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Apr 24 2015

Tag #103: Das Dach

Kategorie: Bautagebuch

In den letzten zwei Wochen hat sich wieder viel getan. Die Sichtbereiche des Dachstuhls und die Stützen des abgeschleppten Daches wurden gestrichen. Anschließend wurde binnen zwei Tagen das Dach komplett gedeckt. Wichtige Fragen wie die Lage der Fallrohre (Laien dürfen auch Dachrinnen sagen) und die Art und Weise, wie der Schornstein verschindelt werden sollte, mussten abschließend geklärt werden. Bei den Dachfenstern der Südseite haben wir uns zähneknirschend für Außenrollos entschieden. Als langjähriger Bewohner eines vergleichbaren Kinderzimmers in sonniger Lage, wollte ich unserem Kind diesen Luxus gönnen. Da der Markt für derartige Fenster in Deutschland mehr als überschaubar ist, sind leider auch die Preise eines Monopolisten würdig.

Heute war ich vor Ort, um mit dem Installateur jede Menge Fragen zu klären. Recht schnell einigen konnten wir uns bei der Lage der Sonnenkollektoren, die wir clevererweise auf der Südseite platziert haben. Die Lage der Zuleitung der Kollektoren zur Gastherme war dann schon etwas kniffliger. Schwieriger war auch die Frage, wo der Außenanschluss für das Wasser platziert werden soll. Außerdem wird mehr und mehr deutlich, wie wichtig die genaue zeitliche Planung der einzelnen Gewerke ist. Glücklicherweise kennen sich die Subunternehmen sehr gut. Die Kommunikation scheint bisher zu passen. Hier wieder ein paar Fotos vom aktuellen Stand:

Die nächsten Schritte sind Fenster & Türen, die Rohinstallation des Elektrikers, der Trockenbau und der Innenputz. Im Idealfall in genau dieser Reihenfolge. 😉 Je nachdem, wie schnell der Gasversorger mit meinem Antrag für den Gasanschluss vorankommt wird in einem Monat auch endlich mal wieder geschachtet. Genügend Erfahrung habe ich ja jetzt.

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Apr 23 2015

Ticket für den Fotomarathon Dresden zu verschenken

Am kommenden Samstag (25.04.) findet der nunmehr fünfte  “Fotomarathon Dresden” statt. Seit 2012 habe ich jedes Jahr daran teilgenommen und so meiner in die Jahre gekommenen analogen Knipse noch eine Daseinsberechtigung verschafft. Bisweilen sogar mit vorzeigbaren Erfolgen. In diesem Jahr fällt der Termin leider zeitgleich auf das Wochenende vom Mobilecamp. Eigentlich wollte ich auf zwei Hochzeiten tanzen, habe mich nun allerdings dagegen entschieden. Man wird ja auch nicht jünger. Am 30. April nächsten Jahres werde ich mich dafür wieder auf die Fotomarathon-Strecke begeben – komme was wolle.

Mein Ticket für die Teilnahme am analogen! Wettbewerb möchte ich an dieser Stelle verschenken. Einfach einen Kommentar unter diesen Beitrag setzen. Das Los entscheidet.

Das Ticket hat immerhin einen Wert von aktuell 15 Euro. Man erhält dafür mindestens 5 Stunden Unterhaltung und je nachdem, was man abliefert, auch einen Preis. Die Details kann man sich an dieser Stelle zu Gemüte führen. Wer sich nicht so recht vorstellen kann, was bei so einem Fotomarathon passiert, der sollte sich meine Berichte der letzten Jahre (2012, 2013, 2014) zu Gemüte führen.

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Apr 11 2015

Tag #90: Richtfest

Kategorie: Bautagebuch

Gestern wurde mit dem Aufsetzen des Dachstuhls der Rohbau fertiggestellt. Trotz der Osterfeiertage und den Wetterkapriolen der letzten Tage liegen wir nur drei Tage hinter dem Bauablaufplan zurück. Nimmt man unseren “Zweiten Spatenstich” als Startdatum für die Arbeiten, dann hat es vom Aushub der Baugrube bis zum Richtfest lediglich 40 Tage gedauert. Ohne jetzt wirklich große Erfahrung auf diesem Gebiet zu haben, denke ich, dass das eine ganz sportliche Leistung ist.

