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Mai 05 2010

Auf der Suche nach einem neuen Drahtesel (oder auch zwei)

Kategorie Dies & Das


Vor einigen Wochen hats „Klack“ gemacht. Ohne großen Kraftaufwand war der Bowdenzug der hinteren Schaltung meines 10 Jahre alten Drahtesels direkt am Schalthebel gerissen. Keine Panik – dachte ich noch so bei mir – und freute mich sogar ein bisschen, wiedermal etwas zum Basteln zu haben. Der Bowdenzug war schnell organisiert. Als ich jedoch den Schalthebel auseinandernahm, offenbahrte sich mir nichts Gutes. Das Reißen des Bowdenzugs hatte offensichtlich noch mehr Schaden angerichtet. „Irgendetwas“ war lose, was zum problemlosen Betrieb der Schaltung offensichtlich nicht ganz unwichtig war. Spätestens in diesem Augenblick – na wenn ich ehrlich sein soll bereits bei dem „Klack“ – keimte in mir ein gar teuflischer Gedanke. Sollte ich dieses Ereignis nicht vielleicht gleich als Vorwand nehmen, um den eigentlich für das nächste Jahr geplanten Neukauf eines Fahrrads vorzuverlegen. Eigentlich braucht meine Frau einen solchen fahrbaren Untersatz sehr viel dringender als ich – aber „Wenns halt kaputt ist!“ – und „Wenn ich es doch für die Fahrt zur Arbeit brauche!“. Die Argumente waren also ganz klar auf meiner Seite.

Eigentlich sollte der Kauf eines Fahrrads doch heutzutage kein Problem sein. Für jedes Bedürfnis scheint es bei allen Marken das passende Fahrrad zu geben. Ein schier unüberschaubares Angebot führt jedoch eher dazu, dass sich die Findungsphase (zumindest bei mir) in die Länge zieht. Und so kommt es, dass ich mich aus diesem Grund seit nunmehr sogar schon einigen Wochen mit dem (Damen)Rad meiner Frau auf den Weg zur Arbeit und damit zum Gespött der gesamten Belegschaft der Firma mache. Ich sage nur – „26-er Damenrad mit voll ausgezogener Sattelstange und riesigem äußerst bequemen Damensattel“ – ein Zustand, an den man sich eigentlich nicht gewöhnen möchte. Zumal sich im Flurbereich unserer Firma qualitativ hochwertige Markenräder von Cube, Specialized oder Scott stolz an die Wand schmiegen. Immerhin haben sich meine Kollegen dazu bereiterklärt, mich bei der Suche nach einem neuen Drahtesel mit Rat&Tat zu unterstützen. Bei meinen Recherchen in den letzten Wochen, habe ich besonders eine Erkenntis gewonnen: Der Komponentendschungel ist nur schwer zu durchdringen. Alleine die Bezeichnungen der unterschiedlichen Shimano-Schaltgruppen sind ein Graus. Federgabeln taugen angeblich nur, wenn man ordentlich Geld ausgibt. Starrgabeln gibt es (zumindest im Bereich der Trekkingräder) eher selten. Hinzu kommt, dass bei den Beschreibungen vieler Hersteller die Detailinformationen eher spärlich sind. Wenn man sich in den verschiedenen Fahrrad-Foren bewegt und dort nach Informationen sucht, stößt man oft nur auf selbsternannte Experten, die jedes Rad unter 1000 Euro kategorisch ablehnen und wenig hilfreich auf sicherlich gut ausgestattete aber für den eigenen Zweck völlig überdimensionierte Fahrräder hinweisen.

Darum – hier nun meine Anforderungen an meinen „Wunschdrahtesel“:

  • Trekkingrad mit gutem Rahmen und ordentlichem Gepäckträger
  • Felgenbremse
  • Kettenschaltung („nix unter Deore“…hat man mir geraten)
  • Nabendynamo
  • Federgabel (wobei ich auch mit einer Starrgabel leben könnte – kenne ja eigentlich nix anderes)
  • maximal 700 Euro (exclusive Zubehör)
  • Laufleistung rund 2000km – vielleicht auch mal die eine oder andere längere Tour…sollte das neue Rad Spaß machen, könnten auch schnell ein paar tausend mehr daraus werden
  • größtenteils Stadtverkehr bzw. „Überland“, gern auch mal den einen oder anderen Berg bzw. kurz ins Gelände

Achja – und weil wir gerade dabei sind – meine Frau hätte ja auch gern ein neues Fahrrad. Im Grunde hat sie (nach einer ausgiebigen Beratung durch mich) fast identische Anforderungen – wer hätte das gedacht… Allerdings suchen wir hier eher nach einer Nabenschaltung und da die Laufleistung eher bei unter 500km liegt, darf der Preis auch gern bei um die 500 Euro liegen. Außerdem wird ein sogenannter „Trapezrahmen“ gewünscht.

Hier nun meine bisherigen Rechercheergebnisse:

Herren-Trekkingräder:

Damen-Trekkingräder:

Der Kenner siehts vielleicht schon auf den ersten Blick – keines der Räder erfüllt tatsächlich alle unsere Anforderungen. Aber wie im Leben üblich ist auch der Fahrradkauf mit Kompromissen verbunden. Weitere Hinweise zu diesen oder anderen Modellen sind gern willkommen. Besonders die Federgabel macht mir noch etwas zu schaffen. Muss ich mir bei den in meinen ausgesuchten Modellen verbauten Federgabeln Sorgen machen, oder ist das bei meiner eher durchschnittlichen Laufleistung unerheblich? Ein Kollege meinte, dass die Wahl ob Feder- oder Starrgabel sehr entscheidend ist, da man aufgrund der etwas anderen Bauweise des Rahmens diese schlecht gegeneinander austauschen könnte. Allerdings scheint es irgendwie nur noch wenige Modelle mit Starrgabel zu geben.

Gleichzeitig wäre natürlich die Frage, wo man das Rad kaufen sollte. Das Internet fällt schonmal auf, da ich doch eine persönliche Beratung in Anspruch nehmen möchte. Die „üblichen Verdächtigen“ wie „Litte John Bikes“ oder „Fahrrad XXL“ haben natürlich recht viele Angebote mit gutem Preis-/Leistungsverhältnissen. Oder sollte man lieber in kleineren Läden wie dem „Bike Point“ oder dem „Bikeland 262“ vorstellig werden? Hat jemand Erfahrungen, die er an dieser Stelle mitteilen möchte – dann ab in die Kommentare damit!

Sollte meine Suche in den nächsten Tagen zu einem erfolgreichen Abschluss kommen, werde ich an dieser Stelle berichten.

Ein Kommentar

Ein Kommentar zu “Auf der Suche nach einem neuen Drahtesel (oder auch zwei)”

  1. Bergamont Vitesse 5.0am 10. Mai 2010 um 20:22 Uhr

    […] habe ich endlich zugeschlagen und mir nach langem hin und noch mehr her ein neues Fahrrad zugelegt. Irgendwie ging dann beim Händler doch alles ganz schnell. Man könnte […]

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