Archiv für die Kategorie: “Restaurants, Bars, Cafés”



Den gestrigen Abend haben wir direkt genutzt, um wiedereinmal ein Restaurant der Stadt genauer unter die Lupe zu nehmen. Und weil das Wetter (nicht nur für Raucher) so verdammt ungemütlich war, haben wir uns für eine Mischung aus Kneipe & Restaurant direkt um die Ecke entschieden. Das Anton befindet sich direkt im Herzen des Hechtviertels in Sichtweite zur St. Pauli Ruine. Gleich nach dem Eintreten fragte uns die freundliche Kellnerin, ob wir Raucher oder Nichraucher wären. In der Hoffnung, dass man mir meine Gesinnung von den Lippen ablesen konnte, beantwortete ich die Frage zunächst mit einem zufriedenen Lächeln. Da dies nicht geschah, entschied ich mich mit den Worten “natürlich Nichtraucher” für den Nichtraucherbereich. In diesem herrschte zu diesem Zeitpunkt gähnende Leere. Aus dem nicht komplett abgegrenzten Raucherbereich hörte man die angeblich nur Rauchern eigene Geselligkeit. Meine Vermutung, dass sich der gemeine Nichtraucher durch das neue Nichtrauchergesetz vermehrt in die Lokale des Freistaates trauen würde, schien sich zumindest am ersten Abend nicht zu bestätigen.

Das Ambiente im Anton ist sehr angenehm. Besonders gefallen hat die Beleuchtung. Indirektes Licht erzeugt eine schummrige Stimmung, die aber durch einige akzentuierende (was fün Wort!) Halogenstrahler nicht zu düster wirkt. Die Speisekarte ist sehr abwechslungsreich.

Nachdem wir uns die Getränke (einen Chianti für die Dame, ein großes Bier für den Herrn) haben bringen lassen, entschieden wir uns für folgende Speisen:

Als Vorspeise eine Zwiebelsuppe und Soljanka. Als Hauptgericht entschieden wir uns für ein “Hähnchenbrustfilet mit Knusperkruste im Bandnudelnest und einem Tomaten - Basilikumpesto” und ein “Braumeisterschnitzel gefüllt mit Schinken und Käse, in Semmelbrösel gewälzt, in der Pfanne goldgelb gebraten, mit krossen Bratkartoffeln an einem Salatbukett gereicht”. Besonders für die Soljanka gibt es ein ganz dickes Lob. Anfangs entfaltet sich ein sehr süßlicher Geschmack, der aber schnell eine äußerst scharfe Note offenbart. Für den Liebhaber scharfer Gerichte sehr zu empfehlen. Das Hähnchenbrustfilet war…Zitat: “grandios”, die Zwiebelsuppe war eine völlig neue und auch sehr leckere Erfahrung. Auch am Braumeisterschnitzel gab es nichts zu meckern. Obwohl wir immerhin Getränke, Vor- und Hauptspeise zu uns genommen haben, haben wir insgesamt keine 30 Euro bezahlt - ein Grund mehr für das Trinkgeld etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

Abschließend wieder die zusammenfassende Beurteilung in den bekannten Kategorien. Dabei gibt es eine Bewertung von 1-10 blechKöppen, wobei 1 und 10 nie erreicht werden können!

Ambiente: 9
Speisen: 9
Getränke: 8
Bedienung: 9
Preise: 9,5
Gesamteindruck: 9

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Das Kugelhaus am Wiener Platz in Dresden ist nicht nur architektonisch ein interessantes Gebäude. Auch kulinarisch hat es einiges zu bieten, denn die Glaskuppel beherbergt ein Restaurant mit Bar. Ich übertreibe nicht wenn ich behaupte, dass allein schon das Ambiente atemberaubend ist. Da wir bei Nacht dort waren, konnten wir auch die interessanten Lichtinstallationen bestaunen. Sanft wechselnde Lichtfarben schaffen eine gemütliche Atmosphäre. Da sich das Ganze nur schwer in Worte fassen lässt - hier ein Link mit einigen Bildern vom Innenleben der Glaskuppel.

…da wir grad beim Thema Innenarchitektur sind: Dieses Parket was dort großflächig verlegt wurde…verträgt sich ganz schlecht mit den Absätzen von Damenschuhen. Immer wenn sich eine holde Weiblichkeit auf den Weg zu den sanitären Anlagen machte, schien unter dem donnernden Stechschritt die gesamte Kugel zu vibrieren…sehr lästig…diese Teile (die Schuhe, nicht das Parket) sollten verboten werden…aber ich schweife vom Thema ab…

Ich hatte “Chicken Tikka” (Huhn & Reis mit einer scharfen Sauce) und meine Freundin “Penne Pollo” (da kann man sich durchaus mal kurz lustig drüber machen!). Beides wurde in einer Art “halbkugelförmigen Schale” serviert. Am Geschmack beider Gerichte gab es nichts auszusetzen - sehr lecker! Meine Freundin hat dazu noch einen Cocktail “Santiago” getrunken. Dieser war auch sehr lecker und auf Grund der Happy-Hour, die wir glücklicherweise gerade noch so mitnehmen konnten, mit 4 EUR sehr preiswert. Zum Nachtisch gab es noch weißes Mousse - dieses hätte etwas süßer sein können. Die Bedienung war, auch als es etwas voller wurde, sehr schnell und freundlich. Insgesamt haben wir mit allem drum & dran gerade mal 30 EUR bezahlt…da ist man sich dann selbstverständlich auch für den einen oder anderen Euro Trinkgeld nicht zu schade.

