer 04 Leverkusen und macht sich auf den Weg zum Stadion. Da die Spiele von Dynamo ja in letzter Zeit gern frühzeitig ausverkauft sind, hatten wir eigentlich nicht mehr damit gerechnet, noch Karten zu bekommen.
Obwohl durch die Dynamo-Fans von Beginn an lautstark „Hier regiert die SGD“ angestimmt wurde, war Bayer die Mannschaft, die von Anfang an das Zepter in die Hand nahm. Der Klassenunterschied war deutlich erkennbar und die zwei Tore für Leverkusen, die in der ersten Halbzeit fielen, scheinbar nur noch reine Formsache. In der zweiten Halbzeit änderte sich zunächst nichts. Leverkusen war extrem ballsicher und lieÃ? Dynamo kaum Räume. In der 49. Minute netzte Schürrle durch einen herrlichen Schuss von der Strafraumgrenze zum 0:3 ein. Das wars dann wohl. Kaum einer im Stadion glaubte ernsthaft daran, dass eine andere Mannschaft als Bayer den Platz als Sieger verlassen würde. Doch das Blatt sollte sich tatsächlich noch einmal wenden und das Spiel für alle Beteiligten zu einem unvergesslichen werden lassen. Scheinbar mit der Einwechslung von Ballack kippte das Spiel. Innerhalb von zwei Minuten trafen zunächst Schuppan und dann Koch – jeweils per Kopf nach einer Standardsituation – für Dresden. War die Reaktion nach dem ersten Tor noch verhalten, stand das Stadion nach dem Anschlusstreffer Kopf. Bayer hatte doch tatsächlich das Zepter so kurz vor dem Ziel noch aus der Hand gegeben. Die Verunsicherung des Vizemeisters war deutlich spürbar. Und so kam es wie es kommen musste – vier Minuten vor Schluss war Koch wieder zur Stelle und drosch das Leder aus wenigen Metern ins gegnerische Tor. Spätestens mit dem Ausgleichstreffer waren auch die bis dahin sehr mutig anfeuernden mitgereisten Bayer-Unterstützer verstummt. Die letzten Minuten passierte nichts mehr – es kam also zur Verlängerung. Den ersten euphorischen Jubelschreien der Dresdner Fans folgten hektische Telefonate. Der Eine hatte die Parkzeit zu optmistisch gewählt – der Andere musste ein geplantes Treffen absagen – offensichtlich hatte keiner mit einer Verlängerung gerechnet. Die Nachspielzeit war zunächst ausgeglichen. Keine Mannschaft konnte sich zwingende Torchancen erarbeiten, die Kräfte lieÃ?en nach, erste Krämpfe einzelner Spieler führten zu mehreren Unterbrechungen. Erst in der 117. Minute – drei Minuten vor dem drohenden ElfmeterschieÃ?en – konterten die Dynamos im eigenen Stadion. Entsetzen machte sich breit, als sich unter den Fans herumsprach, dass mit Alexander Schnetzler ein ausgewiesener Abwehrspieler allein vor dem Leverkusener Tor stand…das konnte doch nicht gut gehen…oder doch? Wie ein ganz GroÃ?er lupfte er die Kugel mit einem eleganten Heber über den Torwart und brachte damit das Stadion zum Kochen. Dynamo hatte einen aussichtslosen Rückstand von 0:3 zu einem 4:3 gedreht – Wahnsinn!
Noch eine kleine Bemerkung am Rande: Als ich mir und meiner Frau kurz vor Anpfiff noch etwas zum BeiÃ?en holen wollte, hat man meinen Zehner doch tatsächlich freundlich aber bestimmt abgelehnt. Man kann im Stadion jetzt nur noch mit der „Dynamo-Karte“ bezahlen. Diese erhält man – gegen 2 Euro Pfand – bei hier und da herumwuselnden Angestellten mit PDAs. Was soll der Mist? Was haben die an der zugegebenermaÃ?en altmodischen aber äuÃ?erst effektiven Zahlung mit Barem auszusetzen? Aha – ich soll zuerst Geld auf die Karte aufladen. Das Geld ist dann so lange auf der Plastikkarte, bis ich es ausgebe. Wobei – genau genommen ist es gar nicht auf der Karte, sondern schon in den Taschen von sonstwem – wie praktisch. Laut dieser Firma hat der Gebrauch dieser Karte ja auch so wahnsinig tolle Vorteile. Angeblich ist die Bezahlung schneller (laut meinen Beobachtungen ist ein halbwegs geübter Kassierer mit „klassischem“ Geld mindestens genauso schnell), bequem und komfortabel (ich muss mich um die Aufladung kümmern und habe noch eine Karte mehr), sicherer (noch jemand, der mit meinen Daten Schindluder treiben kann) und hygienischer. Wie jetzt? Das wars schon mit den Vorteilen? Da pfeif ich doch drauf – fresst und sauft doch euren Dreck allene!
Man nehme ein Land, durchquere es mit einem Filmteam und interviewe mehr oder weniger zufällig ausgewählte Menschen. Scharf nachdenken – das gabs doch schonmal – na klar, im letzten Jahr präsentierte David Lynch ein solches Projekt unter dem Titel „Interview Project„. Damals wurde die USA durchquert und dabei kamen 120 Interviews zustande. Nun gibt es für Deutschland ein ganz ähnliches Projekt. David Lynch ist diesmal nur der Schirmherr – umgesetzt wurde das Ganze von seinem Sohn Austin Lynch. Die Umsetzung ist auch das, was mich nicht grad vom Hocker haut*. Dennoch lernt man den einen oder anderen interessanten Menschen und seine Geschichte kennen. Momentan läuft die Aktion noch – jeden Montag gibt es eine neue Episode. Insgesamt 50 Interviews wird es geben.