Stativ - Kamera - Angst - Elbe

Feb 12 2012

Fototour bei Nacht, Nebel & niedrigen Temperaturen


Gestern habe ich mir mal wieder meine Fotoausrüstung geschnappt, um mich in Dresden nach ablichtungswerten Motiven umzuschauen. Grobes Ziel war die Elbe – die ja Dank des Frostes der letzten Wochen einen ganz eigenen Charme entwickelt hat. Selbiger (also der Frost) war auch schuld daran, dass meine Ausrüstung teilweise versagte. Der Funkauslöser funkte nicht mehr, der Autofokus ging nur noch schwergängig und das Stativ wollte sich irgendwann nicht mehr zusammenschieben lassen. Ganz zu schweigen von den Pfoten, die sich durch das ständige aus- und anziehen der Handschuhe irgendwann weigerten, die Bedienelemente der Kamera nach meinen Vorstellungen zu betätigen. Dummerweise hatte ich mir auch noch in den Kopf gesetzt, auch meine analoge Kamera für ein paar Dias mit einzupacken. Somit mussten nicht nur Objektive und Standorte, sondern auch noch Kameras gewechselt werden. Dies hat mich zumindest zu der Erkenntnis gebracht dass ich eine zweite Schnellwechslerplatte für mein Stativ brauche. Falls noch jemand ein passendes Geschenk für meinen bald stattfindenden Geburtstag benötigt – diese da soll es sein. 😉

Das Ergebnis meiner Qualen gefällt mir nicht 100-prozentig – ich zeige sie hier trotzdem.

Erstaunlich vor allem, dass das Wasser am Rand der Elbe derzeit 10-15 Meter weit zugefroren ist. Ich habe mich durch die vielen Spuren auf dem Eis dazu hinreißen lassen, dieses auch zu betreten. Zugegebenermaßen war mir nicht ganz wohl dabei. Spätestens als es laut und bedrohlich zu knacken begann, verwandelte sich mein mulmiges Gefühl in panische Angst. Da ich aber Dank meines aufgebauten Equipments eh nicht fluchtartig das Weite suchen konnte, erstarrte ich kurz vor Angst wie das Karnickel vor der Schlange, und wartete auf das Ende der nach nichts Gutem klingenden Geräusche. Danach baute ich langsam aber keineswegs in Ruhe ab und machte mich mit vorsichtigen Schritten auf den Rückweg. Diesen habe ich dann doch etwas schneller als geplant zurückgelegt, denn jeden noch so übervorsichtigen Schritt quittierte das Eis mit einem immer lauter werdenden Knarzen. Puh – macht man ja auch nicht – lernen ja schon die Vorschulkinder, dass Eis auf Flüssen besonders tückisch ist! Wobei – so ein paar Unterwasserfotos – das wäre auch mal was…;-)

3 Kommentare

3 Kommentare zu “Fototour bei Nacht, Nebel & niedrigen Temperaturen”

  1. derbaumam 12. Feb 2012 um 17:59 Uhr

    wir haben eben feixend deinen artikel gelesen – gut nachvollziehbar das ganze! (wir hatten uns gestern in den landtag verzogen – von da aus konnte man dem (eis-)treiben sehr schön und warm zusehen 😉

    aber vorhin auf der weisseritz hatte ich ähnliche bedenken des knarzenden eises wegen!

    und danke für die bilder – ich finde sie bis auf kleinigkeiten sehr gelungen! am besten gefällt – jetzt muss ich wieder uns sagen – das mit den stühlen! genialer platz!

  2. derbaum - noch mehr…am 12. Feb 2012 um 19:01 Uhr

    […] ganz “nebenbei” möchte ich einen artikel empfehlen der erstens sehr schön zu lesen ist und zweitens zauberhafte bilder von der schönsten […]

  3. Andreas Rabendingam 24. Mai 2012 um 14:03 Uhr

    Oh ja, dieser Winter war wirklich, mit verlaub gesagt, arschkalt. Habe mir auch fast die Hände und Füße abgefroren beim Fotografieren.

    Das Bild der fließenden Eisschollen auf der Elbe kam mir bekannt vor, habe ebenfalls ein Foto der Elbe, von der Carolabrücke aus, aufnehmen können.

    http://andreas-rabending.de/blog/dresden-ein-wintermaerchen/

    Grüße,
    Andreas

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