PureVideo - Nvidia - Details - Linux

Nov 16 2008

Hardwarebeschleunigtes HD bald auch unter Linux?


Endlich scheint sich an der HD-Front etwas zu tun. Seit Jahren schon wartet die VDR-Gemeinde darauf, dass es auch unter Linux nutzbare Hardware-Encoder für HD-Material gibt. Bisher gibt es nur einige wenige Methoden, um hochauflösendes Videomaterial über den VDR (VideoDiskRecorder) auf den Bildschirm zu bekommen. Keine der momentan möglichen Lösungen arbeitet so zuverlässig, dass man schon von einem Erfolg sprechen könnte. Dabei gibt es sowohl von Nvidia (PureVideo HD), als auch von ATI (Avivo HD/UVD) bereits eigene gute Ansätze, um HD-Video über die potenten Grafikprozessoren zu dekodieren, und so die CPU zu entlasten. Leider sind diese bisher mangels lauffähiger Linux-Treiber für den VDR unbrauchbar.

Vor einigen Monaten wurde bereits bekannt, dass ATI offiziell an einer Linux-Unterstützung seiner Hardware-Lösung arbeitet. Mit dem vor einem Monat erschienenen Catalyst 8.10 wurde zumindest die UVD-Unterstützung „freigeschaltet“. Nvidia scheint nun seinerseits ebenfalls an Linux-Treibern zu arbeiten und gab nun bekannt, dass auch „PureVideo HD“ in naher Zukunft unter Linux nutzbar sein soll. „Video Decode and Presentation API for Unix“ (VDPAU) heißt die Schnittstelle und die ersten Details der Ankündigung klingen zumindest vielversprechend. Ich hoffe, dass sich nach dem langen Zögern die beiden Platzhirsche im Bereich der Grafikprozessoren gegenseitig anstacheln und die Entwicklung spürbar vorantreiben.

Wer das Projekt in Hinsicht auf die Nutzbarkeit innerhalb des VDRs beobachten möchte, sollte diesen Foren-Thread auf vdr-portal.de verfolgen.

Die offizielle Seite von Nvidia mit technischen Details zur VDPAU-Schnittstelle.

Nachtrag: Ein interessanter Vergleich von PureVideo HD und Avivo HD.

3 Kommentare

3 Kommentare zu “Hardwarebeschleunigtes HD bald auch unter Linux?”

  1. silenceGLam 07. Dez 2008 um 00:46 Uhr

    Hi,
    Abseits von HD-Beschleunigung (für die es leider nach wie vor keine passable Auswahl gibt) finde ich die angekündigte GPGPU Funktion interessanter. Bleibt nur zu hoffen, das es dann auch eine Linux- Variante vom Videokonverter geben wird…auch wenn ich die Hoffnung auf solche „goodies“ schon aufgegeben habe.
    Uninteressant finde ich dagegen, dass Hardwarebeschleunigte HD Wiedergabe die CPU Last verringert…da diese Karten nur noch für PCIe zu haben sind, sollten die dazugehörenden Prozzis doch leistungsfähig genug sein, oder ?

  2. […] vor einem Jahr noch die Meinung weit verbreitet, dass die hardwarebeschleunigte Wiedergabe von hochauflösendem […]

  3. Anleitung: XBMC auf Ubuntu mit VDPAU und VDRam 11. Okt 2010 um 21:09 Uhr

    […] und der VDR. Integriert ist auch eine hardwareseitige Unterstützung von Nvidias HD-Beschleunigung VDPAU. Damit ist hardwarebeschleunigte Wiedergabe (Nvidia>=Geforce 8200) von H.264-kodiertem […]

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