Archiv für die Kategorie: “Video Disk Recorder VDR”


In Dresden hat man noch nicht einmal mit der Ausstrahlung von DVB-T begonnen, da beginnt man schon mit den Überlegungen zum Nachfolgestandard. Passend zum Nachfolger für DVB-S wird der Nachfolger vom DVB-T-Standard “DVB-T2” heißen. Da DVB-S2 momentan nach über einem Jahr noch so gut wie gar nicht gesendet wird, kann man davon ausgehen, dass sich auch der DVB-T Nachfolger eher schleppend durchsetzen wird. Obwohl die Standardisierung von DVB-T2 noch lange nicht abgeschlossen ist, wird offiziell frühestens im Jahr 2009 mit einer Einführung in Deutschland gerechnet. Diese Prognose ist meiner Meinung nach etwas zu optimistisch.

Größte Neuerung wird die effektivere MPEG4/H.264 Komprimierung sein. Damit wären bei der Nutzung der gleichen Frequenzen doppelt so viele Kanäle bei größerer Qualität möglich. Zudem wird auch HDTV angeboten werden können. Der Wechsel bei der Komprimierung von MPEG2 zu MPEG4 hat jedoch zur Folge, dass die bisherigen DVB-T Empfangsgeräte nutzlos werden. Wenigstens will man darauf achten, dass die bisherigen DVB-T Umsetzer auch für die Ausstrahlung von DVB-T2 genutzt werden können.

Ungeklärt ist nach wie vor die Frage, ob der für alle DVB Verbreitungswege geplante “CPCM-Kopierschutz” zum Einsatz kommen soll. CPCM soll es den Inhalteanbietern ermöglichen, die volle Kontrolle über die ausgestrahlten Inhalte zu erhalten. Angefangen von dem bloßen Zugriff auf bestimmte Sendungen bis hin zur Festlegung der Nutzungsdauer, dem Blockieren von Aufnahmen auf DVD oder Festplatte bis hin zur Einschränkung der geographischen Nutzbarkeit mit integrierten GPS Empfängern soll vieles möglich sein. Leider ist es eher fraglich, ob so innovative Projekte wie der VDR unter diesen Bedingungen überleben könnten. Will jedoch das terrestrische Digitalfernsehen im Vergleich zu den anderen digitalen Übertragungsarten (DVB-S, DVB-C, DVB-H) konkurrenzfähig bleiben, wird man zumindest um die Grundverschlüsselung nicht herumkommen.

Jaja…die schönen neuen Möglichkeiten der digitalen Welt. Während man auf der einen Seite mit besserer Qualität und hochauflösenden Bildern lockt, kann man auf der anderen Seite von der nun technisch möglichen Bevormundung des Nutzers nicht die Finger lassen. Dass die - langfristig gesehen - flächendeckende Verschlüsselung kommen wird, ist für mich gerade im Hinblick auf die “europäische Gesamtsituation” nur eine Frage der Zeit. Dass ich aber zudem noch vorgeschrieben bekommen soll, was ich mit dem gesendeten Material alles nicht machen darf, halte ich für unverschämt. Da kann man nur noch hoffen, dass der Nutzer letztendlich am längeren Hebel sitzt und den sogenannten “Inhalteanbietern” mit seinem, den restriktiven Angeboten angepassten, Nutzungsverhalten zeigt, was er davon hält…wäre nicht das erste Mal.

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Neulich hatte ich ja die Möglichkeit an einem DVB-T Infostand, jemanden der sich mit DVB-T auskennen sollte mit Fragen zum Thema zu durchlöchern. Ich habe mir natürlich nicht alles wortwörtlich gemerkt bzw. mitgeschrieben. Ich versuche dennoch die Antworten des Herrn Experten, dessen Namen ich leider vergessen habe, eingermaßen exakt wiederzugeben. Hier eine kurze Zusammenfassung:

  1. Warum startet DVB-T in Dresden erst in diesem Jahr?

    Man musste sich bereits 2004 für einen Start-Standort entscheiden. Da die Region Halle/Leipzig durch ihre geographische Lage mit vergleichsweise wenig Aufwand mehr Zuschauer erreicht, hat man sich letztendlich gegen Dresden als Startregion für DVB-T entschieden.

  2. In welchen Regionen startet DVB-T zum 23.07.2007 in Mitteldeutschland?

    In Dresden, Löbau, Chemnitz, Erzgebirge, Vogtland, Gera und dem Altenburger Land.

  3. Was passiert mit den bisherigen terrestrischen analogen TV-Sendern?

    Da DVB-T die bisher von analogen Sendern belegten Frequenzen nutzt, werden die momentan analog empfangbaren öffentlich-rechtlichen Sender (ARD, ZDF, MDR) zum 23.07.2007 abgeschaltet. Das noch nicht über DVB-T abgestrahlte jeweilige Regionalfernsehen wird weiterhin analog empfangbar bleiben. Ob sich die Regionalsender ebenfalls für DVB-T entscheiden kann ich nicht sagen - sicherlich ist das auch eine Kostenfrage. Genaue Zahlen zu den Kosten sind mir nicht bekannt bzw. darf ich nicht sagen.

  4. Welche Sender werden zum Start von DVB-T digital empfangbar sein?

    ARD, ZDF, MDR (mit jeweiligem Regionalprogramm), Arte, 3sat, rbb, Phoenix, KiKa, WDR, BR und EinsFestival.

