Nov. 08 2010
Angst
Manchmal machen mir Politiker Angst. Vielleicht bin ich auch zu naiv und es ist von unseren politischen Entscheidungsträgern tatsächlich zu viel verlangt, Entscheidungen anhand objektiver Argumente zu treffen. Vielleicht sollte man wie bei kleinen Kindern einfach warten, bis sich der Bock verzogen hat und somit dem klaren Gedanken wieder genügend Raum für logische Schlussfolgerungen gelassen wird. Meine Befürchtung ist allerdings, dass dies beim überwiegenden Teil dieses sich zunehmend ausgrenzenden Teils unserer Gesellschaft nie eintritt.
Wodurch meine Angst genährt wird? Ein Artikel in der SZ mit dem Titel „Wie Minister Morlok an der Königsbrücker irrt„.
Aha – der Herr Wirtschaftsminister ist in Stuttgart geboren – verstehe…
5 Kommentare zu “Angst”




hattest du etwa Kompetenz oder auch nur Verwendung von Hirn bei einem _Minister_ erwartet?
Gerade dieser Posten wird doch nach völlig anderen Kriterien besetzt…
Doch – nenn mich naiv aber irgendwie schon. Zumindest hätte ich erwartet, dass zumindest der Versuch unternommen wird, „den Pöbel“ argumentativ zu überzeugen…
Wir werden in groÃ?em Stil von Kaufleuten regiert. Fachleute sitzen in den wenigsten Ministerien in hochrangigen und damit einfluÃ?reichen Positionen. Fachkompetenz spielt in der Ministerialhierarchie nur eine unbedeutende Rolle. Die FDP war keine gute Wahl. In der Opposition hatten diese Herrn die groÃ?e Klappe, prangerten Alles und Nichts an. Kaum in der Regierung, wurden teilweise hochdotierte Referentenstellen in den Ministerien doppelt besetzt um auch ja alle Hilfs- und Helfeshelfer im Wahlkampf ordentlich zu versorgen einschlieÃ?lich guter Pensionen. Die hochdotierten Herren sind fast alle Geschäftsleute. Hast Du noch irgendwelche Illusionen und Fragen?
Interessant fand ich an dem Text etwas ganz anderes: Es klingt, als wäre lediglich Morlok*derjenige, der an dem Streit um die Königsbrücker Schuld sei. Obwohl ihm doch Frau Orosz immer wieder â??etwas ganz anderes schreibtâ??, sitzt er immer noch verschiedenen Irrtümern auf. Diese scheinen â?? so klingt es â?? längst geklärt, weshalb sich Frau O. auch immer so für eine Richtigstellung einsetzt. Da fragt man sich verschiedene Dinge:
– Warum gab es dann so lange Streit um diese StraÃ?e, wenn doch alles klar ist?
– Haben unsere Stadtpolitiker verschiedene Verkehrsexperten?
– Sollten sie dann nicht einmal Expertenaustausch machen?
– Können die nicht einfach mal miteinander reden, statt sich immer nur zu schreiben?
Zum Glück muss ich selten die Königsbrücker entlang, so dass mir das Thema ein wenig egal sein könnte. Vor einigen Tagen musste ich aber tatsächlich dort lang (mit Fahrrad). Es war ein tolles Erlebnis 😉
(* Der Name erinnert übrigens an die alte Science Fiction-Geschichte â??Die Zeitmaschineâ?? von Wells)
Das mit den Kaufleuten ist keine ausreichende Begründung. Die „Selbstversorgungsmentalität“ scheint mir das entscheidende Argument zu sein. Solche Vorschläge rechnen sich ja immer nur nach dem Prinzip „Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren“. Da hilft nur die Stutgarter Lösung.