Prozessor - HDMI - Full-Featured - Budget-Karten

Mrz 28 2008

easyVDR: Digitaler Selbstbau-Videorekorder fürs Volk


Zu Beginn des VDR war dessen großer Vorteil gegenüber anderen Systemen wie dem Windows Media-Center, dass Full-Featured DVB-Karten direkt nutzbar waren. Diese besitzen einen hochintegrierten MPEG-Hardware-Decoder, der sich nur um die Decodierung des Video-Datenstromes kümmert und dem Prozessor damit den hauptsächlichen Anteil der Systemlast abnimmt. Damit sind Digitale Videorekorder bereits mit sehr schwachen Standard-Computersystemen (>200MHz Pentium, 128MB RAM) möglich. Besonders die Vorteile in Hinsicht auf Bildqualität, Wärmeentwicklung, Lautstärke und Stromverbrauch sind oft Argumente, um zu einer sehr viel teureren Full-Featured TV-Karte zu greifen. Diese werden aber momentan leider nur noch von wenigen Herstellern und Händlern angeboten. Hinzu kommt, dass mit der Zeit immer mehr Vorteile dieser Karten schwinden. Vor allem immer effizienter arbeitende Prozessoren werden die Full-Featured-Karten mit der Zeit aussterben lassen. Erschwerend kommt hinzu, dass eine solche TV-Karte natürlich nur den MPEG2-Datenstrom verarbeiten kann. Bei anderweitig komprimierten Daten muss sich dann doch ein etwas potenterer Prozessor (DivX >800MHz) darum kümmern.

Während sich ein VDR mit einer Full-Featured DVB-Karte schon früh sehr einfach installieren ließ, war dies mit den sogenannten Budget-Karten oft nur mit etwas mehr Fachwissen möglich. Budget-Karten besitzen keinen MPEG-Hardware-Decoder. Somit muss sich der Prozessor um die Dekodierung des Videostreams kümmern und ein zusätzliches Plugin wie softdevice oder xine die Ausgabe übernehmen. Diese geschieht mittlerweile wahlweise über VGA/DVI oder HDMI. Gerade in Zeiten immer größer werdender Verbreitung von LCD-/ oder Plasma-Displays ist diese Form der Ausgabe natürlich hochinteressant. Weitere Anwendungen wie das Surfen vom Sofa aus vor einem passablem Display wären durchaus machbar. Wo bisher das Einrichten eines solchen Systems lediglich Bastlern vorenthalten war, gibt es jetzt eine „all-inclusive-Lösung“ der VDR-Distribution easyVDR.

Mit der Version 0.5RC2 bietet easyVDR jetzt die Möglichkeit, ein Budgetsystem mit Videoausgabe über nahezu alle Nvidia Grafikkarten automatisch einrichten zu lassen. Die Videoausgabe kann dabei neben TVout auch über VGA, DVI und HDMI erfolgen. Obwohl auch andere Mainboards mit integrierter Nvidia-Grafikkarte möglich sein sollen, werden vor allem das Asus M2NPV-VM und das Asus M2N-VM HDMI empfohlen. Ersteres ist leider nur noch gebraucht zu bekommen, letzters für knapp 60 Euro bei Amazon.

Nähere Informationen unter www.easy-vdr.de.

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