Archiv für die Kategorie: “Linux”


Das Hin und Her um die Implementierung von ReiserFS im Linux Kernel scheint kein Ende zu nehmen. Auch im kommenden Kernel 2.6.20 wird es kein Reiser Dateisystem geben.

Den Otto-Normal-Linux Nutzer interessiert die Diskussion um die Frage, ob das Dateisystem in den Linux-Kernel Einzug halten soll wahrscheinlich eher weniger. Entscheidend ist die Frage, was ReiserFS im Vergleich zu anderen Linux-Dateisystemen an Vorteilen bringt. Im Vordergrund stehen dabei natürlich die Zuverlässigkeit und die Performance. Einen umfassenden Test mit verschiedenen Benchmarks gibt es hier.

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Wer wie ich den Schritt zu einem (zumindest teilweise) Umstieg von Microsoft Windows auf eine Linux Distribution gewagt hat, begibt sich spätestens nach der erfolgreichen Installation auf die Suche nach brauchbaren Anwendungen. Gerade die große Auswahl und die hin und wieder vorkommenden Fallstricke machen es einem oft schwer, den eigenen Anforderungen gerecht zu werden. Oft sucht man krampfhaft nach einer Anwendung, die dem bekannten Windows-Pendant so exakt wie möglich nachempfunden ist. Darüberhinaus vergisst man bei der Suche aber oft, sich auf wesentliche (dafür aber stabile) Funktionalitäten zu beschränken. Ein Brennprogramm sollte Brennen können - nicht mehr und nicht weniger. Benötigt man zusätzlich eine DVD-Authoring Funktionalität, sollte man an anderer Stelle suchen.

Ein guter Anlaufpunkt für die Suche nach Linux Programmen aller Art ist http://linuxappfinder.com. Die Programme sind übersichtlich in verschiedene Kategorien eingeordnet. Außerdem gibt es eine Suche, verschiedene Foren und einen Blog. Auch wenn das Forum nicht sehr stark frequentiert zu sein schein, wird das Programm-Archiv regelmäßig aktualisiert. Zudem findet man im Blog sehr gute aktuelle Hinweise zu einzelnen Programmen.

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Nicht erst seit gestern bietet GMX eine geräumiges Mediacenter (1 GB) an, welches man auch per webdav ganz bequem auf seinem Rechner einbinden kann. Somit verfügt man über kostenlosen zentralen Speicherplatz, den man von jedem Rechner aus einbinden kann. Nutzen bringt dies vor allem bei Daten, die man auf mehreren Rechnern gebrauchen kann. Hier ist die zentrale Verwaltung der eigenen Bookmarks ein gutes Beispiel. Unter Linux ist die Einbindung über webdav sehr einfach. Allerdings gibt es unzählige, zum Teil fehlerhafte oder veraltete Anleitungen zu diesem Thema. Hier nun “die Einzig wahre Anleitung” - so gehts (vielleicht) wirklich:

1) webdav installieren:
apt-get install webdav2

2) Beliebiges Mount Verzeichnis erstellen:
mkdir /mnt/gmx

3) /etc/fstab editieren, folgenden Eintrag hinzufügen:
https://mediacenter.gmx.net  /mnt/gmx  davfs  noauto,user  0 0

4) Einbinden testen:
mount /mnt/gmx

…jetzt sollte nach den Zugangsdaten gefragt werden. Um die Zugangsdaten nicht bei jedem mounten neu eingeben zu müssen, kann man jetzt noch folgende Einstellungen vornehmen:

mkdir /home/username/.davfs2/
touch /home/username/.davfs2/secrets
vim /home/username/.davfs2/secrets

Die Datei “secrets” jetzt noch editieren und die GMX-Nutzerdaten folgendermaßen eintragen:

https://mediacenter.gmx.net emailadresse@gmx.de passwort

Nun noch die Datei mit den Zugangsdaten vor unbefugten Blicken schützen:

chmod 600 /home/username/.davfs2/secrets

Fertig!

