Sep. 18 2006
Der MediaMarkt, deren Anwalt und die Abmahnung(en)
Es ist schon gruselig, wie das Gespenst mit Namen „Abmahnung“ seit längerer Zeit in Kleinbloggersdorf sein Unwesen treibt. Ein aktuelles Negativbeispiel geht demnächst in seine entscheidende Runde. Die Zeit ist leider zu kurz, als das man auf alle Details dieses Falles eingehen könnte. Der „Betroffene“ von www.rainersacht.de hat aber einen umfangreichen Bericht über seine Abmahnungen veröffentlicht. Prädikat: lesenswert für jeden, der selbst blogt.
Erschreckend sind für mich vor allem zwei Dinge. Zum einen ist es erstaunlich, wie penetrant die Anwälte zu Werke gehen. Ich als Laie würde den abmahnenden Anwälten auf den ersten Blick bei fast jedem dieser Fälle wenig Chancen vor Gericht einräumen. Dass sie trotzdem oft als Sieger hervorgehen, stärkt mein Vertrauen in unseren Rechtsstaat nicht gerade.
Noch viel unverständlicher ist es allerdings, dass Firmen wie die „Media Markt TV-Hifi-Elektro GmbH“ die Grundlagen guter Ã?ffentlichkeitsarbeit nicht bekannt zu sein scheinen. Ich selbst durfte während meines Studiums derartige Vorlesungen besuchen. Wahrscheinlich sollten sich die Marketingabteilungen dieser wild abmahnenden Firmen etwas genauer mit diesem Thema beschäftigen. Ich als „Hobby-Marketingstratege“ und ausgewiesener Laie auf diesem Gebiet würde nämlich vermuten, dass der Imageschaden durch derartige Aktionen viel schwerer wiegt, als die „paar tausend Euronen“, die sich durch derartige Abmahnungen „verdienen“ lassen. Den Anwälten dürfte das natürlich schnuppe sein, die können das Geld sicherlich gut gebrauchen.



