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Mai 30 2010

Ein neues Smartphone

Kategorie Smartphones & Apps


Vor ziemlich genau zwei Jahren hatte ich mich für den Kauf eines Smartphones entschieden. Durch die recht eingeschränkte Auswahl meines Netzbetreibers fiel meine Wahl damals auf das XDA Orbit 2, welches baugleich mit HTC Touch Cruise ist. Mein damaliges Urteil lautete wiefolgt:

Dieses Smartphone kommt der von mir angestrebten “Eierlegenden Wollmilchsau” schon sehr nahe.

Das Zitat stammt aus einer Zeit, als Apples iPhone das Licht der Welt erblickte und dem bisherigen Platzhirsch Microsoft mit seinem „Windows Mobile“ augenblicklich das Fürchten lehrte. Android gab es damals nocht nicht und somit fiel die Wahl schnell auf ein auf Windows-Mobile basierendes (im Vergleich zum iPhone deutlich günstigeres) Smartphone. Spätestens als ich sah, was vor allem in Hinblick auf die Usability mit iPhone und Android möglich war, wusste ich, dass meine Behauptung nicht lange Bestand haben würde. Zu wenig war Microsofts mobiles Betriebssystem auf die Bedürfnisse von Smartphone-Nutzern zugeschnitten.

In den letzten Wochen habe ich lange gegrübelt und verschiedene Modelle von unterschiedlichen Herstellern miteinander verglichen. Schnell stach aus der recht unübersichtlichen Masse das HTC Hero heraus. Dies ist ein Modell der vorletzten Generation und damit vergleichsweise preisgünstig. In Hinsicht auf die Hardware, gab es in den letzten Jahren hauptsächlich zwei Entwicklungen. Mehr Prozessorleistung (momentan sind wir bei satten 1GHz angelangt) und größere Displays. Da beides für mich eher nebensächlich ist (ein Smartphone muss sich halbwegs fluffig bedienen lassen und in meine Hosentasche passen), drängte sich das „HTC Hero“ in den Vordergrund. Völlig ausreichende 528 MHz und ein brauchbares Display mit 320×480 Pixel bei 8,1 cm Bildschirmdiagonale bei einem aktuellen Preis von reichlich 300 Euro. Einen Haken gibt es allerdings – den „Helden“, wie der Kleine in der Android-Community liebevoll genannt wird, gibt es momentan nur in der veralteten Android-Version 1.5. Ein Update auf zumindest die 2.1-er Version wurde von HTC immer wieder verschoben. Momentan gibt es ein solches bereits für die US-Version „Sprint“. Für das europäische Modell soll es Ende Juni ein Update geben. Ob es jemals die aktuell so hochgelobte Android-Version 2.2 (Froyo) für den „HTC Hero“ geben wird, ist mehr als fraglich. Insgesamt lässt sich bei HTC eine für den Kunden wenig erfreuliche Entwicklung erkennen. Updates scheinen absichtlich zurückgehalten zu werden, um den Absatz neuer Geräte zu beschleunigen. Obwohl viele Smartphone-Nutzer mit der Hardware ihrer älteren Geräte zufrieden sind, kommen sie nur über den Neukauf in den Genuss von Aktualisierungen des Betriebssystems. HTC entgegnet so wie andere Hersteller auch oft mit dem Argument, dass die nötigen Anpassungen an die einzelnen Geräte aufwändig und somit kostspielig wären. Auf die Idee, kostenpflichtige Updates zur Verfügung zu stellen, ist bisher allerdings auch noch kein Hersteller gekommen. Zwar gibt es im Internet einige Entwickler die versuchen die Anpassungen selbst vorzunehmen. Jedoch begibt man sich dabei durch den Verlust der Garantie unter Umständen auf teures Pflaster. Ganz zu schweigen davon, dass man auf durchaus brauchbare Entwicklungen wie das HTC Sense verzichten müsste.

Lange Rede – kurzer Sinn – ich habe mich letztendlich gegen das HTC Hero entschieden. Welches Smartphone es letztendlich geworden ist und warum, werde ich später berichten – ich muss die Zeit erstmal dazu nutzen, um weiter an dem kleinen Wunderwerk der Technik rumzuspielen…;-)

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