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Apr 28 2008

Die Welt ist nicht immer Freitag


Früher war ich ein sehr passionierter Leser. Mit „früher“ meine ich die Zeit, als das Haupthaar noch dichter und die Stimme eine Oktave höher war. Damals war ich noch Stammkunde in der örtlichen Kinderbibliothek und lieh mir einen Wälzer nach dem Anderen aus. Früher hatte ich allerdings auch noch Zeit für derartige Freizeitbeschäftigungen. Früher gab es auch noch kein Internet und diese zeitraubenden Blogs. Heute lese ich leider nur noch selten ein Buch – noch sehr viel seltener ein gutes. Oft gehe ich in Buchläden, schaue mir die aktuellsten Schmöker an, mache mir ernsthafte Vorwürfe und gelobe feierlich, in Zukunft viel öfter lesen zu wollen. Leider bleibt es immer bei derartigen Bekundungen.

Am Wochenende war es endlich wieder so weit – ich habe mein nächstes Buch ausgelesen. 144 Seiten (in Worten: Einhundertvierundvierzig) in gut 2 Monaten (in Worten: Zwei). Dabei steht die Lesegeschwindigkeit allerdings nicht, wie man vielleicht vermutet, in direktem Zusammenhang mit der Qualtität des Buches. Ganz im Gegenteil. Es war sogar verdammt gut. Das ist umso erstaunlicher, da ich das Buch von jemandem geschenkt bekam, der meinen literarischen Geschmack gar nicht so genau kennen konnte.

Der Titel des Buches lautet „Die Welt ist nicht immer Freitag„, der Autor ist ein gewisser Horst Evers. In dem Buch sind mehrere abgeschlossene Kurzgeschichten zusammengefasst. Es geht um einen Mann im – sagen wir mal – „besten Alter“. Er hat mit ganz alltäglichen Problemen seiner Generation wie Materieverdichtung, Sex in der Wahlkabine und Einschlafproblemen auf dem Klo seiner Liebschaft zu kämpfen. Diese Probleme löst er mit einem Humor, den es mir schwer fällt zu beschreiben. Nennen wir ihn ganz einfach „meinen Humor“. Alle die mich kennen, sollten wissen was gemeint ist. Alle anderen können ja dieses Buch lesen.

Lange Rede kurzer Sinn: Es gibt von mir einen klaren Lesebefehl für dieses Buch!

Ein Kommentar

Ein Kommentar zu “Die Welt ist nicht immer Freitag”

  1. Daniel Weigeltam 29. Apr 2008 um 03:09 Uhr

    Also ich habe in den letzten 6 Monaten mindestens 12 Bücher ausgelesen. Die meisten davon auch recht dick und von Isaak Asimov. Irgendwie muss man ja pro Arbeitstag übver 120 Minuten Pause rumkriegen. (Ich habe 12-Stunden-Schichten.)

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