Québec - Zitadelle - Obwohl - Essen

Aug 26 2009

Québec City

Kategorie Reisen

Es gibt einen eindeutigen Indikator, an dem man hundertprozentig erkennen kann, im französisch-sprachigen Teil Kanadas zu sein. Dieses eindeutige Indiz ist das Essen. Wahrend man im größten Teil Kanadas das Essen eher als Notwendigkeit und weniger als Genuss versteht, merkt man in der Provinz Québec irgendwie sofort, dass hier französische Wurzeln vorherrschend sind. Obwohl ich wie bereits erwähnt ein eher gespaltenes Verhältnis zu unseren französischen Freunden habe, kann man beim Essen meist nicht meckern. Besonders dem mir so wichtigen Frühstück spendet man in diesem Teil Kanadas sehr viel mehr Aufmerksamkeit. Obwohl wir trotz unserer reichlichen Spenden anlässlich unserer Hochzeit nicht gerade in Geld schwimmen, haben wir uns in Québec dazu entschlossen, uns kulinarisch mal ordentlich verwöhnen zu lassen. Gelandet sind wir dann in einer Art Bistro außerhalb der Stadtmauern mit dem Namen “Le Hobbit”. Zu finden ist das Restauant auf der 700 rue Saint-Jean. Ich spare mir jetzt mal die eigentlich fällige Restaurantbewertung und vergebe spontan das Prädikat empfehlenswert. Leckere Gerichte, gutes Preis-/Leistungsverhältnis nette und entspannte Bedienung.

Das Bild oben zeigt übrigens nicht Québec City, sondern den Blick von der Zitadelle aus über den “Sankt Lorenz Strom” auf die Nachbarstadt Lévis – wo wir schon bei einer der beeindruckensten Sehenswürdigkeiten der Stadt wären. Die Zitadelle ist nämlich die größte Festung Nordamerikas. Obwohl sie heute das Hauptquartier eines der berühmtesten Regimente des Landes ist, ist sie für Touristen weitestgehend frei zugänglich. Regelmäßig finden dort sehr interessante Führungen statt. Da die Québecer wie bereits erwähnt oft etwas eigen sind, haben sie natürlich auch ihre eigene Wachablösung. Verglichen mit der ebenfalls von uns besuchten Wachablösung in Ottawa sieht das in Québec dann doch etwas anders aus:

Quebec Zitadelle Wachwechsel Ziege

Ein Ziegenbock ist hier seit Jahren der Hauptdarsteller der Zeremonie – ein Geschenk der britischen Königin und seitdem das Maskottchen des hier beheimateten 22. Regiments. Nunja – wenns der Sicherheit des Landes dient…

Von der Zitadelle aus hat man einen fantastischen Blick auf das angeblich meistfotografierte Hotel der Welt. Ich hatte davon im Vorfeld noch nie etwas gehört und vermutete einen schlechten Werbegag, um die schlechte Auslastung eines Mittelklassehotels wieder wettzumachen. Letztendlich wurde ich dann doch eines Besseren belehrt, denn das Gebäude ist wirklich beeindruckend und sieht vor allem aus scheinbar jeder Perspektive interessant aus. Man hat das Hotel mit dem feinen Namen “Château Frontenac” im Grunde von jedem Punkt in Québec aus vor Augen und greift (gerade als Tourist) unweigerlich immer wieder zur Kamera.

Insgesamt ist sowohl die um das besagte Hotel herum gelegene “Alte Oberstadt” als auch die Richtung Sankt Lorenz Strom zu findende “Alte Unterstadt” äußerst sehenswert. Neben den üblichen Souvenirläden finden sich auch zahlreiche kleinere Geschäfte, Cafés und Restaurants sowie Künstlerläden, die gleich vor Ort ihre Kunstwerke zum Verkauf anbieten.

Das wars – Québec City war die letzte Station unserer Reise. Mit dem Flugzeug gings von Québec nach Montréal und von da über Frankfurt wieder nach Dresden. Nachdem wir bei unserem Atlantikflug im größten Flieger von Air Canada Platz nehmen durften, waren wir beim Flug nach Montréal zu Gast in der kleinsten Maschine der Flotte. Etwas mulmig war uns angesichts der winzigen Propellermaschine schon zumute – völlig unbegründet wie sich herausstellte. Insgesamt kann man den Urlaub als vollen Erfolg bezeichnen und Kanada als Reiseziel uneingeschränkt empfehlen. Fliegt man außerhalb der Hauptreisezeiten kann man vermutlich noch einige Kosten sparen. Jedoch muss man bedenken, dass das Wetter je nach Region in Kanada sehr rauh werden kann. Hier sollte man sich vorher genau informieren, um dann nicht halbnackt im Schnee zu stehen.

Wer sich da auf dem folgendem Foto hinter einer Skulptur versteckt und vor allem warum erzähle ich ein andermal…:-P

3 Kommentare

3 Kommentare zu “Québec City”

  1. manuelaam 01. Sep 2009 um 14:30 Uhr

    Wunderschöne Bilder, da komme ich echt ins Schwärmen! Mach weiter so! Grüße

  2. The Cowboyam 28. Aug 2009 um 09:46 Uhr

    Nochmal Danke für die tollen Bilder.

    Ich hatte früher ähnliche Vorurteile gegenüber den Franzosen. Ich habe in den letzten Jahren gelernt, ihre Eigenarten nicht mehr persönlich zu nehmen. Ich rede zwar jetzt von Frankreich, aber vieles ist dort wesentlich entspannter, und nochmal mehr, wenn man ihre Mentalität nicht als Abweisung versteht – was sie nämlich seltenst ist.

    Ich verstehe ja – weil es mir selbst so geht-, dass Dir die Vokabeln abhanden gekommen sind und es dann oft frustrierend ist, aber die Sprache an sich ist doch eine der wohlklingendsten überhaupt. Wenn ich da hingegen an die aufgeregt quasselnden Itaker denke…

  3. Markusam 24. Sep 2014 um 20:04 Uhr

    Hallo,

    ich war dieses Jahr dort und kann nur sagen es ist eine wunderbare Stadt. Meine Freundin und ich haben in 2 1/2 Wochen alles mitgemacht was man in Québec City und Umgebung machen kann. Gerade wenn das “Festival d’été de Québec” stattfindet ist es perfekt.

    Aber nicht nur die Stadt sondern auch die direkte und auch entferne Umgebung ist der Wahnsinn! Es ist ein wunderschönes Fleckchen Erde!

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