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Nov 06 2010

Android: Die Akkulaufzeit verbessern

Kategorie Smartphones & Apps



Im Grunde genommen kann man in Hinsicht auf die Entwicklung bei den Smartphones in den letzten Jahren recht zufrieden sein. Die Hardware lässt kaum Wünsche offen, man kann zwischen einigen mehr oder weniger gut entwickelten Betriebssystemen und Oberflächen wählen und zahlreiche Anwendungen erwecken das nun fast gar nicht mehr als klassisches Telefon erkennbare Gerät zu neuem Leben. Selbst für den kleinen Geldbeutel findet man heute schon recht überzeugende Geräte. Es gibt allerdings einen Wermutstropfen, der den Smartphone-Nutzer über alle Systeme hinweg versucht den Spaß zu verderben. Sucht man nach negativen Meinungen, wird oft die Akkuleistung der einzelnen Geräte kritisiert. Bisweilen wird sogar ernsthaft bemängelt, dass diese modernen Geräte nicht mehr mit den klassischen Handys mithalten können und mitunter sogar täglich aufgeladen werden müssen. Ah…ha. Dass bei derartigen Urteilen gesunder Menschenverstand zum Einsatz kommt, darf bezweifelt werden. Selbstverständlich verbraucht ein Smartphone mehr Strom – genauso wie man mehr Sprit benötigt, wenn man statt zum Fahrrad zum Porsche greift. Allerdings kann man mit einem gezielten Nutzungsverhalten noch einiges herausholen und die Laufzeit mit ein paar Tricks spürbar verlängern:

1. Die Bildschirmhelligkeit

Der größte Stromverbraucher in einem Smartphone ist der Bildschirm. Besonders in der letzten Zeit wurde die Größe und die Auflösung des LCDs stetig erhöht, während die Akkuleistung eher konstant geblieben ist. Wenn man allerdings weiß, dass sich der Stromverbrauch mit der Erhöhung der Helligkeit des Displays proportional erhöht, kann man gezielt gegensteuern. Je dunkler die Umgebung, desto weniger stark muss das LCD leuchten, um alle Details problemlos zu erkennen. Ein Widget (siehe Punkt 2) hilft, die Einstellung der Helligkeit bequem über den Startbildschirm zugänglich zu machen.

2. Das richtige Schnittstellenmanagement:

Einige der größten Verbraucher bei Smartphones sind die einzelnen Schnittstellen. Glücklicherweise haben die Erfinder dieser Geräte dem Nutzer die Möglichkeit gegeben, die Schnittstellen bei Bedarf zu deaktivieren. Leider sind die dafür nötigen Menüpunkte oft tief in den Einstellungen verborgen. Abhilfe schaffen sogannte Widgets, die man direkt auf dem Startbildschirm platzieren kann. Damit kann man dann mit einem Fingertip die einzelnen Schaltkreise (Wi-Fi, Bluetooth, GPS, 3G…) deaktivieren bzw. bei Bedarf anschalten.

3. Der „Flugmodus“

Schaltet man ein Smartphone in den Flugmodus (Offline-Modus), werden automatisch alle Kommunikationsfunktionen deaktiviert. Damit sinkt nochmals der Strombedarf im Vergleich zum Stand-By-Betrieb. Da man während der Nachtruhe meist eh kein Handy braucht, könnte man damit auch dem Smartphone eine kleine Ruhepause gönnen. Gleichzeitig hat man immer eine Ausrede parat, wenn der Chef einen um 2 Uhr morgens mal nicht ans Telefon bekommt. Es gibt sogar Programme, die sich um das zeitgesteuerte zu- und abschalten von Funktionen kümmern. Ich nutze dafür das kostenlose  Android-App „Timeriffic„. Damit kann man verschiedene Profile erstellen und das Smartphone zu bestimmten Zeiten bestimmte Dinge tun lassen.

4. Ein intelligenter Task-Manager

Aus irgendeinem Grund, den ich nicht nachvollziehen kann, hat es Google bei Android nicht geschafft, einen ordentlichen Task-Manager zu integrieren. Das führt dazu, dass Programme nicht unbedingt tatsächlich komplett geschlossen werden, wenn man sie verlässt. Je mehr Programme man verwendet, desto mehr Programme bleiben im Hintergrund geöffnet und können die System- und damit auch die Akkuleistung negativ beeinflussen. Sucht man im „App Market“ nach „Task“, findet man unzähliche Programme, die sich mit diesem Problem beschäftigen. Ich habe mich für das kostenlose Programm „Advanced Task Killer“ entschieden. Dieses bietet alles, was das Herz des Task-Killers begehrt:

  • automatisches und regelmäßiges Beenden aller Hintergrundprogamme in Intervallen
  • „Ignore List“ für alle Programme, die nicht beendet werden sollen
  • Widget-Symbol um vom Startbildschirm aus mit einem Druck alle Programme zu beenden

Nutzt man einen dieser „Task Killer“, sollte man sich seiner Existenz und dessen bedingungslosem Werkeln immer bewusst sein. Ein ums andere Mal hat mich der kleine Wicht schon eines Programmes „beraubt“. Abhilfe schafft in diesem Fall die ständige Pflege der „Ignore List“

Fazit:

Klar ist aber auch, dass man die Akkulaufzeiten kaum vergleichen kann. Größte Unbekannte ist der Nutzer selbst. Er entscheidet mit seinem Nutzungsverhalten, wie lange das Smartphone mit einer Akkuladung auskommt. Ich schaffe es mit meinem HTC Legend im Durchschnitt auf immerhin 2-3 Tage.

Ein Kommentar

Ein Kommentar zu “Android: Die Akkulaufzeit verbessern”

  1. Thomasam 30. Okt 2011 um 20:16 Uhr

    Hallo,

    habe mehrere Handys mit Android, wie das HTC Desire ,HTC HD2 und LG Optimus verglichen . Habe alle gängigen Dienste so z.B. auch W-Lan eingeschaltet gelassen, bis auf Bluetooth, das liess ich auf OFF.
    Ausgehend davon , das ich eine Handy Internetflat nutze, gibt es für mich auch keinen Grund , diese Dienste abzuschalten, um zum Beispiel die Akkuleistung zu verlängern.
    Denn was nutzt mir denn eine Flat, wenn ich die darin enthaltenen Dienste nur bedingt nutzen kann, weil das Akku schnell schlapp macht ?
    Irgendwie haben sich die Hersteller das ganze doch zu einfach gemacht!
    Die Hardware dieser Handys läßt so gut wie keine Wünsche offen, jedoch ACHTUNG , ausgerechnet bei den Akkus wurde nicht richtig mitgedacht. Entsprechend der heutigen Leistung der neuen Handys hätten die Hersteller auch einen entsprechend leistungsstarken Akku mit dazu liefern müßen. Die Lösung , nun aus China einen möchtegern fetten leistungsstarken Akku nachbestellen zu müßen, der nicht das hält, was er verspricht, ist doch sehr enttäuschend.
    Abschliessend kann ich nur sagen, ich muß täglich Android Handys nachladen und habe mich nun langfristig nach einigen Tests für die Iphone 4 Schiene entschieden, die halten wenigsten bei laufenden Diensten im Durchschnitt 2 -3 Tage !

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