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Okt 26 2009

Windows 7 für 50 Euro

Kategorie MS Windows


Vor drei Monaten gab es eine flächendeckend beworbene Aktion von Microsoft, bei der man das neue „Windows 7 Home Premium“ bereits vor dessen Erscheinen für einen Betrag von 50 Euro käuflich erwerben konnte. Ausgewählte Versandhäuser wie Amazon, Conrad, Cyberport oder Alternate waren mit am Start und boten der gierigen Kundschaft das Betriebssystem zu einem unschlagbaren Preis an. Schon alleine aus diesem Grund hätte man eigentlich misstrauisch werden können. Das Ganze roch irgendwie nach PR und vereinzelt wurden auch Stimmen laut, die vermuteten, dass Microsoft mit wenig Aufwand die Aufmerksamkeit der potentiellen Kaufinteressenten wecken wollte. Ich gebe zu – auch ich war ein „Betroffener“. Angefixt durch das verlockende Angebot war auch ich einer derjenigen, die Punkt 9 Uhr den Amazon-Shop besuchten. Die Ware war schnell im Warenkorb verstaut und auch das Login funktionierte noch reibungslos. Kurz vor dem Abschluss der Bestellung war es dann jedoch so weit. Nichts ging mehr. Überall Fehlermeldungen – der Shop schien überlastet. Kein Ding – dachte ich mir. Gibt ja noch genügend andere Anbieter. Cyberport.de – ausverkauft, Alternate – überlastet, Conrad…hm…alles extrem langsam aber immerhin schien der Bestellvorgang hier funktioniert zu haben. Auch eine Bestellbestätigung landete wenige Sekunden später in meinem Postfach.

Kurze Zeit später titelten die einschlägigen Medien „Schlimmer als bei Aldi“ und „Windows 7 nach 7 Minuten ausverkauft„. Microsoft hatte sein Ziel errreicht – Windows 7 war auch bei den nicht-Nerds im Gespräch. Laut inoffiziellen Informationen sollte Amazon mit gerade mal 1500 und sowohl Conrad als auch Cyberport mit jeweils läppischen 500 Lizenzen abgefertigt worden sein. Ich erfuhr nach einigen Wochen per Mail von Conrad, dass es bei meiner bestellten Windows7-Lizenz zu Lieferschwierigkeiten gekommen wäre und ich in der 43. Woche mit der Lieferung rechnen könnte. Na klar – wer’s glaubt…später häuften sich auch die Meldungen im Netz, dass die Anbieter der Super-Sonder-Aktion sich nach und nach entschuldigten und die Kunden allesamt leer ausgehen würden.

Heute erreichte mich ein Paket. Der Inhalt bestand aus einem aktuellen Conrad-Katalog und Windows 7. Na holla! Mein erster Blick ging in Richtung Rechnung – tatsächlich 50 Euro „Aktionspreis“ – welche freudige Überraschung.

Also – gleich den Abend genutzt und Windows 7 installiert. Um die Sache gleich etwas spannender zu machen, habe ich mich für die 64-Bit-Variante entschieden. Die Installation ging in knapp 40 Minuten über die Bühne. Ab und an hatte ich zwar das Gefühl, als würde der Rechner minutenlang nichts tun, aber irgendwie hat er es dann doch geschafft. Die Installation belegt momentan 10GB. Im Vergleich zu meinem bisherigen WindowsXP bootet der Rechner einen kleinen Zacken schneller. Alle Treiber wurden ohne Probleme erkannt. Ein „Gerät“ ist im Geräte-Manager noch mit einem Ausrufezeichen markiert. Da es aber als „Unbekanntes Gerät“ bezeichnet ist, kann ich momentan leider nicht erkennen, um welches Gerät es sich genau handelt. Auch meine Digitalkamera (Canon EOS 400D) wurde sofort und ohne zusätzliche Treiber zu installieren erkannt…das war unter WindowsXP nicht so. Insgesamt ist das System für WindowsXP-Umsteiger stark gewöhnungsbedürftig. Gerade in der GUI haben sich doch viele Dinge geändert. Allein die Systemsteuerung wirkt für WindowsXP-Kenner eher unaufgeräumt. Auch der Windows-Explorer mit seinen Favoriten und Bibliotheken überfordert mich auf den ersten Blick etwas. Zumindest die Systemsteuerung kann man mit einem Klick auf „Kleine Symbole“ unter Anzeige in einen meiner Meinung nach etwas übersichtlicheren Modus schalten.

Mein erstes Fazit ist durchaus positiv. Der Langzeittest wird zeigen, ob Microsoft die Schmach des an vielen Stellen kränkelnden Vistas überwunden hat.

PS: Wer das neue Windows günstig erwerben möchte, der sollte zur Systembuilder-Version von Windows 7 (auch OEM-Version) greifen. Voller Funktionsumfang bei einem sehr viel günstigeren Preis.
PPS: Wer gute Windows 7 Anleitungen sucht, der wird auf www.windows-faq.de fündig.

Ein Kommentar

Ein Kommentar zu “Windows 7 für 50 Euro”

  1. Cups-Drucker unter Windows 7 einrichtenam 15. Okt 2012 um 21:49 Uhr

    […] bin ich nach immerhin drei Jahren endlich mal dazu gekommen, meinen “Windows 7″-Rechner über meinen CUPS-Server an […]

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