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Dez. 06 2012

Für den, der alles hat

Kategorie: Dies & Das


Weihnachten steht vor der Tür. Zeit für alle groÃ?en und kleinen Kinder, den Wunschzettel abzuschicken. Ich habe damit in den letzten Jahren immer so meine Probleme. Als Kind war das kein Ding. Ratzfatz waren die meist recht umfangreichen Wünsche notiert und dem zuständigen Weihnachtsmann mitgeteilt. Heutzutage muss man mir jeden Wunsch aus der Nase ziehen. Was soll man machen, wenn man in materieller Hinsicht wunschlos glücklich ist?

Doch halt!

Eine Kleinigkeit gäbe es da durchaus:

Den bescheidenen Preis und die Details zu diesem netten kleinen atemberaubenden Spielzeug gibt es hier. 😉

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Dez. 06 2012

Leistungsschutzrecht: Herr Keese gibt Käse von sich

Kategorie: Internet-Zeugs


Ich erlaube mir mal, aus dem Interview des Herrn Christoph Keese (seines Zeichens „Springer-Lobbyist“) auf horizont.net zu zitieren:

Auf die Frage:

Für uns ist die Krux an der Diskussion um das Leistungsschutzrecht: Wieso sperren die Verlage die Snippets für Google nicht einfach schon jetzt?

Antwortet der gute Mann scheinbar fachkundig mit:

Wie sollen wir die denn sperren? Jetzt sagen Sie: mit Robots.txt. Und was geschieht dann? Man wird bei jeder Suchmaschine und jedem Aggregator unsichtbar. An oder Aus für alle und alles – das ist die einzige Wahl, die einem Robots.txt lässt. Diese Technologie stammt aus der Steinzeit des Webs. Sie ist hoffnungslos veraltet und in keiner Weise mehr zukunftstauglich. Darauf haben die Verlage schon vor einem halben Jahrzehnt hingewiesen. Sie haben dafür geworben, dass maschinenlesbare Rechte-Sprachen entwickelt werden, die differenzierte Nutzungsbedingungen ausdrücken. Warum soll ein Verlag nicht sagen dürfen, für wen und in welchen Auszügen ein Text für welchen Preis gewerblich kopierbar oder nicht kopierbar sein soll? Google ist eine Art Taliban und wehrt sich gegen jede Art von Fortschritt.

Im Internet gibt es einen auf diese Antwort sehr gut passenden Ausspruch: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten! Oder jemanden fragen, der sich mit „diesem Internet“ auskennt. Und weil ich so ein herzensguter Mensch bin, gibt es hier kostenlos eine kleine Anleitung, wie man mit solch einer steinzeitlichen Technik wie der „robots.txt“ und „Snippets“ all die Dinge, die sich der Springer-Verlag wünscht, ohne so schmutzige Dinge wie das sogenannte Leistungsschutzrecht hinbekommt:

Die Suchmaschinen sammeln ihre Informationen mit sogenannten Bots ein. Jeder Suchmaschinen-Bot (sogar jeder Suchmaschinen-Dienst wie z.B. Google-News) hat einen eigenen Namen. Somit kann man jedem Bot sehr wohl differenziert mitteilen, wer sich welche Informationen anschauen darf, und wer welche nicht. Vom Komplettausschluss eines (oder aller) Bots bis hin zum Sperren ganz bestimmter Bereiche einer Seite ist alles möglich. Und das Tolle: Hierfür braucht man kein Informatik-Studium. Es reicht eine simple auch für nicht-Experten leicht zu erstellende Textdatei mit dem Namen „robots.txt“ im Hauptverzeichnis der Seite. Was man damit alles anstellen kann, kann man im sogenannten „Robots Exclusion Standard“ nachlesen. Und das Verblüffende: alle seriösen Bots halten sich automatisch daran. Ich nenne das nicht Steinzeit, sondern verdammt effizient und innovativ.