Abschließend wieder die zusammenfassende Beurteilung in den gewohnten Kategorien. Dabei gibt es eine Bewertung von 1-10 blechKöppen, wobei 1 und 10 nie erreicht werden können!

Ambiente: 9,9
Speisen: 8
Getränke: 8
Bedienung: 8
Preise: 9
Gesamteindruck: 8

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Obwohl ich nun schon über ein Jahr im “Hecht” in Dresden wohne, habe ich in meiner Rubrik “Restaurant, Bars, Cafés” noch kein einziges Wort über eine derartige Lokalität in meinem Viertel verloren.

Schande über mich!

Dabei gibt es direkt vor meiner Haustür eine Kneipe, die es Wert ist erwähnt zu werden. Obwohl sich das Leonardo selbst als “Die Kneipe im Hecht” bezeichnet, wird der Begriff “Kneipe” dieser Lokalität nur zum Teil gerecht. Bei Wikipedia heißt es:

Die Kneipe ist eine Gaststätte, die primär dem Verzehr von Bier, aber auch anderen alkoholischen oder nicht-alkoholischen Getränken dient.

Zwar kann man im Leonardo (Stammgäste dürfen übrigens “Leo” sagen) sehr wohl Bier und andere alkoholische Getränke zu sich nehmen, jedoch sind auch die kulinarischen Angebote nicht zu verachten. Neben einiger fester Speisen gibt es eine sich regelmäßig ändernde Tageskarte. Diese findet man im Übrigen nicht auf der Speisekarte, sondern ausschließlich auf einer stilechten Wandtafel. Nach einem kurzem Studium derselben entschied sich meine Freundin für ein “Lachsfilet auf grünem Spargel mit Petersilienkartoffeln und Zitronenbuttersauce”. Meine Wenigkeit entschied sich auf Grund eines plötzlich auftretenden Heißhungers nach saftigem Fleisch für das “Schweinerückensteak auf Austernpilzen mit Tomaten Gnochies”.

Ich übertreibe nicht wenn ich an dieser Stelle beide Gerichte als perfekt bezeichne. Auch an der freundlichen und schnellen Bedienung gab es nichts auszusetzen. Die Preise kann man als durchschnittlich bezeichnen. Der einzige Kritikpunkt für mich als überzeugten Nichtraucher ist die Tatsache, dass die Gäste des Leonardo eher ebenso überzeugte Raucher zu sein scheinen. Da man bei schönem Wetter aber auch gut draußen sitzen kann, relativiert sich dieser Kritikpunkt ein wenig.

Abschließend wieder die zusammenfassende Beurteilung in verschiedenen Kategorien. Dabei gibt es eine Bewertung von 1-10 blechKöppen, wobei 1 und 10 nie erreicht werden können!

Ambiente: 7
Speisen: 9
Getränke: 8
Bedienung: 8
Preise: 9
Gesamteindruck: 8

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Und wiedereinmal haben wir unser trautes Heim verlassen, um auswärts zu speisen. Diesesmal war das “New California” am Wallgäßchen unser Ziel. Obwohl die Außenanlage (in diesem Restaurant sagt man wohl “Garden” dazu) bereits mit Tischen und Stühlen eingerichtet war, hatten wir uns angesichts der doch noch recht frischen Temperaturen dazu entschlossen, drinnen Platz zu nehmen. Der erste Eindruck: nettes Ambiente, aber etwas zu viel “schickimicki”. Lag wohl nicht zuletzt daran, dass wir uns im “Schickimicki-Viertel” Dresdens befanden. Also: Bauch rein, Brust raus und das Besteck benutzen! ;-)

Zunächst einmal wurde uns die Cocktailkarte vorenthalten. Laut der netten und flinken Bedienung wäre die neue Version wohl noch in der Druckerei…somit mussten wir mit einer provisorisch zusammengehefteten Version Vorlieb nehmen. Leider kam mein Campari nicht wie vermutet mit Orange, sondern mit Grapefruit - eine für meinen zarten Geschmack etwas zu bittere Angelegenheit. Dafür war der Cocktail meiner weiblichen Begleitung auch für mich sehr lecker.