Nun kann man sein GMX-Mediacenter mit einem einfachen mount /mnt/gmx in sein System einbinden. Da Ganze funktioniert natürlich nicht nur unter Debian-Linux sondern bei den meisten Linux-Distributionen.

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Dass die Installation einer Webcam unter Linux alles andere als trivial ist, durfte ich erst neulich schmerzlich erfahren. Hartnäckigkeit und der bedingungslose Willen haben dann letztendlich dennoch zum Erfolg geführt, und mich über das für meine Begriffe in Hinsicht auf die Unterstützung diverser Hardware bisweilen etwas bockige Linux triumphieren lassen.

Zunächst gilt es festzustellen, welcher Chip in der Webcam schlummert. Nennt man wie ich im Prinzip eine “Noname-Webcam” (Beilage zu einer ersteigerten Asus ATI X800 Pro) sein Eigen, hat man dabei oft schon Probleme.Ich habe das Teil einfach unter Windows installiert, und mich dort im Gerätemanager über die installierten Treiber informiert. “OV511″ war dort mehrfach zu lesen und siehe da, Google weiß, dass es sich hier um die Bezeichnung eines nicht unbekannten Webcam-Chipsatzes handelt. Zunächst sollte man versuchen, einen der offiziellen Treiber zu installieren. Dazu lädt man sich die passende Version von hier herunter und folgt dieser Anleitung. Bei mir hat dieser Weg leider nicht zum Erfolg geführt. Wem es genauso gehen sollte, dem helfen vielleicht die folgenden Schritte weiter, die unter dem user root durchzuführen sind:

  • Source herunterladen, entpacken und in den Ordner wechseln.
  • apt-get install build-essential linux-headers-`uname -r`
  • make
  • make install
  • rmmod ov511
  • modprobe videodev
  • modprobe i2c_core
  • insmod /lib/modules/`uname -r`/extra/ov51x.ko
  • insmod /lib/modules/`uname -r`/extra/ov519_decomp.ko
  • sollte ov519_decomp.ko nicht funktionieren, die Module ov511_decomp.ko und ov518_decomp.ko ausprobieren
  • mknod /dev/video0 c 81 0
  • chmod 666 /dev/video0
  • für die erste Funktionsprobe vidcat (apt-get install vidcat)
  • vidcat > /home/user/test.jpg
  • Sollte es keine Fehlermeldung geben, und sich in test.jpg das gewünschte Bild befinden, wars das schon

Sollte auch meine Anleitung nicht zum gewünschten Erfolg führen, kann ich noch folgende Tips zur Fehlersuche geben:

  • tail -f /var/log/messages - danach die Webcam an- und aussteckten. An den Log-Einträgen erkennt man, ob es beim Laden der Treiber Probleme gibt bzw. ob die USB-Webcam überhaupt als USB-Gerät erkannt wird.
  • lsmod - hier sollte bei “usbcore” ein Eintrag der Form “ov51x” oder “ov511″ zu finden sein
  • dmesg - hier erfährt man bei erfolgreicher Instalation des Treibers die genaue Bezeichnung des Webcam-Chipsatzes und des Sensors. Der entsprechende Eintrag bei mir lautet zum Beispiel:

/usr/src/webcam/ov51x-jpeg-0.5.3/ov51x.c: USB OV519 video device found
/usr/src/webcam/ov51x-jpeg-0.5.3/ov51x.c: Sensor is an OV7648
/usr/src/webcam/ov51x-jpeg-0.5.3/ov51x.c: Device at usb-0000:00:07.2-1.1 registered to minor 0

Sollte die Webcam immernochnicht funktionieren - einfach weiter hartnäckig bleiben! ;-)

Ein sehr einfaches, Debian-eigenes Programm zum Veröffentlichen der Webcam-Bilder (lokal oder per FTP) ist das Tool “webcam“, zu installieren wie gehabt über “apt-get install webcam”. Die Konfigurationsdatei befindet sich in /etc/webcam.conf. Sollte diese nicht existieren, einfach anlegen. Sie sollte ungefähr folgenden Inhalt haben:

[ftp]
host = localhost
user = nobody
pass = xxxxxx
dir = /var/www
file = webcam.jpg
tmp = upload.jpg
local = 1

[grab]
device = /dev/video0
width = 320
height = 240
delay = 0
input = camera
norm = pal
quality = 100

Die webcam-Konfiguration läßt sich einfach über “webcam /etc/webcam.conf &” testen.