  5. Werden in Zukunft auch private Sender (RTL, Sat1, Pro7…) über DVB-T empfangbar sein?

    Vor einigen Jahren noch haben die jeweiligen Landesmedienanstalten einen Teil der DVB-T Sendekosten für die Privaten übernommen. Auf Drängen der Kabelnetzfirmen Deutschlands ist diese Praxis von Brüssel im November 2005 jedoch als “unzulässige Bevormundung” gerichtlich untersagt worden. Somit müssten die Privaten die Kosten für den Einstieg in DVB-T komplett selbst übernehmen. Es ist eher unwahrscheinlich, dass dies in Zukunft geschehen wird.

  6. Mir ist bekannt, dass DVB-T schon aus Gründen der geringeren Bitrate qualitativ schlechter ist, als DVB-S oder DVB-C. Da technisch bis zu 30 verschiedene Sender möglich sind, diese aber momentan in keiner Region voll ausgeschöpft werden, könnte man doch die Bitrate und damit auch die Qualität erhöhen?!

    Qualitativ kann man (also der Experte) DVB-T nicht von anderen digitalen TV-Übertragungsarten unterscheiden…(persönliche Anmerkung: Ich schon! ;-))

  7. Gibt es auch bei DVB-T derzeit Überlegungen zur Grundverschlüsselung?

    Technisch ist das sicherlich machbar. Bei den öffentlich-rechtlichen wird es das aber eher nicht geben. Zwar besteht die technische Möglichkeit der Grundverschlüsselung als Ersatz für das bisherige GEZ-Modell, jedoch sind dort die Strukturen für eine derartige Umstrukturierung zu festgefahren - eine Grundverschlüsselung wäre sowohl in der Bevölkerung, als auch in den zuständigen Landesmedienanstalten nur schwer durchzusetzen. Sollten die Privaten in Zukunft in DVB-T investieren, wäre eine teilweise Verschlüsselung einzelner Kanäle denkbar.

  8. Welche Geräte können Sie für den DVB-T Empfang empfehlen?

    Wir von der “Geschäftsstelle DVB-T Mitteldeutschland” dürfen daher keine Marken nennen. Die momentan erhältlichen Geräte sind aber preisgünstig und auf technisch hohem Niveau. Ein mobiles DVB-T Empfangsgerät erhält man schon für unter 200 Euro.

  9. Wird es bis zum offiziellen Start eine Testphase geben?

    Eine offizielle Testphase gibt es nicht. Sicherlich wird das digitale Fernsehen bis zum Start zu Testzwecken ab und zu aufgeschaltet. Dies wird aber jeweils nur kurzfristig geschehen. Wer bereits jetzt ein entsprechendes Empfangsgerät besitzt, wird also mit etwas Glück bereits vor dem 23.07. kurzzeitig DVB-T empfangen können.

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Bei der morgigen Veranstaltung “Gläsernes Regierungsviertel” in Dresden gibt es zwischen 10 und 17 Uhr auch einen Informationsstand zum Thema DVB-T in der Staatskanzlei. Initiiert wird dieser von “DVB-T Mitteldeutschland“. Beraten lassen kann man sich laut Pressemitteilung über “…Programme, Verbreitung und über DVB-T-Empfangsgeräte…”.

Mal sehen ob ich trotz meines eng gesteckten Wochenend-Terminplanes etwas Zeit finde, dort vorbeizuschauen, um den Experten ein paar investigative Fragen zu stellen.

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Dass digitales Fernsehen nicht gleich digitales Fernsehen ist, sollte jedem schnell klar werden, der sich ein wenig mit der Materie beschäftigt. Während Verkäufer derartiger Empfangsgeräte die neue Digitale Welt in Hinsicht auf deren Qualitäten gern als das Non-Plus-Ultra darstellen, bleibt für den Verbraucher im Endeffekt schnell die Einsicht, dass die Entscheidung für eine digitale Übertragungsart schon allein auf Grund der vielen unterschiedlichen Übertragungsarten alles andere als einfach ist.

DVB-S, DVB-C, DVB-T, DVB-S2 oder gar IPTV oder DVB-H sind Schlagworte die nicht Wenige für verwirrend halten. Helfen könnte bei der Entscheidungsfindung der von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (GFU) und der Deutschen TV-Plattform herausgebrachte “Pocket-Guide Digital-TV“.

Nähere Informationen gibts bei Heise bzw. in einer Pressemitteilung der GFU

Bei Heise selbst gibt es ein ähnliches Dokument in Form eines Vortrags von der IFA 2006.

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Ein großer Vorteil unter Linux ist es, seine Hard- und Software exakt auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen zu können. Sehr gut konfigurieren lässt sich beispielsweise die Festplatte mit einem kleinen Tool Namens hdparm. Hier kann man an verschiedenen Knöpfen drehen um entweder ein besonders schnelle, oder aber eine besonders leise Festplatte zu erreichen.

  • hdparm -v /dev/hdx (Einstellungen & Parameter der Festplatte auslesen)
  • hdparm -Tt /dev/hdx (Messen der Geschwindigkeit)
  • hdparm -d1 /dev/hdx (DMA-Modus der Festplatte aktivieren)
  • hdparm -c1 /dev/hdx (32-Bit Modus aktivieren)
  • hdparm -B <value> /dev/hdx (Power Management value 1 bis 255…1=maximal, 254=minimal, 255=aus)
  • hdparm -M <value> /dev/hdx (Akustik Management value 128=leise & langsam, 254=laut & schnell)
  • hdparm -S240 /dev/hdx (Sleep Modus, Festplatte wird nach 20 Minuten in den Sleep-Modus versetzt)

Ein recht guter Artikel zum Optimieren der Geschwindigkeit einer Festplatte ist “Speeding up Linux Using hdparm” von Rob Flickenger

PS: Das “x” bei “hdx” ist natürlich durch den jeweiligen Wert des eigenen Systems zu ersetzen.

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