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März 25 2012

Was kostet ein (Hecht)-Fest?

Kategorie Dies & Das


So ein Stadtteilfest wie das jährlich stattfindende Hechtfest ist schon was feines. Ein Wochenende lang Party vor der eigenen Haustür. Buntes Treiben, Musik, Essen, Trinken, Freunde treffen und Leute kennenlernen. Der Kiez präsentiert sich seinen Bewohnern und Gästen. Und das alles für lau. Kein Eintritt der die allgegenwärtige Feierlaune trüben könnte. Doch wer bezahlt das eigentlich alles? Kostet das wirklich nichts? Wer wie ich noch nie bei der Organisation eines Festes mit diesen AusmaÃ?en beteiligt war, hat da sicherlich kaum eine Vorstellung davon, mit welchen Beträgen da hantiert wird. Heute entdeckte ich diesen Aushang (auf das Bild klicken zum VergröÃ?ern) bei mir um die Ecke. Dieser gibt Aufschluss darüber, was im letzten Jahr für Kosten entstanden sind. AuÃ?erdem erfährt man, dass man mit so einem Fest (zumindest als Ausrichter) scheinbar so überhaupt gar kein Geld verdienen kann – eher im Gegenteil. Von einer „+-0“-Nummer ist man scheinbar noch eine ganze Ecke weit entfernt. Ich finde den Schritt, derartige Informationen zu veröffentlichen gut und empfehle die Nachahmung.

9 Kommentare

9 Kommentare zu “Was kostet ein (Hecht)-Fest?”

  1. Sebastianam 25. März 2012 um 18:02 Uhr

    Der Ansatz ist sehr gut! Hut ab!!!

    Schade, dass er so inkonsequent passiert. Immerhin 9.000 EUR fallen an für Organsiationskosten (welche sind das bei einem ehrenamtlich geführten Verein) und vor allem für sonstige Aufwendungen, die man bei einer Höhe von 6.000 besser hätte auch genauer aufgeschlüsselt.

    Vielleicht kann man das noch präzisieren?

  2. Johannesam 26. März 2012 um 10:54 Uhr

    Tjo – würde die Gema die 900â?¬ für Ihre nicht existente Leistung nicht berechnen und würde man auf die Flyer verzichten (ich find mundpropaganda immer noch am wertvollsetn 😉 ) wär es doch ein 0summenspiel….

    also -> geh ma, gema!

  3. Brilleam 26. März 2012 um 11:28 Uhr

    @Sebastian:
    wer lesen kann ist im vorteil! orga-kosten sind !!! 2.900â?¬ !!! NICHT 9000 â?¬ !!!

  4. Maikam 26. März 2012 um 11:48 Uhr

    Hallo Sebastian,
    zum einen sind die ORGA Kosten keine 9000,-â?¬ sondern 2900,-â?¬ diese beinhalten nur Personalkosten als Aufwandsentschädigungen – dies nur als Richtigstellung.
    Zum anderen die sonstigen Aufwendungen – dies sind alls Kosten wie z.B. Kleinteile, Zirkuszelt, Porto, Verpflegung der Helfer, Steuern, Miet LKW, usw.
    Wir, der Hechtviertel e.V., wollten nur nicht 3 oder 4 Blätter als Aushang machen und haben dies deshalb in einer Summe zusammengefasst.
    MFG
    MAik

  5. Floydam 26. März 2012 um 13:04 Uhr

    Ich finds krass, dass ein Wochenende an Strom mit knapp 2.000 Euro mehr kosten kann als die Versorgung eines ganzen Haushalts für 3 Jahre. Dafür hätte ich bei Verkehrsberuhigung und Werbung mehr Ausgaben vermutet, von daher kommts aufs selbe hinaus.
    Wie es heute eben leider so ist – veranstalten kann nur noch, wer mit Draufzahlungen leben kann – das fängt bei kleinen Konzerten schon an, zu denen keiner geht, weil die Leute eher Lust (bzw. die nötige Apathie) haben, sich zuhause Promiboxen oder so’n Krempel anzusehn.

  6. Pam 26. März 2012 um 14:28 Uhr

    Wie sieht es denn mit weiteren Einnahmequellen aus?
    Verkauf von Getränken, Essen?
    Oder sowas wie eine Lotterie?

    Immerhin nehmen die ganzen Teilnehmer ja ordentlich Geld ein mit ihrem Verkauf. Davon hat ja der VErein nicht soviel, oder?

  7. Frankam 26. März 2012 um 15:02 Uhr

    4445 Euro für Musik – einschliesslich Bühnen und Technik!!!
    Da bleibt nichts bei den vielen Musikern – den eigentlichen Sponsoren des Festes!!!!!

  8. Stefan Weberam 26. März 2012 um 15:17 Uhr

    Netter Ansatz, leider aber nicht hilfreich, sondern eher Pseudotransparenz á la Piraten:

    Sieht erstmal toll aus und vermittelt ein gutes Gefühl. Aber Details erfährt man nicht. Bei einem Verein muss die Abrechnung ja eh durch die Mitgliederversammlung bzw. Kassenprüfung, da wird ja wohl hoffentlich genauer geprüft als „Sonstiges“: 6.000 â?¬.

    Wer allerdings dachte, so ein Fest kostet nix, der kriegt einen ersten hübschen Eindruck, wenns dafür gedacht war, ists ok.

  9. blechkoppam 26. März 2012 um 21:18 Uhr

    @Sebastian: Das Foto kann man auch vergröÃ?ern, da sind die Zahlen besser zu erkennen! 😛
    @Johannes: Jaja – die liebe Gema. Irgendwann wird auch deren Zeit kommen!
    @Maik: Ich finde die Aufstellung so wie sie ist genau richtig. Wer Details wissen will, kann ja dem Verein beitreten, oder? Das füllt ganz nebenbei auch automatisch die Vereinskasse. 😉
    @Floyd: Der Strom kam mir zunächst auch etwas happig vor. Ich vermute aber, dass dort der Löwenanteil eher in der Technik zu suchen ist.
    @P: Ich glaube, es würde dem Fest insgesamt nicht gut tun, wenn die Veranstalter den Fokus auf die Generierung von Einnahmequellen legen würden.
    @Frank: Bei dem Betrag sind die Künstlergagen ja mit drin. Obendrauf gibts dann ja noch ordentlich Publicity für die Künstler – das Hechtfest ist schlieÃ?lich nicht irgendein Fest! 😉
    @Stefan Weber: Genau dafür war es mit Sicherheit gedacht und dann ist es nicht nur hilfreich, sondern auch lobenswert und alles andere als „pseudotransparent“. Wer genaue Zahlen will, sollte sich direkt an den Verein wenden. Dass einzelne Posten nur mit weiteren Erklärungen genau nachvollziebar sind, sollte jedem klar sein. Für mich ist es ein interessanter Blick hinter die Kulissen, der zeigt, wieviel Arbeit solch ein Fest machen kann. AuÃ?erdem ist es ja heutzutage nicht selbstverständlich, dass ein Verein so offen mit solchen Daten umgeht. Sicherlich auch, weil solche Diskussionen wie jene hier dann unvermeidlich sind. Hätte ich einen Hut auf, würde ich ihn ziehen: Hut ab!

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