Tage - Zeit - Reisepass - Montreal

Aug 14 2009

Wohin zum Flittern?

Kategorie Reisen


Als wir uns vor einigen Wochen entscheiden mussten, welches Land die Ehre hat, für unsere Flitterwochen unser Gastgeber zu sein, waren wir zunächst etwas ratlos. Auch wenn es uns irgendwie niemand geglaubt hat – wir hatten uns tatsächlich noch keine ernsthaften Gedanken über das „Wohin“ gemacht. Trotz allgegenwärtiger Weltwirtschaftskrise war die Reisekasse widererwarten gut gefüllt (die Gäste waren äußerst spendabel) und so beschlossen wir, uns mal außerhalb Europas umzuschauen. Da man dafür allerdings nicht selten einen Reisepass benötigt, standen wir gleich vor dem ersten größeren Problem: Ein Reisepass musste her – und das möglichst schnell. Beim zuständigen Ortsamt sagte man uns, dass ein Reisepass nicht mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit innerhalb der von uns geforderten 5-Wochen-Frist auszustellen sei. Wir könnten allerdings, um sicherzugehen, für einen zusätzlichen Beitrag von 25 Euro (pro Pass) innerhalb weniger Tage an einen Reisepass kommen. War ja klar – für etwas mehr monetären Einsatz gehts dann doch gleich viel schneller. Wir entschieden uns dennoch für die „Wer-nicht-wagt-der-nicht-gewinnt“-Variante und hielten trotz Ferienzeit – welch Überraschung – nach nur knapp drei Wochen unsere Pässe in den Händen.

In der Zwischenzeit, also noch bevor die amtlichen Dokumente vorlagen, begaben wir uns auf die Suche nach einem passenden Reiseziel. Zwei große Ziele überstanden das harte Auswahlverfahren: Südafrika oder Kanada sollte es sein. Ersteres – da hätte man auch eher drauf kommen können – wurde dann trotz günstiger Preise für Flüge und Unterkünfte doch recht schnell von der Liste gestrichen. Die Hobby-Metereologen/-Geographen/-Astronomen unter uns werden es schon erraten haben: Südafrika liegt auf der Südhalbkugel und damit ist dort oft Winter, wenn bei uns Sommer ist. Da wir nicht noch unsere Wintersachen aus der Versenkung holen wollten, blieb nur noch Kanada übrig – eine gute Wahl wie sich später herausstellen sollte.

Und so suchten wir uns ein paar schöne kanadische Städte aus der Landkarte heraus, buchten die passenden Flüge, einen Mietwagen und ein paar schöne und bezahlbare Hotels und warteten voller Ungeduld auf unsere Flitterwochen. Die Zeit bis zum Abflug nutzten wir, um uns umfassend über Kanada im Allgemeinen und die Ostküste im Besonderen zu informieren. Wir wollten gewappnet sein und nicht erst vor Ort nach Ausflugszielen suchen müssen. Ein guter Ratgeber war der von uns bei anderen Reisen schon liebgewonnene Lonely Planet. Dieser Reiseführer hat zwar wenig Bilder (Hauptkritikpunkt meiner Frau) und ist auch nicht ganz billig (mein Hauptkritikpunkt), hat dafür aber massenhaft Informationen über alles, was man über ein Urlaubsland wissen sollte. Historische Hintergründe und Fakten, Insiderinformationen über viele interessante Ausflugsziele und Details zu Hotels und Restaurants mit Informationen zu Preisen und Qualität. Alles verpackt in einen frischen und angenehmen Schreibstil.

Folgendes war unser grober Plan:

Dazu hatten wir leider insgesamt nur knapp zwei Wochen Zeit. Bereits kurz nach Start unserer kleinen Rundreise stellte sich heraus, dass der Verzicht auf eine Stadt in Anbetracht der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit durchaus von Vorteil gewesen wäre. Wenigstens den Start-/Endpunkt unserer Reise hätten wir nach Montreal verlegen können, um zwei Inlandsflüge zu sparen und somit etwas mehr Zeit zu haben. Warum wir das nicht von vornherein so geplant haben, ist mir bis heute ein Rätsel. Möglicherweise war unser beider Urteilsvermögen durch die Vorfreude etwas getrübt. 😉

Da sich die ganzen Erlebnisse schlecht in einen Beitrag quetschen lassen gibts in den nächsten Tagen eine kleine Beitragsreihe zum Thema.

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