Wer keine Lust zum “Fremdlesen” hat: ANIMA ist ein jĂ€hrlich stattfindender Trickfilmworkshop des Fantasia Dresden e.V.. Zielgruppe sind junge Menschen zwischen 10 und 25 Jahren. Thema des Workshops sind verschiedene Trickfilmtechniken, welche von professionellen Trickfilmmachern vermittelt werden. Die Ergebnisse der diesjĂ€hrigen ANIMA kann man auf www.medienkulturzentrum.de begutachten. Durchaus beachtlich – wenn man bedenkt, dass es um einen Workshop mit einer Dauer von wenigen Tagen handelte.
Aus aktuellem Anlass folgender Hinweis: Das Foto im Header (unverstĂ€ndlicherweise sagen manche auch “Masthead” dazu ) ist keine Fotomontage. Obwohl ich meine Fotos zur Bearbeitung derselben desöfteren mal durch das eine oder andere Bildbearbeitungsprogramm jage, ist das Foto, welches aktuell (Stand MĂ€rz 2010) im Header zu sehen ist, ein nahezu unbearbeites Bild. Der Schriftzug wurde mit einer Taschenlampe in den stockdunklen Nachthimmel geschrieben – das Ganze nennt sich “Lightpainting”.
Und so wirds gemacht:
AusrĂŒstung
Stativ
lichtstarke Taschenlampe (am besten mit mehreren LEDs, gern auch farbig)
Kamera – am besten DSLR, da das Rauschen mit zunehmender Belichtungszeit merklich zunimmt)
Kameraeinstellungen
möglichst lange Belichtungszeit an der Kamera einstellen (falls vorhanden die Einstellung “Bulb” und Fernauslöser benutzen)
ISO auf 100 oder 200 stellen (um dem Bildrauschen Einhalt zu gebieten)
Dazu braucht man noch jede Menge Geduld und Ausdauer – schon steht einer gelungenen Aufnahme nichts mehr im Wege. Mit der Zeit hat man dann auch den Dreh raus, mit welchen Einstellungen man die besten Ergebnisse erzielen kann. Wichtig ist vor allem, dass es so dunkel wie möglich ist, damit die Aufnahme von keinen ungewollten LichteinflĂŒssen beeintrĂ€chtigt wird. Von Vorteil ist auch, wenn man die Aufnahmen zu zweit macht und wĂ€hrend der eine die imaginĂ€ren Lichtstriche in die Landschaft malt, sich der andere um die Kamera und deren Einstellungen kĂŒmmert. Da es dunkel ist, muss man vor allem darauf achten, nicht aus dem Blickwinkel der Kamera zu verschwinden.
Bei meinem ersten Versuch wurden mehr als 20 Aufnahmen gemacht. Der gröĂte Teil war Ausschuss. Wer sich darauf einstellt, dĂŒrfte beim Malen mit Licht auch noch jede Menge SpaĂ haben.
Wer immer noch nicht verstanden hat, worum es beim Lightpainting eigentlich geht, der sollte sich mal bei Flickr umschauen. Dort gibt es genĂŒgend gute Beispiele zum Thema. Eine weitere Anlaufstelle ist www.lichtfaktor.eu. Lichtfaktor hat sich vor allem auf Lightpainting-Videos spezialisiert und erfreut vor allem Einsteiger mit zahlreichen inspirierenden Ideen.
AbschlieĂend möchte ich auf folgendes Video-Tutorial zum Thema Lightpainting verweisen. Wer der englischen Sprache mĂ€chtig ist, bekommt hier in wenigen Minuten recht anschaulich alles erklĂ€rt, was man fĂŒr den Einstieg wissen muss.
Hiermit gebe ich bekannt, dass es in diesem Blog ab sofort eine neue Kategorie geben wird. “SAQ” soll diese Kategorie heiĂen und analog aber doch irgendwie anders zu den FAQ (Frequently Asked Questions=hĂ€ufig gestellte Fragen) meine ganz persönlichen SAQ (Seldom Asked Questions=selten gestellte Fragen) beinhalten. Die Kategorie soll Fragen beinhalten, die meiner Meinung nach bisher zu wenig Aufmerksamkeit erhalten. Jeder, der meint eine dieser Fragen beantworten zu können, möge dies in den Kommentaren tun. Zum Start gibt es gleich zwei Fragen:
Wie pflanzen sich kernlose Weintrauben fort?
…und…
Warum spricht man gerade bei Pflanzen nicht von Fortpflanzung?
PS: Wer meint, besonders clever zu sein, indem die Frage an Google weitergeleitet wird, um dann an dieser Stelle mit Fremd- oder gar Halbwissen zu prahlen, kann gleich wieder wegsurfen!
Ein am HandrĂŒhrgerĂ€t nicht gewissenhaft genug arretierter RĂŒhrbesen kann beim Schlagen von Sahne zu Schlagsahne der Inneneinrichtung ein ganz neues Flair verleihen.
SpĂ€testens seit Loriot weiĂ man, dass das FrĂŒhstĂŒcksei und die Diskussionen um dasselbe zu jeder gesunden Beziehung gehören. Auch Wolf-RĂŒdiger Marunde hat sich des Themas angenommen und bereits vor einiger Zeit eine wunderbare Knetfilm-Animation zum Thema erstellt. Diesen und andere Animationen (mein Favorit ist neben dem “Ei” der “Hahn”) kann man auf seiner Internetseite unter dem MenĂŒpunkt Film anschauen. Danke an den Kollegen fĂŒr den sachdienlichen Hinweis.
Eher durch Zufall bin ich auf das “Bundestagsradar” bei Spiegel-Online gestoĂen. Hier kann man sich auf einfache Art und Weise interessante Informationen ĂŒber unsere Volksvertreter anzeigen lassen. Neben der genauen Verteilung von Alter, Geschlecht, Familienstand und Anzahl der Kinder kann man auch die Zugehörigkeit zu bestimmten AusschĂŒssen, die einzelnen Wahlkreise und die NebeneinkĂŒnfte (zumindest die, die öffentlich bekannt sind) anzeigen lassen. Auch das Abstimmungsverhalten bei bestimmten Fragen ist fĂŒr jeden Abgeordneten nachvollziehbar.
Interessantes Detail am Rande: bei unserer Frau Bundeskanzlerin wird “Bundeskanzlerin” als NebentĂ€tigkeit angezeigt…wer hĂ€tte das gedacht…