Okt. 09 2007
Der richtige Akku und das passende Ladegerät
Gerade im Bereich der Fotografie ist die optimale Stromversorgung verschiedener Gerätschaften von groÃ?er Bedeutung. Sehr oft wird hier auf die Kompatibilität geachtet und auf handelsüblichen Batterien/Akkus gesetzt. Das hat den entscheidenden Vorteil, dass man relativ unkompliziert und vergleichsweise günstig an passende Energiespeicher kommen kann. Doch gerade im Bereich von oft zur Anwendung kommenden 1,2V (Mignon-AA) Akkus gibt es leider gravierende qualitative Unterschiede. Mittlerweile haben sich die sogenannten Nickel-Metallhybrid-Akkus (NiMH) durchgesetzt. Gegenüber den früheren Nikel-Cadmium-Akkus (NiCd) sind diese haltbarer und ermöglichen die Minimierung des sogenannten Memory-Effekts der einen schleichenden Kapazitätsverlust bedeutet. AuÃ?erdem bieten NiMH-Akkus bei gleicher Spannung eine nahezu doppelte Energiedichte. Obwohl heute fast nur noch NiMh-Akkus verkauft werden, sollte man beim Kauf dennoch darauf achten keine NiCd-Akkus zu erwischen.
Mindestens genauso wichtig wie ein guter Akku ist ein gutes Ladegerät. Auch hier gibt es sehr viele minderwertige Angebote. Bei einem Ladegerät kommt es nicht darauf an, wie schnell ein Akku geladen werden kann, sondern wie gut das Ladegerät den aktuellen Zustand des Akkus erkennt, um das Laden des Akkus dementsprechend anzupassen. Für den Akku ist es sogar schonender, wenn man ihn mit einem geringeren Ladestrom lädt. Das dauert zwar etwas länger, verlängert aber auch die Lebensdauer der nicht ganz billigen Akkus. Eine automatische Abschaltung und einzeln regelbare Ladeschächte sollten hier zu den Grundfunktionen gehören. Wer vor allem die älteren NiCd-Akkus besitzt, sollte darauf achten, dass das Ladegerät den Akku vor dem Laden zunächst komplett entladen kann. Dies minimiert den Memory-Effekt und verlängert damit gleichzeitig die Lebensdauer des Akkus.
Bei der Wahl des Akkus kann man sich zunächst an verschiedene Marken halten. Besonders gute Erfahrungen habe nich mit Sanyo, Duracell und Ansmann gemacht. Leider scheint die Konstanz der Qualtität bei jedem Hersteller etwas zu schwanken, so dass man auch bei diesen Marken durchaus auch einmal einen schlechteren Satz erwischen kann. Komplett abraten wurde ich von den Conrad-Akkus. Hier habe ich noch keinen erwischt, der seine Kapazität auch nur annähernd erreichen konnte. Die vom Hersteller angegebene Kapazität (angegeben in mAh) ist dabei jedoch immer ein zweischneidiges Schwert. Je mehr Kapazität ein Akku besitzt, desto länger liefert er Energie aber desto gröÃ?er ist auch seine Selbstentladungsrate. 2700mAh sollte hier die Obergrenze sein. Einige Hersteller haben mittlerweile Akkus mit einer niedrigeren Selbstentladungsrate entwickelt. Ansmann nennt diese Technologie „maxE“, Sanyo „Eneloop“.
Die Wahl des passenden Ladegerätes ist mindestens genauso wichtig, wie die Wahl des richtigen Akkus. Hier kommt es neben praktischen Fragen (Welche Akku-Typen möchte ich laden?) vor allem auf den Funktionsumfang und die Qualität der technischen Verarbeitung an. Nachdem ich mich durch mehrere Tests durchgegraben habe, bin ich letztendlich beim Voltcraft IPC-1 (Conrad-Direktlink) gelandet. Bis heute habe ich damit mehrere meiner Akkus erfolgreich geladen und bin sehr zufrieden damit. Ebenfalls in der näheren Auswahl war das Ansmann Digispeed 4 (Conrad Direktlink). Da mein Vater bereits ein älteres Modell des Voltcraft besitzt und damit auch sehr zufrieden ist, habe ich mich letztendlich dafür entschieden.
Weitere Infos rund um Akkus und Ladegeräte gibt es unter folgenden Links:
http://www.kowoma.de/gps/geraetetests/zubehoer/akkulader.htm
http://www.jens-seiler.de/bastelecke/akkus/



