Archiv für die Kategorie: “Kino, Kunst & Kultur”



Früher war ich ein sehr passionierter Leser. Mit “früher” meine ich die Zeit, als das Haupthaar noch dichter und die Stimme eine Oktave höher war. Damals war ich noch Stammkunde in der örtlichen Kinderbibliothek und lieh mir einen Wälzer nach dem Anderen aus. Früher hatte ich allerdings auch noch Zeit für derartige Freizeitbeschäftigungen. Früher gab es auch noch kein Internet und diese zeitraubenden Blogs. Heute lese ich leider nur noch selten ein Buch - noch sehr viel seltener ein gutes. Oft gehe ich in Buchläden, schaue mir die aktuellsten Schmöker an, mache mir ernsthafte Vorwürfe und gelobe feierlich, in Zukunft viel öfter lesen zu wollen. Leider bleibt es immer bei derartigen Bekundungen.

Am Wochenende war es endlich wieder so weit - ich habe mein nächstes Buch ausgelesen. 144 Seiten (in Worten: Einhundertvierundvierzig) in gut 2 Monaten (in Worten: Zwei). Dabei steht die Lesegeschwindigkeit allerdings nicht, wie man vielleicht vermutet, in direktem Zusammenhang mit der Qualtität des Buches. Ganz im Gegenteil. Es war sogar verdammt gut. Das ist umso erstaunlicher, da ich das Buch von jemandem geschenkt bekam, der meinen literarischen Geschmack gar nicht so genau kennen konnte.

Der Titel des Buches lautet “Die Welt ist nicht immer Freitag“, der Autor ist ein gewisser Horst Evers. In dem Buch sind mehrere abgeschlossene Kurzgeschichten zusammengefasst. Es geht um einen Mann im - sagen wir mal - “besten Alter”. Er hat mit ganz alltäglichen Problemen seiner Generation wie Materieverdichtung, Sex in der Wahlkabine und Einschlafproblemen auf dem Klo seiner Liebschaft zu kämpfen. Diese Probleme löst er mit einem Humor, den es mir schwer fällt zu beschreiben. Nennen wir ihn ganz einfach “meinen Humor”. Alle die mich kennen, sollten wissen was gemeint ist. Alle anderen können ja dieses Buch lesen.

Lange Rede kurzer Sinn: Es gibt von mir einen klaren Lesebefehl für dieses Buch!

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Analog zum Titel des aktuellsten Musikvideos der “Besten Band der Welt”, gibt es momentan eine heftige Diskussion darüber, ob das Werk denn gelungen sei, oder nicht. Wie passend. Danke an meine Lieblingsstammleserin für den Link:

Für all diejenigen, die das Lied nicht so mögen, hätte ich noch einen Vorschlag für die Alternativ-Version “Lass die Leute leben”…Prädikat: Einfach Toll!

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Ich war schon oft in Dresden in der Schauburg im Kino - aber seltsamerweise noch nie im “Tarkowski-Saal”, dem mit ganzen 108 Plätzen Kleinsten. Etwas “versiffter” als die Anderen, dafür eine sehr gemütliche Atmosphäre und durch die wenigen Plätze fast schon familiär…dachten wir zumindest, als wir eine Viertelstunde vor Beginn der Vorstellung Platz nahmen. Als der Film dann begann, war neben allen Plätzen auch noch ein Großteil der Treppe mit Kinobesuchern belegt - proppevoll wäre noch leicht untertrieben.

Nun zum Film:
Mein Urteil lautet: granios! Endlich mal wieder ein Film, der seine Oskars verdient hat. Vor allem die Schauspieler waren allesamt meiner bescheidenen Meinung nach sehr überzeugend. Wenn ich allein an den Psychopaten “Chigurh” denke…herrlich. Mir fallen spontan jede Menge Szenen ein, die den Gang ins Kino zu einem Lohnenden gemacht haben. Allerdings möchte ich hier nicht anfangen zu spoilen und anderen den Genuss dieses Streifens vermiesen. Aus diesem Grund halte ich mich an dieser Stelle mit Informationen zurück und rate jedem, der mal wieder einen guten Film sehen möchte und außerdem auf schwarzen Humor steht, zu diesem Streifen ins Kino zu gehen.

PS: Obwohl ich meine Freundin nur mit Mühe zu diesem Film bewegen konnte, und sie für gewöhnlich eigentlich nicht auf diese Art Filme steht, war sie letztendlich doch positiv überrascht - kann man also durchaus auch seine bessere Hälfte mitnehmen! ;-)

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Um uns schon einmal auf unseren bevorstehenden Irlandurlaub einzustimmen, haben wir uns den Film “Once” angeschaut. Dieser läuft schon seit einiger Zeit in den Kinos. Dabei geht es um eine eher durch Zufall entstehende (Liebes-)Beziehung zwischen einem Iren und einer Tschechin. Er ist ein eher wenig erfolgreicher Straßenmusiker und vom Typ her genau so, wie man sich den typischen Iren vorstellt. Sie ist von Tschechin nach Irland ausgewandert, musikalisch auch nicht ganz unbegabt und schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Sie lernen sich kennen, entwickeln über die gemeinsame Musik Sympathie füreinander und er repariert ihren Staubsauger….wie das bei sich entwickelnden Liebesbeziehungen halt so ist. Hörenswert ist vor allem die musikalische Untermalung dieser Geschichte. Da die Hauptdarsteller auch tatsächlich die Musiker sind, wirkt der Film sehr authentisch. Für Irland-Fans und Musikliebhaber ein Muss und für alle Anderen sicherlich auch nicht uninteressant.

Wer mehr erfahren will, sollte ins Kino gehen und sich den Film anschauen…am besten (wenn vorhanden) die Freundin/den Freund mitnehmen. Selten hat mir ein Liebesfilm so gut gefallen….noch seltener war ein Ende so “irisch passend”.

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Gestern war der Großmeister der Improvisation bei den Filmnächten am Elbufer zu Gast. Seit langem hatte ich mich auf dieses Event gefreut und war gespannt darauf, wie der Helge denn live so rüberkommt. Und ich wurde nicht enttäuscht. In einer der ersten Reihen konnten wir seinen Darbietungen beiwohnen. Neben ganz alten Kamellen wie “Fitze Fitze Fatze” und “Telefonmann” präsentierte er auch einige Stücke des neuen Albums “I Brake Together” wie zum Beispiel “Die Trompeten von Mexiko”. Für einen anwesenden Dackel performte er auch noch das Katzenklo in einer ganz speziellen Version.

Auch wenn es streckenweise einige Probleme mit dem Sound gab, wurde es doch ein äußerst gelungener Abend.

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