Mein erster Eindruck: Komplett anders als das, was ich bisher von Gorillaz gewohnt war. (Leider) kaum Wiedererkennungswert – irgendwie bis auf ein paar einzelne Titel nicht mehr meine Musik.
Nun hat auch die sĂ€chsische CDU ihre “Sponsoring-AffĂ€re” – wer hĂ€tte das gedacht. Ich habe mich gleich auf die Suche nach einer aktuellen Preisliste gemacht und siehe da – die SĂ€chsische Zeitung meldet folgendes:
1900,- fĂŒr ein gemeinsames Foto
ab 3900,- kurzes GesprÀch mit dem MinisterprÀsidenten
ab 8000,- eigener Stand zum PrÀsentieren
Ich versuche mir das gerade praktisch vorzustellen. Erscheint da der Herr MinisterprĂ€sident an der Seite seines Assistenten und lĂ€sst sich von diesem Anhand einer Liste durch die Hallen geleiten. HeiĂt es dann an der einen Stelle “Oh – Firma X – die hat sich nur das Foto leisten können, einmal lĂ€cheln bitte.” Oder vielleicht auch “Bei der Firma Y mĂŒssen sie dann schonmal 20 Minuten mit dem Herrn Z sprechen – der hat ja immerhin den Stand der Stufe 3 bezahlt.” Ganz schön anstrengend, so ein MinisterprĂ€sidentenleben.
Wobei ich mir schon vorstellen könnte, dass die Preisliste in Wirklichkeit noch etwas lĂ€nger ist. Mir fehlen so Dinge wie “Tritt in den Hintern” oder “Teeren und Federn”. DAS wollen die Leute doch sehen. DAFĂR wĂŒrden sie doch bezahlen. DAMIT könnte die sĂ€chsische CDU doch ordentlich Schotter machen. Nicht mit so popeligen Grinsefotos, die sich in irgendwelchen langweiligen Firmenprospekten zum StaubfĂ€nger entwickeln oder maximal im lokalen Wurstblatt erscheinen.
Time-laps-Videos – am besten noch mit Digitalen Spiegelreflexkameras aufgenommen – sind momentan der letzte Schrei im Internet. Hier ein besonders gutes Beispiel, wie man einen 24-Stunden-Tag einer GroĂstadt (in dem Fall Stuttgart) auf 9 Minuten schrumpfen kann. Grandios besonders die elegante Komposition mehrerer sehr unterschiedlicher Standorte. Musik, Bilder, und vor allem das Licht fĂŒgen sich verdammt gut zu einer harmonischen Einheit zusammen. Besser kann man es fast nicht machen.
Hm – PaperC…PaperC….irgendwas sagt mir diese Firma. Richtig: im letzten Jahr wurde PaperC zum Startup des Jahres 2009 gewĂ€hlt. Die Idee ist simpel und in Zeiten der Unsicherheiten bei den Verlagen in Hinsicht auf das Internet fast schon revolutionĂ€r. PaperC bringt verschiedene Fachbuchverlage auf einer Plattform zusammen. Einmal registriert, kann man im mittlerweile 2700 Titel umfassenden Fundus kostenlos stöbern. Mittels eines Flash-Readers sind alle BĂŒcher komplett zugĂ€nglich. Man kann die BĂŒcher somit kostenlos am Bildschirm lesen. Und wo ist da der Haken – wird sich mancheiner fragen. Wie verdienen die verdammt nochmal ihr tĂ€glich Brot? Kosten fallen erst an, wenn einzelne Seiten heruntergeladen, ausgedruckt oder mit Notizen versehen werden. Dies kostet dann 10 Cent pro Seite. Mittlerweile prĂ€sentiert sogar der bekannte Fachbuchverlag O’Reilly 600 BĂŒcher. Mein erster Gedanke war, dass sicherlich nur alte Schinken abrufbar sind. Das ist jedoch nicht ganz korrekt. Selbst BĂŒcher, die erst 2009 herausgegeben wurden, kann man bei PaperC finden. Momentan sind hauptsĂ€chlich Titel aus dem IT-Bereich gelistet. Ob demnĂ€chst weitere Bereiche hinzukommen, habe ich noch nicht herausfinden können.
Meiner Meinung nach ein mutiger Versuch, der in die richtige Richtung geht. Klar, werden sich die Verlage genau ĂŒberlegen, ob sie ihre teuren FachbĂŒcher auf einer derartigen Plattform quasi kostenlos feilbieten. FĂŒr den Leser ist dies sicherlich ein tolles Portal, da man bereits im Vorfeld genau herausfinden kann, ob sich der Kauf eines Buches ĂŒberhaupt lohnt. Verlage mĂŒssen jedoch damit rechnen, dass sich viele BĂŒcher bereits im Vorfeld als unbrauchbar herausstellen und somit VerkĂ€ufe nicht stattfinden, die sonst beim “blinden Kauf” stattgefunden hĂ€tten. Gleichzeitig bleibt die Frage, ob die Anwender das Portal nicht eher dazu nutzen, sich umfassend zu einem Buch zu informieren und den Kauf dann doch lieber woanders tĂ€tigen, wo sie ein Buch bekommen, welches sie auch in den HĂ€nden halten können. Gerade bei einem Fachbuch ein nicht zu unterschĂ€tzender Aspekt. PaperC wĂŒrde in diesem Fall natĂŒrlich leer ausgehen. Insgesamt eine Geschichte, die man im Auge behalten sollte.
Anfang Februar kam heraus, dass Sachsen plant, die Mittel zur Förderung der Jugendarbeit drastisch zu kĂŒrzen. Im Zuge sinkender Steuereinnahmen soll zum Beispiel die sogenannte “Jugendpauschale” von 15 Mio Euro auf rund 10 Mio Euro gesenkt werden. Zuletzt zahlte Sachsen pro Jugendlichen umgerechnet 14,70 Euro. Dieser Betrag soll nun auf 10,40 sinken. Bisher haben die Kommunen den vom Land gezahlten Betrag um den gleichen Betrag erhöht. Somit droht vielen Einrichtungen, die sich in der Jugendarbeit engagieren das Aus.
Wer gegen derartig kurzsichtige SparmaĂnahmen gemÀà der “RasenmĂ€her-Methode” protestieren möchte, kann dies in Form eines “Online-Protests”auf der Seite www.kjrs-online.de/petition tun. Ob es was bringt – keine Ahnung. Schaden kanns auf alle FĂ€lle nicht.
Wo wir schonmal beim Thema “…wie die Zeit vergeht…” sind, hier ein interessantes Filmchen aus einer Zeit, in der der Trabant noch zum Dresdner Stadtbild gehörte.
Bei der Gelegenheit fĂ€llt mir auf, dass der Herr KĂ€stner und ich am gleichen Tag geboren sind. LĂ€ppische 111 Jahre liegen zwischen gestern und damals…wieder was gelernt.