Nov.
08
2013
Noch nie was von Gymkhana gehört? Dabei handelt es sich um eine Art Motorsport, bei dem die Fahrer von üppig motorisierten Kraftfahrzeugen möglichst schnell und möglichst geschickt einen Parcour durchfahren müssen. Ein Mann, der dies in Perfektion betreibt ist Ken Block. Vor einiger Zeit hatte ich bereits an dieser Stelle über ihn berichtet. Auf YouTube existieren unzählige Filme mit ihm. So auch der folgende Streifen, der leider den Makel hat, etwas zu offensiv für Ken Blocks alberne Modemarke zu werben. Das Auto ist übrigens ein Ford Fiesta HFHV mit stolzen 660Ps, der es in passablen 1,8 Sekunden von 0 auf 100 schafft.
Wer derlei spritfressenden Aktivitäten nichts abgewinnen kann, für den ist vielleicht folgende Parodie auf Ken Blocks Video etwas.
Nov.
08
2013
„Lifted“ ist ein schon etwas älterer Kurzfilm von Pixar. Er wurde als Vorfilm zu Ratatouille gezeigt und war 2007 sogar für den Oscar nominiert. Leider ging der Streifen leer aus – zu Unrecht, wie ich finde.
Okt.
25
2013
Ein meiner Meinung nach anthropologisch noch nicht ausreichend erforschtes Phänomen, ist der Zwang junger Eltern, sich (im Vergleich zum Dasein ohne Kind) verstärkt über Stuhlgang auszutauschen. Während ein Furz in der Welt der Erwachsenen kaum Zustimmung findet, wird dieser aus dem Po eines Babys kommend meist mit Begeisterung zur Kenntnis genommen. Hat der kleine HosenscheiÃ?er mal einen Tag seinem Namen keine Ehre gemacht, beginnen schon die Alarmglocken zu läuten. Jedes auch noch so kleine Anzeichen von schlechter Laune, wird dann mit der längst überfälligen Darmausscheidung in Verbindung gebracht.
Auch wir haben uns als frischgebackene Eltern dieses Verhalten angeeignet. Neulich erst war eine Freundin des Hauses zu Besuch, um unseren neuen Mitbewohner zu begutachten. Ein bisschen „Gutschi-Gutschi“ hier, ein bisschen „DaDaDa“ dort. Alles war schick – bis – ja – bis der Sohnemann gewickelt werden sollte. Stolz präsentierte er eine beachtliche Ladung feinster Babykacke die Dank ihrer breiigen Konsistenz wie immer gleichmäÃ?ig in der kompletten Windel verteilt war. Doch das war noch lange nicht alles. Er nahm den interessiert dreinschauenden Besuch zum Anlass, um mal richtig zu zeigen, was alles in ihm steckt. Mit einem für sein Alter beachtlichem Druck schoss er zielgenau eine Fontäne feinsten „AAs“ in Richtung meiner Frau…und er traf. Während mich diese Leistung durchaus mit Stolz erfüllt hat, hat meine Frau ihre Begeisterung ganz gut verbergen können.
Okt.
25
2013
Für meine kleine Schwester:
😛
Tags: Simon's Cat
Okt.
21
2013
Pünktlich um ein Uhr nachts meldete sich das neue Baby zu Wort. Man hatte uns gesagt, dass es etwa um diese Zeit lautstark nach Nahrung verlangen würde. Ich selbst war eher skeptisch, dass mich so ein Winzling zu solch später Stunde aus meinem für gewöhnlich recht tiefen Schlaf reiÃ?en könnte. Darum lag ich – gespannt wie ein Flitzebogen – seit Stunden wach und harrte der Dinge. Ich vertrieb mir die Zeit mit der Ausarbeitung der perfekten Beleuchtungsstrategie. An vorher festgelegten Stellen mussten in der korrekten Reihenfolge die richtigen Lichter in unserer Wohnung angeschaltet werden. Nicht zu hell – damit das Baby nicht zu wach wird – aber auch nicht zu dunkel – damit man selbst keinen Schaden nimmt.
