Beiträge zum Thema “Kino”


Drei Jahre nach “We Feed The World” hat sich der österreichische Regisseur Erwin Wagenhofer an einen neuen Dokumentarfilm gewagt. War das Thema vor drei Jahren noch der Zusammenhang der Massenproduktion von Lebensmitteln in einer zunehmend globalisierten Welt, versucht er nun mit “Let’s Make Money” etwas Licht in die bisweilen recht dunkle Welt des Geldes zu bringen. Interessant ist die Tatsache, dass die Idee zu dem Film bereits 2005 entstand - also weit vor der aktuellen Weltfinanzkrise.

Verglichen mit “We Feed The World” bin ich leider etwas enttäuscht. Ich hätte mir mehr Details über die tatsächlichen Zusammenhänge gewünscht. Allerdings ist es bekanntlich selbst für sogenannte Experten nicht einfach, die genauen Zusammenhänge des globalisierten Finanzmarktes zu erkennen und Nicht-Experten gut verdaulich aufbereitet zu präsentieren. So bleibt es bei dem Film leider dabei, dass verschiedene Akteure der Finanz-Szene zu Wort kommen und unterlegt mit erschreckenden Bildern von Armut ihre Sicht auf die Dinge präsentieren. Insgesamt wird für einen Dokumentarfilm leider zu wenig Information kommuniziert.

Trotzdem erhält der Film von mir das Prädikat sehenswert!

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Wie beginnt man seinen hochverdienten Jahresurlaub? Richtig - mit Leergut. Nein, ich habe selbstverständlich nicht den Vorabend meines zweieinhalbwöchigen Urlaubs damit verbracht, mein gesammeltes Leergut in die Leergut-Annahmestelle zu bringen. Ich war gestern - zum ersten Mal in diesem Jahr - zu einem Film bei den Filmnächten am Elbufer. “Leergut” war der Titel des tschechischen Streifens. Wer wie wir schon einige Zeit vor dem Beginn vor Ort war, konnte noch gemütlich den Klängen tschechischer Volksmusik lauschen. Obwohl dieser Film nun wahrlich nicht zu den Blockbustern der letzten Zeit zählt, füllten sich die Ränge schnell, so dass die Vorstellung meiner Vermutung nach sogar ausverkauft war. Es schien sich herumgesprochen zu haben, dass es sich bei diesem Film um den laut tschechischen Medien “Erfolgreichsten tschechischen Film aller Zeiten” handeln sollte. Vielleicht haben die tausenden Besucher der Filmnächte auch diesen Blog gelesen und sind meiner Empfehlung gefolgt.

Genug geschwafelt - nun zum Film.

“Leergut” ist der letzte Teil der “Triologie der Lebensalter” von Zdenek Sverák. “Volksschule” (1991) beschreibt die Kindheit, “Kolya” (1996) das Erwachsensein und “Leergut” (2007) das Alter. Zdenek Sverák ist der Autor aller drei Teile und gleichzeitig der Hauptdarsteller, sein Sohn Jan Sverák führte Regie.

Im letzten Teil der Triologie geht es ums alt werden und sich jung fühlen. Der Film ist (manchmal erschreckend) gnadenlos ehrlich und verzichtet auf jegliche Schönfärberei. Schonungslos offen und mit einem oft tragisch-komischen Humor nimmt man am Lebens(vor)abend eines Ehepaares teil. Er will es nochmal wissen - sie schämt sich für seinen, dem Alter scheinbar nicht entsprechenden, Enthusiasmus. Er mag Frauen - sie hat das unangenehme Gefühl, nicht das Ziel seiner Begierde zu sein und spürt, dass er sie nicht mehr attraktiv findet. Ein Film der keine Zielgruppe hat, weil er einfach allen gefallen muss.