Binnen eines knappen Tages wurde der bereits in Teilen vormontierte Dachstuhl Stück für Stück auf das Dach gehievt und dort zuzsammengebaut. “Wie Lego” meinte der Zimmerer. So wie es sich gehört, wurde dieser wichtige Meilenstein gebührend mit einem Richtfest gefeiert. So wie es die Tradition verlangt, wurde mir als Bauherr die Ehre zu Teil, den letzten Nagel ins Gebälk zu schlagen. Nachdem ich schon bei unserem Polterabend vor vielen Jahren in dieser Disziplin kläglichst versagte, konnte ich auch diesesmal wieder mit einer ähnlich schwachen Leistung zur Belustigung der Zuschauer beitragen. Nachdem das gut 20 cm lange und um die 5mm dicke Nägelchen die ersten Schläge durchaus gut voran kam, stockte der Vortrieb dann wie vermutet. Der Nagel krümmte sich, wurde wieder gerade geklopft, nur um sich nach wenigen Schlägen wieder zur Seite zu neigen. Irgendwann hatte der stattliche Zimmermann dann doch Mitleid mit mir und brach den Nagel mit einer routinierten Handbewegung direkt über dem Gebälk ab. Wenn ich Zimmermannsnägel einschlagen könnte, dann hätte ich das Haus selber und ohne Hilfe gebaut, meinte ich dann noch scherzhaft, was dem Zimmerer ein müdes Lächeln auf sein Gesicht zauberte. Der Zimmermann griff zu einem bereitgestellten Schnapsgläschen, wünschte uns Glück und alles Gute und warf das in einem Schluck geleerte Glas auf den Boden. Wäre es ganz geblieben, hätte es Unglück gebracht. Was soll ich sagen – es zersprang in viele kleine Einzelteile. Nun kann wirklich gar nichts mehr schiefgehen.

Als die Zimmermannsleute gegangen waren, verriet mir der Bauleiter, dass die Zimmerer ihre Nägel in vorgebohrte Löcher schlagen. Fies, aber irgendwie sympatisch.

Danksagung:
Danke an die Bauleute und die Zimmerer. Danke an die Helfer und die Griller. Danke für die Biertischgarnituren. Danke für die schicke Birke. Danke an alle Gäste und für die zahlreichen Geschenke (das Foto zeigt nur einen kleinen Teil). Kein Dank geht an die letzten drei Bier, die irgendwie schlecht gewesen sein müssen…

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Apr 01 2015

Niklas

Kategorie: Dies & Das

Tag für Tag radle ich knapp 5km mit dem Rad auf Arbeit. Meist bin ich zu früher Stunde noch allein auf weiter Flur. Heute hatte ich mit Niklas, dem aktuellen Sturmtief, einen treuen Begleiter. Während ich gestern auf dem Heimweg noch von seiner Anwesenheit profitierte, und Dank des permanenten Rückenwindes in jedem Streckenabschnitt eine neue Bestmarke aufstellen konnte, blies mir der Sturm nun direkt ins Gesicht. Und das auf dem bei dieser Wetterlage recht anspruchsvollen Elberadweg. Permanent hatte ich das Gefühl, trotz übermenschlicher Anstrengungen so überhaupt gar nicht vom Fleck zu kommen. Jeden Millimeter musste ich mir hart erkämpfen. Während ich so vor mich hinschnaufte, bemerkte ich während eines routinemäßigen Schulterblicks, dass es sich hinter mir nicht weniger als drei weitere Radler in meinem stattlichen Windschatten gutgehen ließen. Belgischer Kreisel – schrie ich gehetzt über meine Schulter. Keine Reaktion. Was ist nur aus den Möchtegern-Radlern der heutigen Zeit geworden…

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Mrz 31 2015

Pac-Man@Dresden

Kategorie: Dresden,Internet-Zeugs

Ab sofort kann man das beliebte Spiel Pac-Man auch in Dresden spielen – und das ist wortwörtlich gemeint. Glaubt ihr nicht? Hier ist der Beweis – Kenner sollten das Dresdner Hechtviertel schnell identifizieren können:

Und so funktioniert es: Auf maps.google.de gehen, auf das Symbol unten links klicken & den Bereich auswählen. Sobald genügend Straßen erkannt werden, kann das Spiel auch schon losgehen.