Als sich dann der erste Laut des Babys seinen Weg durch die Stille der Nacht bahnte, lieÃ? ich mich katzengleich aus dem Bett gleiten. Im Dunkel der Nacht wollte ich mich zum Schreibtischlicht im Arbeitszimmer tasten. Dieses war nur einen Tag zuvor zum Wickelzimmer umfunktioniert worden. Bereits nach dem ersten Schritt wurde mein zielgerichteter Vorwärtsdrang durch einen dumpfen Knall gefolgt von einem stechenden Schmerz an der Stirn abrupt unterbrochen. Ein Schrank hatte sich mir in den Weg gestellt. Dieser war Dank der groÃ?flächigen Umgestaltung unserer Räumlichkeiten nicht mehr an seinem gewohnten Platz zu finden. Autsch! Im Arbeits…äh…Wickelzimmer angekommen wusste ich, dass ich mich hier noch etwas vorsichtiger fortbewegen musste. Der Schrank des Babyzimmers „Hannah“ war leider ohne Schrauben geliefert worden, so dass sich mir zahlreiche Hindernisse, die selbst bei Tageslicht das Vorankommen erschwerten, in den Weg stellten. Krampfhaft versuchte ich mich an die Stellen des FuÃ?bodens zu erinnern, die meinem jeweiligen Standbein halbwegs festen Tritt ermöglichen würden. Nach einigem hin&her war der Lichtschalter und damit die erste Etappe erreicht. Bereits am Vorabend hatte ich den Lampenschirm so justiert, dass der Filius nicht vom direktem Licht der 60 Watt Glühbirne geblendet werden konnte. Mit Dank des Lichts etwas sichereren Schritten ging es weiter Richtung Wohnzimmer, wo das selten genutzte weil viel zu teure Licht der Stehlampe endlich mal wieder Verwendung finden konnte. AbschlieÃ?end knipste ich noch das Licht in der Küche an und vergewisserte mich des ordnungsgemäÃ?en Zustandes der Gerätschaften. Fläschchen, abgekochtes Wasser, Portionierer – die Show konnte beginnen.
Doch halt! Wo blieb meine Frau mit unserem Baby? Besorgt schlich ich zurück ins Schlafzimmer. Meine Frau stand neben dem Kinderbett und schüttelte mit dem Kopf: „Der schläft ja noch“ flüsterte sie enttäuscht. Verdammt! Da hatte uns der kleine Wicht ganz schön hinters Licht geführt. Spricht im Schlaf und macht uns glauben, er würde Hunger haben. Na toll.
Bevor ich es vergesse: Ab sofort habe ich noch weniger Zeit für diesen Blog. RL rulez!
Okt.
03
2013
Was tut man an einem solch herrlichen Feiertag wie heute? Richtig: Ausschlafen! Nicht so bei uns. Gestern überraschte mich meine Frau mit der spontanen Idee, heute mal wieder in die Pilze zu gehen. Gleichzeitig wies sie (von selber!) darauf hin, dass man dafür möglichst zeitig aufstehen müsste, damit die vielen anderen Pilzsucher einem nicht die schönsten Exemplare vor der Nase wegschnappen würden. Ich war schon ein wenig fassungslos. Seit wir uns kennen ist meine Frau noch nie! freiwillig! zeitig aufgestanden, wenn sie nicht musste. Mehr noch – immer wieder versucht sie, die allabendlich zu stellende Weckzeit so weit wie möglich in den Tag hinein zu verschieben. Dabei kämpft sie verbissen um jede einzelne Minute. Warum nur wollte sie also an einem freien Tag freiwillig zeitig aufstehen? Misstrauisch wollte ich sie zur Rede stellen, aber offensichtlich hatte sie tatsächlich nur einfach mal wieder Lust, Pilze suchen zu gehen. Vorsichtshalber machte ich sie darauf aufmerksam, wie unser letzter Ausflug in die Pilze ausgegangen war. Keine Chance – auch dieses Argument zog nicht – der Wecker wurde auf 7 Uhr gestellt.
Kurz nach 8 Uhr waren wir bereits auf dem Weg in die Dresdner Heide. Unser Plan war gut durchdacht: Zuerst eine Stelle suchen, wo möglichst wenige Pilzsucher unterwegs waren. Dann von dort aus ins Dickicht schlagen und alles einsammeln, was nach essbaren Waldfrüchten aussieht. Nach anderthalb Stunden konnten wir unseren Erfolg an einer halben Hand abzählen. Resignation machte sich breit. Gleichzeitig wussten wir natürlich genau, was der Grund für unseren bescheidenen Fund sein musste: Zu kalt & zu nass – klarer Fall. Im selben Augenblick kamen zwei Pilzsucher des Weges. Mit breitem Grinsen schleppten sie einen Korb an uns vorbei, der mehr als doppelt so groÃ? war, wie der unsrige. Natürlich war er auch noch bis zum Rand gefüllt. So gut es ging versuchten wir die nicht vorhandenen Pilze in unserem Korb zu verbergen. Lag es doch an unserer Unfähigkeit? Scheinbar.
Kurze Zeit später war es dann so weit. Wir hatten „unsere“ Pilzstelle gefunden. Binnen weniger Minuten hatten wir unser Körbchen endlich gefüllt. Nun steht auch einem reichhaltigen Abendessen nichts mehr im Weg. Kurzzeitig hatten wir schon damit gerechnet, wegen den am heutigen Feiertag geschlossenen Geschäften am Hungertuch nagen zu müssen…