Feb. 25 2010
PaperC – 2700 Bücher kostenlos lesen
Hm – PaperC…PaperC….irgendwas sagt mir diese Firma. Richtig: im letzten Jahr wurde PaperC zum Startup des Jahres 2009 gewählt. Die Idee ist simpel und in Zeiten der Unsicherheiten bei den Verlagen in Hinsicht auf das Internet fast schon revolutionär. PaperC bringt verschiedene Fachbuchverlage auf einer Plattform zusammen. Einmal registriert, kann man im mittlerweile 2700 Titel umfassenden Fundus kostenlos stöbern. Mittels eines Flash-Readers sind alle Bücher komplett zugänglich. Man kann die Bücher somit kostenlos am Bildschirm lesen. Und wo ist da der Haken – wird sich mancheiner fragen. Wie verdienen die verdammt nochmal ihr täglich Brot? Kosten fallen erst an, wenn einzelne Seiten heruntergeladen, ausgedruckt oder mit Notizen versehen werden. Dies kostet dann 10 Cent pro Seite. Mittlerweile präsentiert sogar der bekannte Fachbuchverlag O’Reilly 600 Bücher. Mein erster Gedanke war, dass sicherlich nur alte Schinken abrufbar sind. Das ist jedoch nicht ganz korrekt. Selbst Bücher, die erst 2009 herausgegeben wurden, kann man bei PaperC finden. Momentan sind hauptsächlich Titel aus dem IT-Bereich gelistet. Ob demnächst weitere Bereiche hinzukommen, habe ich noch nicht herausfinden können.
Meiner Meinung nach ein mutiger Versuch, der in die richtige Richtung geht. Klar, werden sich die Verlage genau überlegen, ob sie ihre teuren Fachbücher auf einer derartigen Plattform quasi kostenlos feilbieten. Für den Leser ist dies sicherlich ein tolles Portal, da man bereits im Vorfeld genau herausfinden kann, ob sich der Kauf eines Buches überhaupt lohnt. Verlage müssen jedoch damit rechnen, dass sich viele Bücher bereits im Vorfeld als unbrauchbar herausstellen und somit Verkäufe nicht stattfinden, die sonst beim „blinden Kauf“ stattgefunden hätten. Gleichzeitig bleibt die Frage, ob die Anwender das Portal nicht eher dazu nutzen, sich umfassend zu einem Buch zu informieren und den Kauf dann doch lieber woanders tätigen, wo sie ein Buch bekommen, welches sie auch in den Händen halten können. Gerade bei einem Fachbuch ein nicht zu unterschätzender Aspekt. PaperC würde in diesem Fall natürlich leer ausgehen. Insgesamt eine Geschichte, die man im Auge behalten sollte.



