März 14 2011
Karl May-Lesung im Ex-Knast von Mittweede
Sowohl zu Karl May als auch zu Mittweede („Auswärtigen“ könnte diese sächsische Kleinstadt eher als „Mittweida“ bekannt sein), habe ich jeweils eine ganz spezielle Beziehung. Umso erfreuter bin ich, dass ich diese beiden Dinge heute mal in einem Artikel erwähnen kann.
Karl May war vor vielen Jahren für kurze Zeit „Gast“ in einer Gefängniszelle in Mittweida. Er hatte in einer Gastwirtschaft in Hohenstein ein Handtuch und eine Zigarrenpfeife entwendet. Immer wieder geriet er durch diverse Hochstapeleien mit dem Gesetz in Konflikt. Böse Zungen behaupten, dass die vielen Romane nur entstanden sind, weil er mehr Zeit im Gefängnis, als in Freiheit verbrachte. „Zu Ehren“ seiner Mittweidaer Zeit findet in seiner (angeblich) ehemaligen Zelle nichts geringeres, als ein Weltrekordversuch statt. In den nächsten sieben Wochen wird dort ununterbrochen aus seinen Büchern (insgesamt 88 Bände!) vorgelesen. Neben einigen bekannten Gesichtern der Mittweider Medien-Szene, haben auch einige Prominente ihre Dienste als Vorleser angeboten. AuÃ?erdem kann man sich auch als ganz normaler, der deutschen Sprache mächtigen, Vorleser an dem Projekt beteiligen. Mittels eines Live-Streams kann man sich auch jederzeit einklinken und den Texten Karl May’s lauschen.
Ich habe vorhin auch mal fix reingehört – gerade noch rechtzeitig um Zeuge zu werden, wie von einer sympatischen Frau der Name der in einigen Romanen vorkommenden Figur „Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah“ mit nicht zu überhörendem sächsischem Akzent vorgelesen wurde. 😉
Weitere Infos & den Stream gibts auf gefangene-visionen.de.



