Spiel - Dresdner - Gäste - Frau

Jan 10 2010

Pech gehabt & dann noch Schwein dabei…

Kategorie Dresden


Wie schön hatten wir uns das ausgedacht. Erst gemütlich den halben Sonntag beim Plansch-Brunch verplempern und dann gemächlich in die Freiberger Arena pilgern und den Tag beim Eishockey ausklingen lassen. Da meinereiner bei beiden Attraktionen von einem Weihnachtsgutschein profitieren konnte, war die Freude um so größer. Das Plansch-Brunch ging, von einigen wenigen Querschlägern mal abgesehen, auch ganz leicht über die Bühne. Gut gesättigt, ausgeruht und sowohl physisch als auch mental entspannt verließen wir nach gut vier Stunden das Hotel.

Etwas spektakulärer verlief unser zweiter Sonntagausflug. Zunächst ließ ich mich gemütlich nach dem Brunchen vor meinem Rechner nieder und begab mich mittels dem meiner Meinung nach aktuell besten Rallye-Computerspiels „Dirt2“ auf eine staubige Strecke bei L.A.. Meine Frau nutzte die Zeit, um an ihrem Computer die beste Bahnverbindung zur Arena zu recherchieren und gleichzeitig in Erfahrung zu bringen, wo genau sich unsere Plätze befinden würden. Plötzlich bemerkte ich aus dem Augenwinkel heraus, dass meine Frau aufgeregt gestikulierend von ihrem Stuhl aufsprang. Obwohl so ein Rallye-Spiel den Großteil meiner mir zur Verfügung stehenden Konzentration beansprucht, stufte ich diese für meine Frau eher ungewöhnliche Reaktion als Notfall ein und stoppte umgehend mein Spiel. Ärgerlich – wo ich doch wiedermal auf dem Weg in Richtung Etappensieg war. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass ich die Situation in der Kürze der Zeit korrekt eingeschätzt hatte. Meine Frau war auf der Seite der Eislöwen aufgefallen, dass das Spiel nicht wie auf unseren Karten vermerkt um 18 Uhr, sondern bereits um 16 Uhr angepfiffen werden sollte. VERDAMMT – uns blieben weniger als 15 Minuten, um eine Wegstrecke von geschätzt 4km zurückzulegen. Fluchend und in einer Geschwindigkeit, die ich uns in unserem Zustand (vollgefuttert – weil beim Brunchen muss man ja alles mal probieren…) nicht zugetraut hätte, machten wir uns im schönsten Schneetreiben auf den matschigen Weg. Auf selbigem bemerkten wir, dass wir mit unserem Irrtum nicht alleine waren – auch andere Fans (erkennbar an den blau-weißen Schals) schlitterten eiligst Richtung Freiberger Arena. Obwohl ich schon damit gerechnet hatte, mindestens das erste Drittel zu verpassen, waren wir bereits 8 Minuten nach Anpfiff auf unseren Plätzen – Schwein gehabt. Hätten wir die vorverlegte Anstoßzeit erst später bemerkt – wir hätten ganz schön doof geguckt…;-)

Doch nun zum Spiel. Ich verstehe leider nicht viel von Eishockey. „Das zylindrische muss ins Eckige“ – das wars dann aber schon fast. Immerhin war ich schon einmal „live“ bei einem Spiel dabei. Damals spielten die „Tornados Niesky“ gegen eine Mannschaft die mir leider entfallen ist. Die Gäste wurden zweistellig nach Hause geschickt. Tore fielen am Fließband – für die Zuschauer anfangs schön – aber letztendlich eher langweilig. Wir wurden von einer guten Freundin ins Stadion „geschleppt“ und bekamen hier und da auch die eine oder andere Regel erklärt – aber im Grunde blieben wir weitestgehend ahnungslos. Dennoch finde ich diesen Sport gut. Schnelle Spielzüge, ständiges hin&her und da immer was passieren kann auch immer spannend.

Nun aber wirklich zm eigentlichen Spiel. Auf dem Platz standen sich die Dresdner Eislöwen (wer hätte das gedacht) und die „EVR Tower Stars“ aus Ravensburg gegenüber. Laut Tabelle der 10. (Dresden) gegen den 4. (die Gäste). Obwohl die Gäste die Favoriten waren, merkte man dies im ersten Dittel nicht. Die Dresdner waren kämpferisch stärker und konnten sich die meisten Torchancen erarbeiten. Je länger das Spiel dauerte, desto offensichtlicher wurden die technischen Schwächen der Dresdner. Fehlpässe, schlampige Annahmen, Unkonzentriertheit vor dem Tor. Die Gäste schienen das zu merken und warteten oft nur auf die Fehler der Dresdner, um diese dann eiskalt auszunutzen. Auch wenn es im zweiten Drittel eine schwere Verletzung eines Ravensburger Spielers gab (musste vom Spielfeld getragen werden), wurde die Partie größtenteils fair geführt. Der Dresdner „Goalie“ rettete ein ums andere Mal die Dresdner vor einem frühzeitigen Rückstand. Als die Gäste im letzten Drittel mit 2:3 in Führung gingen, schien für die kampfstarken Dresdner noch alles drin zu sein. Als jedoch kurz vor Schluss ein Ravensburger Spieler allein vorm Tor zum 2:4 Endstand einnetzte, war das Spiel gelaufen.

Insgesamt 2000 Zuschauer verfolgten das Spiel. Glaubt man den Zahlen der Freiberger Arena, war die Halle damit nur zur Hälfte ausgelastet. Ob das in Dresden immer so ist, oder ob andere unglückliche Fans erst gegen 18 Uhr erschienen, ist mir nicht bekannt. Dennoch war die Stimmung gut – wir kommen bestimmt mal wieder. Dann vielleicht zum Lokal-Derby gegen die „Lausitzer Füchse“ oder die „Eispiraten Crimmitschau“.

4 Kommentare

4 Kommentare zu “Pech gehabt & dann noch Schwein dabei…”

  1. derDanielam 11. Jan 2010 um 10:53 Uhr

    noch spannender und vorallen hochklassiger wirds übernächstes Wochenende in der Arena! Die Europameisterschaft im Shorttrack steht an. Ein Hammerevent, wie ich finde…

  2. blechkoppam 11. Jan 2010 um 20:49 Uhr

    Danke für den Hinweis. Allerdings weiß ich zu wenig über diese Sportart. Ich hab die kleinen Flitzer zwar schonmal im TV gesehen und ich fand auch, dass die durchaus eine spektakuläre Geschwindigkeit auf die Kufen bringen, dennoch ist das glaube ich kein Sport „zum Zuschauen“ für mich.

    Für alle Interessenten:
    http://www.shorttrack-dresden.de
    Tickets gibts soweit ich das überblicken konnte für 10 Euro.

  3. Schmettern, Blocken, Baggern und Hechtenam 21. Jan 2010 um 19:40 Uhr

    […] Sonntag noch den Dresdner Eislöwen beim Eishockey beigewohnt – und gestern die Volleyballerinnen des Dresdner SC lautstark unterstützt. Selten hat ein […]

  4. Dresden Monarchs vs. Düsseldorf Pantheram 29. Mai 2011 um 13:27 Uhr

    […] so weit. Wir haben einer weiteren Sportart unsere Aufmerksamkeit geschenkt. Nachdem wir schon beim Eishockey, beim Volleyball, beim Fußball und sogar bei einer Fußballweltmeisterschaft zugegen waren, haben […]

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