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Okt. 21 2007

Technische Sammlungen der Stadt Dresden

Man muss sich schon ein wenig anstrengen, um heute noch Anzeichen für die ehemals recht bedeutende Foto- und Kinoindustrie in Dresden zu entdecken. Eine über Jahre hinweg herausragende Firma auf diesem Gebiet waren die Ernemann-Werke auf der Glashütter StraÃ?e in Dresden. Genau an dieser Stelle, wo einst grundlegende Pionierarbeit in der damals noch jungen Fotoindustrie geleistet wurde, befinden sich heute die Technischen Sammlungen der Stadt Dresden. Seit Juni diesen Jahres gibt es dort die Dauerausstellung „Heinrich Ernemann. Fotoindustrie und Bilderwelten“. Gezeigt werden neben Fotoapparaten, frühen Filmkameras und -projektoren auch zahlreiche Bilder, die mit diesen Geräten gemacht wurden.

Mindestens genauso interessant ist die Daueraustellung „LichtBild & DunkelKammer“. Hier bekommt man alle grundlegenden Fragen zur Fotografie an anschaulichen Exponaten erläutert. Momentan wird hier an einigen Stellen gebaut, so dass einige Teile dieser Ausstellung nicht gezeigt werden. Interessant ist zum Beispiel eine umfangreiche Diasammlung mit colorierten schwarz/weiÃ?-Dias eines Mannes, dessen Namen ich leider schon wieder vergessen habe. Vor allem der Kontrastreichtum ist für das Digitalfoto-geschädigte Fotografenauge ein wahrer Hochgenuss. Von den historisch interessanten Motiven ganz zu schweigen. Ein weiteres beeindruckendes Highlight ist die begehbare Camera obscura, bei dessen projeziertem Bild man direkt auf die Glashütter StraÃ?e blicken kann.

Wer sich noch gern an die „guten alten DEFA-Animationsfilme“ erinnert, der sollte sich die „Dauerausstellung Kontraste und Variationen“ anschauen. Gezeigt werden über 100 Puppenfiguren und Requisiten, Zeichenfolien sowie Flachfiguren aus 35 Jahren Trickfilmgeschichte.

Wer sich für die frühe Entwicklung von Rechenmaschinen interessiert, der findet in der Ausstellung „Mit uns können Sie rechnen“ beeindruckende Exponate. Vom Rechenschieber über Lochkartenrechner bis hin zu kleiderschrankgroÃ?en RöhrengroÃ?rechnern gibt es so manches, was das Nerd-Herz höher schlagen lässt. Zu sehen gibt es auch den in Dresden entwickelten DDR-Geldautomaten…ich wusste gar nicht, dass es in der DDR derartige Technik gab.

Für alle kleinen und groÃ?en Kinder gibt es eine Ausstellung mit dem bezeichnenden Namen „Experimentierfeld“. Hier kann man über 50 Experimente aus der Mechanik, Optik, Akustik, Wärme und Elektrizität selbst ausprobieren.

Für einen Eintrittspreis von drei Euronen (ermäÃ?igt 2 EUR) erhält man einen Museumsbesuch, dessen Vielfalt wohl kaum zu überbieten ist.

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