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Mrz 30 2015

Tag #78: Mike

Kategorie: Bautagebuch

Heute hatten wir Besuch auf der Baustelle. Mike hatte sich angekündigt. Mike heißt das aktuelle Sturmtief. Obwohl die lokalen Medien vermelden, dass Mike Dresden und seine nähere Umgebung verschont hätte, hatte ich doch etwas Muffensausen. Vom gemütlichen Bürofenster aus betrachtet, fand ich schon, dass sich der gute Mike ganz schön austoben würde. Spontan entschloss ich mich, nach Feierabend nochmal auf der Baustelle nach dem Rechten zu schauen. Die Abdeckung der Mauer (siehe Headerbild) hatte sich teilweise gelöst und flatterte wild herum. Sinnigerweise hatte man diese mit den doch recht leichten Ytong-Steinen beschwert, welche der Wind an einigen Stellen von den Wänden gefegt hatte. Jetzt habe ich auch eine ungefähre Vorstellung davon, wofür diese Helme gedacht sind, die professionelle Bauarbeiter immer auf ihren Köpfen tragen. Auf dem zur Hälfte fertig gemäuerten Obergeschoss haben die Bauleute eine Palette Rigips für die Trockenbauer abgestellt. Mit der Abdeckplane hatte Mike kurzen Prozess gemacht, so dass der Regen ungehindert seiner Wege fließen konnte. Frage an die Experten: Sind die Rigips-Platten nun überhaupt noch zu gebrauchen?

Ansonsten gab es glücklicherweise keine größeren Schäden. Die Gerüste stehen fest und zeigen sich bisher von Mike unbeeindruckt. Hier und da steht die eine oder andere Pfütze, aber das lässt sich ja durch das momentan noch fehlende Dach leider nicht vermeiden. Außerdem sind wir das Nass ja mittlerweile gewöhnt. 😉

Noch während meiner Inspektion, die übrigens bei Sonnenschein stattfand, verdunkelte sich der Himmel schlagartig und ein greller Blitz sauste vom Himmel herab. Wenige Augenblicke später prasselte ein kapitaler Hagelschauer auf mich hernieder, so dass ich den Ort des Geschehens fluchtartig verlassen musste. Während Mike sich noch ein wenig austobt, steht schon sein Kollege Niklas in den Startlöchern. Die Prognosen verheißen leider nichts Gutes.

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Mrz 26 2015

Timelapse der Sonnenfinsternis

Die partielle Sonnenfinsternis ist Geschichte und bis zur nächsten ist es noch ein Weilchen hin. Wer sich die Zeit bis dahin vertreiben und/oder sich über die mangels passendem Equipment eher bescheiden ausgefallenen eigenen Fotografien hinwegtrösten möchte, der sollte sich mal den Film der Dresdner Timelapser von  “Novalapse” zu Gemüte führen. So “fotografieren” Profis die Sonnenfinsternis:

partial Solar Eclipse 2015 from NOVALAPSE Timelapse Recordings on Vimeo.

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Mrz 24 2015

Tag #72: Erstellung tragendes EG-Mauerwerk

Kategorie: Bautagebuch

Es geht weiter voran. Nachdem in der letzten Woche die Mauern des Erdgeschosses fertiggestellt werden konnten, wurde bereits am Freitag die Decke gegossen. Die nächste Zahlungsrate trägt somit den treffenden Titel “Erstellung tragendes EG-Mauerwerk”. Heute waren wir vor Ort, um als Bauherren (ist meine Frau eigentlich eine Baudame?) die fachgerechte Umsetzung dieser Arbeiten zu bestätigen. An dieser Stelle möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass wir so überhaupt gar keinen Plan davon haben, wie man die Qualität der Arbeiten beurteilt. Immerhin konnte ich mich mit einem beherzten Klimmzug über das Baugerüst auf das spätere Obergeschoss hangeln und somit die Tragfähigkeit des Erdgeschosses eindrucksvoll bestätigen. Da beim Häuschen unseres zeitgleich bauenden Nachbarn das eine oder andere Maß signifikant von den Plänen abwich (hier eine Tür zu schmal, dort zwei andere Türen an der falschen Stelle), hatte ich mich vorsichtshalber mit einem Zollstock bewaffnet, um unsere Abmessungen stichprobenartig zu prüfen. Glücklicherweise konnte ich keinerlei Abweichungen feststellen.

Außerdem haben wir den heutigen Tag genutzt, um uns von diversen Fachleuten zu den Themen Fenster, Haustüren, Dachpfannen, Dachflächenfenster und Rolläden beraten zu lassen. Das Ganze nennt sich dann Musterung und ist anstrengender als gedacht. Die jeweils entscheidende Frage: Nimmt man das “Standardangebot” aus dem Bauvertrag oder lässt man sich vom Fachmann aus diversen mehr oder weniger triftigen Gründen zu einer viel besseren und natürlich nur marginal teureren Alternative überreden. Ich glaube, wir haben die einzelnen Entscheidungen ganz gut getroffen. Ich weiß – ein guter Verkäufer schafft es, dass der Kunde genau dies glaubt. 😉

Hier einige weitere Impressionen vom aktuellen Stand.

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