Glaubt man der Internetseite zum Film, so hat dieser Streifen im letzten Jahr bereits drei Publikumspreise auf diversen Festivals abgeräumt - und das völlig zu Recht. Selten habe ich es erlebt, dass das Publikum bei den Filmnächten am Elbufer sich so geschlossen von einem Film hat mitreißen lassen. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass auch nur ein Zuschauer auch nur eine Szene des 103-Minütigen Streifens nicht gut gefunden hat. Grandiose Schauspieler, packendes Drehbuch, Unmengen an komischen Dialogen und Situationen. Ich würde mich sogar dazu hinreißen lassen zu behaupten, einen perfekten Film gesehen zu haben.

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Ich liebe diesen Nager! Kinostart in Deutschland ist leider erst in ziemlich genau einem Jahr.

Den Trailer gibts auf www.iceage3-derfilm.de/ zu sehen.

Danke an die “Zweitlieblingsstammleserin” für den Hinweis.

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Ich war schon oft in Dresden in der Schauburg im Kino - aber seltsamerweise noch nie im “Tarkowski-Saal”, dem mit ganzen 108 Plätzen Kleinsten. Etwas “versiffter” als die Anderen, dafür eine sehr gemütliche Atmosphäre und durch die wenigen Plätze fast schon familiär…dachten wir zumindest, als wir eine Viertelstunde vor Beginn der Vorstellung Platz nahmen. Als der Film dann begann, war neben allen Plätzen auch noch ein Großteil der Treppe mit Kinobesuchern belegt - proppevoll wäre noch leicht untertrieben.

Nun zum Film:
Mein Urteil lautet: granios! Endlich mal wieder ein Film, der seine Oskars verdient hat. Vor allem die Schauspieler waren allesamt meiner bescheidenen Meinung nach sehr überzeugend. Wenn ich allein an den Psychopaten “Chigurh” denke…herrlich. Mir fallen spontan jede Menge Szenen ein, die den Gang ins Kino zu einem Lohnenden gemacht haben. Allerdings möchte ich hier nicht anfangen zu spoilen und anderen den Genuss dieses Streifens vermiesen. Aus diesem Grund halte ich mich an dieser Stelle mit Informationen zurück und rate jedem, der mal wieder einen guten Film sehen möchte und außerdem auf schwarzen Humor steht, zu diesem Streifen ins Kino zu gehen.

PS: Obwohl ich meine Freundin nur mit Mühe zu diesem Film bewegen konnte, und sie für gewöhnlich eigentlich nicht auf diese Art Filme steht, war sie letztendlich doch positiv überrascht - kann man also durchaus auch seine bessere Hälfte mitnehmen! ;-)

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Um uns schon einmal auf unseren bevorstehenden Irlandurlaub einzustimmen, haben wir uns den Film “Once” angeschaut. Dieser läuft schon seit einiger Zeit in den Kinos. Dabei geht es um eine eher durch Zufall entstehende (Liebes-)Beziehung zwischen einem Iren und einer Tschechin. Er ist ein eher wenig erfolgreicher Straßenmusiker und vom Typ her genau so, wie man sich den typischen Iren vorstellt. Sie ist von Tschechin nach Irland ausgewandert, musikalisch auch nicht ganz unbegabt und schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Sie lernen sich kennen, entwickeln über die gemeinsame Musik Sympathie füreinander und er repariert ihren Staubsauger….wie das bei sich entwickelnden Liebesbeziehungen halt so ist. Hörenswert ist vor allem die musikalische Untermalung dieser Geschichte. Da die Hauptdarsteller auch tatsächlich die Musiker sind, wirkt der Film sehr authentisch. Für Irland-Fans und Musikliebhaber ein Muss und für alle Anderen sicherlich auch nicht uninteressant.

Wer mehr erfahren will, sollte ins Kino gehen und sich den Film anschauen…am besten (wenn vorhanden) die Freundin/den Freund mitnehmen. Selten hat mir ein Liebesfilm so gut gefallen….noch seltener war ein Ende so “irisch passend”.

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