Doch – wenn man sich die Argumente der Verlage anschaut, geht es ja im Grunde gar nicht um die Einträge in der Suchmaschine. Man moniert, dass die Suchmaschinen mit den kleinen AnreiÃ?ern zu den verlinkten Artikeln, ohne dafür zu bezahlen, Inhalte abgreifen. Ein in meinen Augen zweifelhaftes Argument, worüber sich sicherlich streiten lässt. Fakt ist aber auch, dass man mit den bereits existierenden technischen Mitteln der Meta-Tags den Suchmaschinen mitteilen kann, dass sie die Anzeige der sogenannten Snippets unterbinden sollen:

<meta name=“googlebot“ content=“nosnippet“>

Schwippduwupp verschwinden die ach so kostbaren Inhalte der Verlage aus den Suchlistings von Google. Gut – dann würden vermutlich auch weniger Suchende Klicken und die tollen Werbebanner der Verlage zu Gesicht bekommen – aber ganz so kompliziert und mehrdimensional wollen wir ja gar nicht erst denken.

Fazit: Technisch haben die Verlage alles in ihrer Hand, um ihre (vermeintlichen) Wünsche ohne das Leistungsschutzrecht durchzusetzen. Das bringt einen abschlieÃ?end zu der Frage: Geht es den Verlagen womöglich gar nicht um die auÃ?erhalb ihrer Seiten angezeigten Inhalte, sondern vielleicht doch nur um den schnöden Mammon? Na klar – genau so ist es! Die brauchen neue Einnahmequellen und da kommt das pöse Google genau richtig. Als ob die armen Verlage mit den vielen Besuchern, die von Google kommen, so überhaupt gar kein Geld verdienen würden. Ob Google sich durch solche miesen Machenschaften in die Suppe spucken lässt, halte ich für äuÃ?erst fraglich. Wenn ich Google wäre, würde ich die jetzt so laut aufheulenden Verlage einfach mal aus dem Index werfen. Oder noch besser: Den sprichwörtlichen SpieÃ? umkehren und für den für die sogenannten „Content Provider“ aktuell noch kostenlosen Service „Google News“ Geld von allen Verlagen verlangen, die dort erscheinen wollen. 😉

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Dez. 03 2012

Nennt mich Sherlock Holmes!

Kategorie: Programmierung


Die letzten Tage war ich (mal wieder) auf der Suche nach der Lösung für ein gar merkwürdiges Problem. Ein Kunde eines Onlineshops meldete sich, dass die Artikelbilder nur zur Hälfte angezeigt werden würden. Nun handelte es sich hierbei um die Art von Shop, wo die Artikelbilder das Hauptargument für die Entscheidung für einen Kauf sind. Erschwerend kam die Tatsache hinzu, dass das Weihnachtsgeschäft zusätzlichen Druck aufbaute. Ein klarer Fall für jemanden, gegen den der groÃ?e Sherlock Holmes ein blutiger Anfänger bei der Problemanalyse ist: Mich! 😉

Der Fall:
Bilder wurden nur zum Teil geladen. Ein Teil des Bildes war in Ordnung. Der Rest „fehlte“ bzw. war vielmehr transparent. Dieser „Effekt“ trat nur bei einigen Kunden auf. Keine Hinweise auf spezielle das Problem verursachende Browser- oder Systemkonstellation auf der Kundenseite. Kein Javascript war im Spiel, sondern pures durch PHP generiertes HTML. Dummerweise war das Problem an keinem greifbaren Rechner reproduzierbar. Da sich mittlerweile auch noch mehr Kunden mit dem gleichen Problem gemeldet hatten und erste Screenshots geliefert wurden, konnte man auch den erhofften Einzelfall ausschlieÃ?en.

Die Problemlösung:
Wie löst man ein nicht reproduzierbares Problem – also eines, welches man im Grunde nicht hat? Richtig – man greift zum Deerstalker, wirft sich den Inverness-Mantel über, steckt sich eine Pfeife an und sammelt gleich dem groÃ?en Meister Indizien.

1. Kürzlich gemachte Ã?nderungen am System
Es gab keine signifikante Ã?nderung am System. Keine Aktualisierung irgendwelcher Komponenten.

2. Die Server-Logs:
Webserver sind sehr gesprächige Zeitgenossen. Jede Anfrage wird genauestens protokolliert. Von den einen verteufelt, weil sie Angst davor haben, zu viele Spuren zu hinterlassen. Für andere ein unerlässliches Mittel zur Indiziensuche bei Problemen. In meinem Fall zeigten sich leider gar keine Auffälligkeiten. Die Bilder wurden (nach Meinung des Servers) zu jeder Zeit korrekt und vollständig ausgeliefert.