Für Bewegtbilder scheint das Programm “motion” hilfreich zu sein. Selbiges habe ich aber noch nicht getestet. Einen “Guide” für dieses Tool mit ausführlichen Instalations- und Konfigurationshinweisen gibts natürlich auch.

Nachtrag: Nachdem meine Webcam nun doch nicht so stabil läuft, wie ich mir das eigentlich gedacht hatte, habe ich zwei weitere interessante Seiten zum Thema “Webcam Installation unter Linux” gefunden, die ich euch nicht vorenthalten möchte:
Webcam wiki
Webcam HowTo

Mal schauen, ob ich auf diesen Seiten Hinweise zu meinem Stabilitätsproblem bekomme.

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Nach mehreren Jahren und einer bis zuletzt erfreulich stabilen Windows-Installation, habe ich mich nun dazu entschlossen, diese neu zu installieren. Grund hierfür war einerseits der viele Unrat der sich über die Jahre hinweg im Betriebssystem meines Rechners angesammelt hat. Andererseits habe ich schon lange mit dem Gedanken gespielt, parallel zu Windows einen Linux-Desktop zu nutzen. An dieser Stelle möchte ich kurz die Gründe für meine Entscheidung darlegen:

  • Microsoft wird uns irgendwann seinen Nachfolger Vista aufzwingen.
  • Linux bietet in vielerlei Hinsicht mehr Transparenz.
  • Nahezu zu jedem Windows Programm gibt es mindestens ein Linux-Pendant welches mindestens genauso gut ist.
  • Die Treiberprobleme für bestimmte Hardware (Drucker, Scanner…) sind geringer als noch vor einigen Jahren.
  • Je nach Distribution werden meist kostenlose und oft schnelle Updates angeboten.
  • Wine bietet oft die Möglichkeit, unter Linux nicht auf Windows-Programme verzichten zu müssen.
  • Da ich einen kleinen 24/7 Debian-Server laufen habe, kann ich dort alle Nutzerdaten (Mails, Bookmarks,Dateien etc) zentral ablegen und muss nicht immer zwischen den Betriebssystemen hin&her wechseln.

Entschieden habe ich mich für die Desktop Variante der auf Debian basierenden Distribution Ubuntu. Seit Juni existiert die Version Ubuntu 6.06 (Dapper). Anfang August gab es ein Update dieser Version auf 6.06.1, welche zahlreiche Aktualisierungen enthält. Überhaupt wird nach meiner Auffassung an dieser Distribution sehr rege gearbeitet. Auch die Community ist sehr groß und beteiligt sich in Foren und Wikis nicht unwesentlich an der Verbreitung dieser Distribution.

Die Installation von Ubuntu verlief erstaunlich problemlos. Man kann sich sowohl für die automatische, als auch für die manuelle Partitionierung entscheiden. Obwohl keine größeren Linux-Kenntnisse von Nöten sind, empfiehlt sich der Blick in eine Installationsanleitung. Wenn man parallel Windows weiter betreiben möchte, ist es wichtig die Installationsreihenfolge einzuhalten - ERST Windows, dann Ubuntu. Ubuntu verwendet GRUB als Boot-Manager. Dieser erkennt auch andere Betriebssysteme und ermöglicht in einem Menü das Starten des jeweiligen Systemes. Windows beansprucht bei der Installation den gesamten MBR für sich und überschreibt alles rigeros.

Weitere hilfreiche Ubuntu-Links:

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