Aug. 21 2010
Dancing Auschwitz
Auf den ersten Blick ist „Dancing Auschwitz“ – so heiÃ?t das kleine Kunstwerk – ein Tabubruch, auf den zweiten eine Provokation, auf den dritten aber eine kluge Antwort auf die Frage, wie man an etwas erinnern kann, das im Steinbruch der „Erinnerungskultur“ längst zu historischem Schotter verarbeitet wurde: auf Konferenzen und Seminaren, in Filmen und TV-Serien, bei Demos und Gedenkfeiern, auf denen mit jahrzehntelanger Verspätung dazu aufgerufen wird, „den Anfängen zu wehren“. Wie man also sinnfreien Ritualen etwas entgegensetzt, das die Kraft des Lebens feiert und nicht den Tod als finalen Höhepunkt menschlichen Versagens zelebriert. (SPON, Henryk M. Broder, 09.08.2010)
…in viel bessere Worte hätte ich meinen ersten Eindruck auch nicht fassen können…
Mehr über die Geschichte des Videos auf SPON.
…gefunden auf www.woschod.de