Beim Essen gibt es eine große Auswahl. Die Preise liegen in der Mittelklasse. Die Speisen sind großzügig portioniert und reichen von Tapas- über Nudel- bis hin zu Fleischgerichten. Ich hatte mich für “Espetadas”, eine portugiesische Spezialität, entschieden. Zu diesem Gericht und allen Steaks kann man sich zusätzlich für zwei Beilagen und einen Dip entscheiden. Die von mir gewählte sogenannte “Mexikanische Sauce” war meiner Meinung nach etwas zu lasch und hatte diesen Namen nicht verdient. Dafür war das Fleisch (Hähnchenbrust gefüllt mit Käse im Speckmantel) sehr lecker. Serviert wurde das Fleisch an einem Spieß der an einer etwas waghalsigen Konstruktion über dem Teller baumelte. Das Ganze sah zwar nett aus, machte das Essen aber komplizierter, da man Obacht geben musste, sich beim “Über-den-Teller-beugen” nicht selbst aufzuspießen. Dass die Kellnerin auch prompt beim Heranballancieren meines Essens ins Straucheln geriet, und das sorgfältig drappierte Futter im gesamten Restaurant verstreute, bestätigte meine Skepsis. Als dann die “Frau Ete-Pe-Tete” vom Nachbartisch auch noch scherzhaft fragte, ob das denn mein Essen gewesen wäre, was da gerade durch den Sall gesegelt ist…und ob ich da nicht einen Preisnachlass für das wieder vom Boden zusammengekratzte Essen verlagen könnte, lief der Abend kurzzeitig Gefahr, ruiniert zu werden.

Aber wer wird denn gleich weinen?

Schnell noch ein kleines (die haben da nur 0.25er) Pils zum Abschied bestellt, und alles war wieder gut.

Abschließend -wie immer - die zusammenfassende Beurteilung in verschiedenen Kategorien. Dabei gibt es eine Bewertung von 1-10 blechKöppen, wobei 1 und 10 nie erreicht werden können!

Ambiente: 8
Speisen: 7
Getränke: 7
Bedienung: 7
Preise: 8
Gesamteindruck: 7

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Nach langer Zeit gibt es heute mal wieder einen Bericht über ein Restaurant Dresdens. Wiedereinmal haben wir uns über die Elbe in einen anderen Stadtteil gewagt und waren diesesmal beim laut eigenen Angaben ersten Italiener der Stadt. Seit 1975 gibt es das “Il Giardino” der Familie Gagliardi in Striessen auf der Bergmannstraße. Ein Italienisches Restaurant wie man es sich vorstellt. Jeder der hier arbeitenden Köche und Kellner hätte das Charisma, um in einem Mafia-Streifen oder Italo-Western mitzuspielen. Ein überzeugendes Argument, um in der Kategorie “Flair & Ambiente” zu punkten. Außerdem ist das Personal sehr freundlich und zuvorkommend.

Laut eigenen Angaben stammen 70% der Rohstoffe, die für das Angebot verarbeitet werden, direkt aus Italien. Eine gewagte Behauptung, die sich aber nach dem Genuß meiner bestellten Pizza geschmacklich durchaus bestätigen läßt. Feinster Schinken und würzige Salami auf großem knusprigem hauchdünnen Pizzaboden waren wahrlich ein Hochgenuß. Jeder Gaumen, der Italienisches Essen bisher nur vom Pizzaboten kennt, wird positiv überrascht sein. Meine weibliche Begleitung war von ihrem Nudelauflauf ähnlich begeistert. Dazu gab es einen etwas zu süßen Lambrusco (italienischer Perlwein)…der jedoch für meine “süßen Wein liebende” Freundin sehr lecker war. Abschließend gab es eine Art “Mousse au Chocolat” (wie schreibt man das auf italienisch?) aus eigener Produktion als Nachtisch….ebenfalls sehr lecker.

Die Preise sind für das, was man geboten kommt, insgesamt äußerst fair. Einziger Nachteil - bitte nicht lachen - war für mich die Bestuhlung. Damit meine ich nicht die sanitären Anlagen, sondern die Sitzgelegenheiten. Für mich als ausgewiesener “Beine unter den eigenen Stuhl Schieber” war es leicht unbequem, da die Stühle vorn im unteren Bereich eine für mich ungewohnte Querstrebe hatten. Aber mir wolln ma nisch bingelisch sein! ;-)

Abschließend die zusammenfassende Beurteilung in verschiedenen Kategorien. Dabei gibt es eine Bewertung von 1-10 blechKöppen, wobei 1 und 10 nie erreicht werden können!

Ambiente: 9
Speisen: 9
Getränke: 9
Bedienung: 9
Preise: 9
Gesamteindruck: 9

…die höchste Bewertung, die ich bisher vergeben konnte. Ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, dass dies der beste Italiener der Stadt sein dürfte.
Die Schmach der Niederlage im WM Halbfinale des letzten Jahres sei euch hiermit verziehen! ;-)

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