Raspberry - Dann - Seit - Pins

Jun 20 2012

Raspberry Pi als Desktop-Ersatz?


Seit einigen Wochen befindet sich dieser kleine Minirechner mit dem merkwürdigen Namen Raspberry Pi in meinem Besitz. Obwohl mir leider die Zeit fehlte, mich intensiv mit der kleinen Wunderplatine zu beschäftigen, habe ich doch einiges ausprobiert und dabei einige Erfahrungen sammeln können. Wenn man sich in den einschlägigen Foren über den Raspberry Pi einliest, merkt man schnell, dass vielen nicht ganz klar ist, was sie mit dem Ding anstellen sollen. Viele glauben ernsthaft, mit wenig Aufwand einen brauchbaren Desktop-Ersatz zusammenschustern zu können. Auf den ersten Blick durchaus nachvollziehbar, da vor allem der geringe Stromverbrauch und der geräuschlose Betrieb schnell als Argumente genannt werden. Dabei wird jedoch vergessen, dass sowohl der Arbeitsspeicher, als auch die Prozessorleistung im Grunde nicht für den Desktop-Betrieb geeignet sind. „Ja aber – der kann doch immerhin HD“ – heißt es dann oft. Dass diese zugegebenermaßen bemerkenswerte aber heutzutage keinesfalls ungewöhnliche Rechenleistung bei der Dekodierung von HD-Material so rein gar nichts mit den Anforderungen an die Hardware-Leistung eines Desktop-Rechners zu tun haben, wird da leider oft übersehen. Wer dann mit Argumenten von wegen „Ram ist doch billig, warum tut man da nicht einfach mehr rein“ oder „sogar mein Smartphone hat mehr Power als dieser Rechner“ kommt, hat den Sinn hinter dem Raspberry-Projekt nicht verstanden.

Die wahren Stärken des Raspberry Pi liegen ganz woanders. Er ist extrem kostengünstig und obendrein durch sein offenes PC-nahes Konzept verblüffend vielseitig einsetzbar. Nur – wofür – wenn er nicht einmal als Desktop-Rechner einsetzbar ist? Das Zauberwort heißt General Purpose Input/Output (GPIO). 26 simple Pins bieten eine Schnittstelle, über die man mit ein wenig Programmiererfahrung und etwas Elektronik-Know-How unendlich viele Dinge realisieren kann. Klingt langweilig – nun denn – sehet und staunet:


…weitere Interessante Video-Tutorials gibt es auf dem YouTube-Kanal von RaspberryPiBeginners

Wie jetzt? Blinkende LEDs überzeugen noch immer nicht? Dann schaut euch mal an, was der Gert mit seinem GertBoard zu bieten hat:

Noch immer nicht überzeugt? PFT! Dann fehlt euch einfach nur Phantasie!

3 Kommentare

3 Kommentare zu “Raspberry Pi als Desktop-Ersatz?”

  1. robertam 24. Jun 2012 um 10:34 Uhr

    naja… Die Videos zeigen jetzt nicht wirklich was speziell für den Pi zugeschnittenes. Das alles geht auch mit einem arduino. Bin eher gespannt wenn die Community xmbc portiert hat.

  2. blechkoppam 25. Jun 2012 um 20:35 Uhr

    Das Video soll ja ebend gerade nicht etwas „speziell zugeschnittenes“, sondern genau das Gegenteil zeigen. Unendlich viele Möglichkeiten für Bastler (wie ein Arduino), aber technisch viel näher (sowohl in Bezug auf die Leistung, als auch in Hinsicht auf die Schnittstellen) an einem PC.

    XBMC war im übrigen eines der ersten Projekte, welches portiert (Raspbmc zum Beispiel) wurde.

  3. Raspberry Pi: Das Gertboard ist verfügbar!am 13. Okt 2012 um 10:21 Uhr

    […] Das heißt – fertig ist es ja schon seit einer Weile – nur gekauft werden konnte es noch nicht. Wobei – gekauft werden kann es eigentlich noch immer nicht. Wie man das schon beim Raspberry Pi kennengelernt hat, darf man bei einem Anbieter für Elektronik-Kram für eines dieser begehrten Platinen sein Interesse bekunden. Wenn man schnell genug ist, Glück und obendrein noch einen Gewerbeschein hat, ist man noch im September im Besitz dieses kleinen “Add-Ons” für den Raspberry Pi. Wobei “Add-On” eigentlich eine große Untertreibung ist. Diese Zusatzplatine eröffnet dem Raspberry-Bastler ganz neue Dimensionen (blechBlog berichtete). […]

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