Fenster - Fensterbauer - Geschichte - Brennstellen

Mai 06 2015

Tag #115: Irgendwas ist ja immer

Kategorie Bautagebuch

Wenn einer so ein Häuschen baut – dann kann er was erzählen. Jeder Häuslebauer hat nicht nur eine Geschichte drauf, bei der es darum geht, dass irgendetwas nicht so funktioniert hat, wie es geplant war. Behaupte ich mal. Von kleineren Reibereien von vor dem Start des eigentlichen Hausbaus mal abgesehen, sind wir bisher von solchen Geschichten verschont geblieben. Das änderte sich Ende letzter Woche.

Als wir mit dem Elektriker vor Ort waren, um Dinge wie Schalter, Steckdosen und Brennstellen (für Laien: Lampen) mit einem großen Bleistift an die Wände zu kritzeln, fiel uns auf, dass die erst einen Tag zuvor eingesetzten Fenster im Erdgeschoss irgendwie merkwürdig aussahen. Zwischen Fensteroberkante und Rolladenkasten war noch jede Menge Platz. Hatte der Maurer jetzt eine Steinschicht vergessen? Oder hatte sich der Fensterbauer vermessen? Leider fehlte mir an dem Tag der Plan mit dem passenden Schnitt, um mittels Zollstock die eine oder andere Theorie zu untermauern. Da half nur die Nachfrage beim Bauleiter – und – siehe da – so nach und nach konnte ich ihm die Information aus der Nase ziehen, dass sich der zuständige Fensterbauer beim Messen vertan hatte. Dem Fensterbauer ist so etwas laut eigener Aussage wohl in 30 Jahren noch nicht passiert. Nunja. Die neuen Fenster sind schon in der Produktion und sollen in der nächsten Woche ausgetauscht werden. Ärgerlich ist natürlich, dass diese Geschichte den ganzen Zeitplan etwas durcheinander bringt.

Aktuell warten wir noch auf das Angebot des Elektrikers. Laut Bauvertrag ist eine bestimmte Anzahl von Steckdosen, Schaltern und Brennstellen vereinbart. Alles weitere bedeutet Zusatzkosten. Wir haben natürlich einige Zusatzwünsche ( vor allem Leerrohre 😉 ) geäußert, die wahrscheinlich ihren Preis haben. Das Positive an der Fenster-Geschichte: Wenn die Fenster nach dem staubigen Schlitzen der Kanäle für die Elektrik wieder ausgetauscht werden, müssen wir sie nicht putzen. 😉

Nachfolgend heute mal ein paar Fotos vom Innenleben unseres Häuschens. Allen voran ein „Fenster des Anstoßes“.

3 Kommentare

3 Kommentare zu “Tag #115: Irgendwas ist ja immer”

  1. Philippam 08. Mai 2015 um 21:43 Uhr

    Sind das nicht-ebenerdige Terrassentüren, mit Schwelle?

    Fänd Ich bei einem Neubau nicht so gut.

    Grüße aus Löbtau

    Philipp

  2. Kumbertxoam 08. Mai 2015 um 22:08 Uhr

    Das sieht ja alles sehr massiv und wertig aus. Die obere Etage besteht ja quasi nur aus Gasbetonsteinen. Kommt da ein Schlagzeug-Proberaum rein?

    Andere Frage ganz ohne Ironie: Warum tut man sich eigentlich den Stress an und baut selber, anstatt einfach ein fertiges (gebrauchtes) Haus zu kaufen? Sind die Unterschiede (in Richtung Energieausweis etc.) so groß? Oder geht es um die Emotionen, bei „selber gebaut“ ? Das würde mich wirklich mal interessieren. Danke!

  3. blechkoppam 15. Mai 2015 um 09:52 Uhr

    @Philipp: Ja, sind es. Eines (von vermutlich vielen) Details was wir schlicht und einfach nicht beachtet haben. Nun ist es leider zu spät.

    @Kumbertxo:
    Zu deiner ersten Frage: Das Schlagzeug werde ich zu verhindern wissen. 😉

    Warum bauen? Gute Frage, schwierig zu beantworten. Da gibt es demnächst mal einen extra-Blogbeitrag zum Thema.

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