3. Tritt das Problem in anderen baugleichen Umgebungen auf?
Eine Nachfrage beim Kunden ergab: Nicht nur ein Shop war betroffen – sondern alle! Verdammt!!!

4. Das Problem liegt vermutlich nicht bei uns.
Was, wenn das Problem erst bei der Ã?bermittlung der Daten von unseren Servern zum Browser des Clients auftritt? Vielleicht ein Caching-Problem eines Internet-Providers? Selbst wenn dem so wäre: unbefriedigend!

5. Die Verteilung der Daten auf verschiedenen Hosts
Eine Möglichkeit, die Geschwindigkeit von Webseiten zu verbessern, ist das Ablegen der Daten bzw. der Zugriff auf dieselben über verschiedene Hosts. Der Browser kann dadurch parallel sehr viel mehr Daten gleichzeitig laden, was den Aufbau der Seite spürbar beschleunigt. Gibt es hiermit vielleicht ein Problem? Unwahrscheinlich zwar, aber nicht unmöglich. Also dem Round Robin mal eine Pause gegönnt und den Kunden nochmals kontaktiert. Ergebnis: Keine Besserung.

6. Verzweiflung
Bei Kaffee und Kuchen (hier unterscheide ich mich vom GroÃ?meister der Recherche, der griff in solchen Phasen eher zu Kokain) weitere gröÃ?tenteils absurde Szenarien durchgespielt und keinen Schritt weiter gekommen.

7. Der erste Ansatz
Was ist bei der HTTP-Datenübermittlung im Internet ein nicht so ohne weiteres sichtbares aber dennoch unverzichtbares Beiwerk? Richtig: Der Header. Schauen wir uns doch mal den Header der gesendeten Bilder an:

HTTP/1.1 200 OK
Server: nginx/1.2.1
Date: Mon, 03 Dec 2012 19:25:56 GMT
Content-Type: image/jpeg
Transfer-Encoding: chunked
Connection: keep-alive
X-Powered-By: PHP/5.4.4-9
Last-Modified: Fri, 26 Oct 2012 13:00:13 GMT
Expires: Wed, 02 Jan 2013 19:25:56 GMT
Content-Disposition: inline; filename=artikelbild.jpg

Auf den ersten Blick keinerlei Auffälligkeiten. Wobei: Das Bild wird mit Hilfe eines PHP-Scripts ausgeliefert. Der Header ist also nicht jener, welcher bei einem „normalen“ Bild-Request gesendet wird. Schauen wir uns mal im Vergleich dazu den Header eines solchen Bildes an:

HTTP/1.1 200 OK
Server: nginx/1.2.1
Date: Mon, 03 Dec 2012 19:30:04 GMT
Content-Type: image/png
Content-Length: 2489
Last-Modified: Mon, 08 Nov 2010 10:10:16 GMT
Connection: keep-alive
Expires: Thu, 31 Dec 2037 23:55:55 GMT
Cache-Control: max-age=315360000, public
Accept-Ranges: bytes

AHA! Das geschulte Holzauge erkennt hier tatsächlich einen für das Problem möglicherweise ursächlichen Unterschied. Bei den „Problembildern“ wird im Header keine DateigröÃ?e (Content-Length) gesendet. Der Webserver bastelt hier unfreundlicherweise direkt ein „Transfer-Encoding: chunked“ mit rein. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Daten in kleine Stückchen filetiert übertragen werden. Möglicherweise gibt es hier eine Wechselwirkung auf dem Weg vom Server zum Client, so dass der Client nur einen Teil der Daten erhält. Was auch wiederum erklären würde, warum das Problem nur punktuell auftritt.
8. Die erhoffte Lösung:

header(„Content-length: „.filesize($file));

9. Die Nachfrage beim Kunden
Mit einem groÃ?zügigen Gutschein in der Hand winkend nochmals beim Kunden nachgefragt, ob er die Seite nochmals aufrufen könnte. Gleichzeitig noch einen Link zu einer fix zusammengeschusterten Testseite zum Zwecke der Untersuchung weiterer möglicher in Punkt 6 erdachter Probleme mitgeschickt.

10. Feierabend
Nach wenigen Minuten eine Mail mit dem Betreff „Entwarnung“ erhalten. Puh – Problem gelöst. Warum dieses jedoch erst heute aufgetreten ist, ist mir ein Rätsel. Vielleicht hat aber auch irgendein Provider klammheimlich etwas umgestellt, ohne mich zu informieren. Sollte jemand ähnliche Probleme haben, kann er sich gern bei seiner Problemlösung an dieser Stelle inspirieren lassen.

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Nov. 29 2012

Alles eine Frage der Perspektive

Kategorie: Internet-Videos

…gefunden beim Kotzenden Einhorn.

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Nov. 23 2012

Simon’s Cat: Nut Again

Kategorie: Internet-Videos


Wer Simon Tofield mal beim Zeichnen über die Schulter schauen möchte, kann das im folgenden Video tun. Verdammt simpel – und gerade aus diesem Grund so faszinierend!

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Nov. 23 2012

People Are Awesum…

Kategorie: Internet-Videos


…würde ich frei mit „…die haben einen an der Klatsche“ übersetzen. Wer das folgende Video anschaut, versteht was ich meine. Mein erster Gedanke: „Warum kann ich so etwas nicht?“. Zwischen 2:17 2:30 wurde ich dann jedoch an meinen diesjährigen Sommer und die beste Poolparty des Jahres erinnert. Die Moves kommen mir irgendwie bekannt vor. Auch die zweiwöchigen Schmerzen in der Rippengegend (Rippenprellung! Habe ich gegoogelt!) sind mir in Erinnerung geblieben. Da fallen mir beim Schauen des Videos spontan noch ein paar Upgrades für das nächste Jahr ein…;-)

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Nov. 21 2012

Cyneart: FeiertagsbespaÃ?ung


Wer noch eine kleine Anregung für seine FeiertagsbespaÃ?ung braucht (ja, wir hier in Sachsen haben heute einen Feiertag), für den ist vielleicht bei der „Cyneart 2012“ etwas dabei. Die Cynart gibt es bereits seit 1997. Sie versteht sich als „Internationales Festival für computergestützte Kunst“. Heute ist der letzte Tag des Festivals. Die heutigen Programmpunkte kann man auf t-m-a.de nachlesen.

Ein besonderes Highlight könnte heute der Flug der „GuerillaDrone“ in der Dresdner Neustadt werden. Wann und wo das Flugobjekt gen Himmel steigen wird, lieÃ? sich leider bisher noch nicht herausfinden. Auf www.cynal.de heiÃ?t es nur lapidar

somewhere in Dresden-Neustadt, bitte kurzfristig Social Media für Termin lesen

Insgesamt hätte ich mir für die recht umfangreichen und sicherlich nicht uninteressanten „Augmented Reality“-Beiträge etwas mehr Publicity gewünscht. Eher beiläufig habe ich über den Neustadt-Ticker davon erfahren. Wenn man sich schon dieses neumodische „Social Media“ zu Nutze macht, dann doch bitte nicht so halbherzig. Schade um die schönen Beiträge, die mit gezielteren Informationen sicherlich deutlich mehr Anklang gefunden hätten.

Update zum Einsatz der „GuerillaDrone“:

Beim jetzigen Stand der Dinge kann man sich ca. 21 Uhr vorm Club64, Louisenstr. 64 einfinden. Vielleicht auch einfach dort klopfen.

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Nov. 20 2012

Come together


Der 13. Februar. Kein anderes Datum schafft es, die Gemüter hier in Dresden Jahr für Jahr so dermaÃ?en zu erhitzen. Auch auÃ?erhalb unseres kleinen Tales weiÃ? man mittlerweile ohne gröÃ?ere Erklärungen sofort, worum es geht. Nun gibt es einen Dokumentarfilm über diesen Tag. Federführend unter keiner geringeren als der „hechtfilm – filmproduktion“ (ja, bei uns im Hecht gibt es auch eine Art Hollywood) ist ein Film mit dem Titel „Come together. Dresden und der 13. Februar“ entstanden. Ich bin sehr gespannt, wie man dieses heikle Thema angegangen ist.

Die „Dresden-Premiere“ findet am 27.11. in der Schauburg statt. Inwieweit der Streifen in den nächsten Wochen im regulären Programm gezeigt wird, kann ich momentan auf der Internetseite der Schauburg leider nicht erkennen. Wünschenswert wäre es auf jeden Fall.

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